Pilz aus Asien macht Eschen weiterhin zu schaffen

In einigen Teilen Nordrhein-Westfalens sind mehr als 90 Prozent des Eschenbestandes von Pilzen befallen (Hymenoscyphus pseudoalbidus). Folge ist ein dramatisches Absterben der Bäume. Zunächst sind nur die Triebe befallen, danach breitet sich die Krankheit auf den gesamten Baum aus. In öffentlichen Bereichen müssen Bäume gefällt werden, damit sie nicht zum Sicherheitsrisiko werden.
Eine großflächige Bekämpfung der Pilze mit Fungiziden ist nicht möglich. Experten sehen die Nachzüchtung resistenterer Pflanzen als einzige Möglichkeit, dem Baumsterben zu begegnen. Es wird vermutet, dass sich das Problem in den kommenden Jahren noch verschärfen wird. Die Pilze stammen aus Asien und traten in Europa vor rund 30 Jahren zuerst in Skandinavien und Polen auf. Die schnelle Verbreitung der Pilze ist vermutlich eine Folge der Globalisierung.

MOSAiC-Expedition startet 2019

Die Polarstern, Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Instituts, wird im Herbst 2019 zu einer bisher einmaligen Polarexpeditionen in die zentrale Arktis aufbrechen. Ziel ist die Sammlung von Klimadaten in der im Winterhalbjahr kaum erreichbaren Region. Die Arktis gilt als Frühwarnsystem für den Klimawandel. Die Auswirkungen von Veränderungen in der Arktis auf den weltweiten Klimawandel sollen damit besser verstanden werden. Insgesamt werden 600 Menschen aus 17 Ländern an der Expedition teilnehmen. Die Polarstern wird bei bis zu -45° Celsius vom arktischen Eis eingeschlossen und muss über Eisbrecher und Flugzeuge versorgt werden. Auf dem Eisschild wird im Umkreis von 50 Kilometern ein ganzes Netzwerk von Messstationen eingerichtet.  Das Budget beträgt über 120 Millionen Euro und wird vor allem über die Helmholtz-Gemeinschaft getragen.

Investition in Radschnellwege lohnend

Dass sich Investitionen in Radschnellwege für die Allgemeinheit lohnen, zeigt eine Kosten-Nutzen-Analyse des geplanten Trambahn-Radschnellwegs in den Niederlanden. Der Reisezeitgewinn wurde in Euro umgerechnet. Dem Radweg könnten jährlich mehr als eine Million Euro Wohlfahrtseffekte gutgeschrieben werden. Die Investitionen von rund fünf Millionen Euro hätten sich in weniger als fünf Jahren amortisiert. Die Untersuchungen wurden von Ernst Bos von Wageningen Research durchgeführt.

Ausgeflattert: Report zum Schmetterlingssterben in Österreich

Distelfalter

Distelfalter – © Benjamin Grießmann

Um die Schmetterlinge in Österreich ist es schlecht bestellt. Das berichtet eine Studie, die von gemeinnützigen REWE-Privatstiftung „Blühendes Österreich“ und der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000/Friends of the Earth Austria herausgegeben wird. Unlängst ist der dritte Teil des Reports erschienen.

Der Zustand der Schmetterlings-Fauna ist in allen Teilen des Landes ernüchternd und zum Teil alarmierend. Die Situation hat sich in den letzten zwei Jahren nicht wesentlich verbessert. Als wichtige Ursachen werden die intensive Landwirtschaft mit Insektizid-Einsatz und Monokulturen, aber auch die Lichtverschmutzung und der Flächenbedarf genannt.

Der Report kann in Teilberichten heruntergeladen werden:

Video von Global 2000: https://youtu.be/ydhl9pW94H8

Taten für morgen: Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit

Die Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit laufen noch bis zum 5. Juni 2018. Mit Aktionen beteiligen können sich alle, die sich für die Umsetzung der globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen einsetzen möchten – egal, ob Privatpersonen, Vereine, Stiftungen, Schulen, Universitäten, soziale Einrichtungen, Kommunen, Behörden oder Unternehmen. Auf dem Portal #tatenfuermorgen können Engagierte ihre Projekte melden und öffentliche Aufmerksamkeit gewinnen.

Veloversity – Radfahren erforschen und begreifen

Das E-Learning-Portal Veloversity bietet für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen spannende Möglichkeiten, sich mit dem Thema Radfahren auseinanderzusetzen. Bei der Zielgruppe soll Begeisterung für eine sichere und nachhaltige Nutzung des Fahrrades geweckt werden. Das Portal bietet kostenlose, an den Lehrplan angepasste Lerneinheiten, die ohne große Vorbereitungszeit im Unterricht eingesetzt werden können. Veloversity wurde vom Institut für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule Köln konzipiert.

Veloversity – E-Learning-Portal

Den Insekten eine Stimme geben

Mit einem außergewöhnlichen Konzert machen die Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker in Zusammenarbeit mit dem WWF auf das Insektensterben aufmerksam. Es ist das erste Konzert, bei dem Insekten gemeinsam mit einem Orchester musizieren. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf kommen unter anderem WWF-Projekten zum Erhalt der Artenvielfalt und der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft zugute.

ALDI Süd-Kampagne zum Schutz von Bienen

Biene

© Benjamin Grießmann

Unter dem Motto „Bienen bringen mehr als Honig“ veranstaltet ALDI Süd eine Kampagne zum Schutz von Bienen. Seit 2016 schließt der Konzern nach eigenen Angaben den Einsatz von acht bienentoxischen Wirkstoffen beim Anbau von deutschem Obst, Gemüse, Kartoffeln und Blumen aus und unterstützt Projekte sowie Kooperationen zur Schaffung von mehr Blühflächen. Außerdem werden eigene Standorte bienenfreundlich gestaltet.

Aktuell werden zum Thema zwei Gewinnspiele veranstaltet, bei denen u.a. Samentüten verlost werden.

GLOBAL 2000: Spenden für eine Zukunft ohne Pestizide

Die Insekten sterben – eine Bedrohung auch für uns Menschen. Insekten sind wichtige Bestäuber und viele Lebensmittel würde es ohne sie nicht geben. Grund sind neben Insektenkrankheiten, Monokulturen und Überdüngung insbesondere auch der übermäßige Einsatz von Pestiziden. Rund jede zehnte Wildbienenart ist in Europa vom Aussterben bedroht.

Die österreichische Naturschutzorganisation GLOBAL 2000 bittet um Spenden für den Kampf für eine pestizidfreie Zukunft

Zählen, was zählt: Insektensommer beim NABU

Erdhummel

Erdhummel – © Benjamin Grießmann

Bisher konnten sich NaturschützerInnen an den Vogelzählaktionen des NABU „Stunde der Garten- bzw. Wintervögel“ beteiligen. In diesem Jahr neu hinzugekommen ist der „Insektensommer“. In der bundesweiten Meldeaktion sollen vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August Individuen bestimmter Insektenarten innerhalb einer Stunde gezählt werden. Dabei soll bei mobilen Arten die größte gleichzeitig anwesende Zahl von Tieren erfasst werden und nicht die Summe der Einzelbeobachtungen. So vermeidet man Doppelzählungen. Der NABU möchte mit der Aktion auf die wichtige Rolle der Insekten für unser Ökosystem aufmerksam machen und einen Beitrag zum Schutz leisten.