Sieger im Ideenwettbewerb „Kleine HeldeN! mit großen Taten“ stehen fest

Bei dem landesweiten Wettbewerb können Kinder aus Baden-Württemberg auf spielerische Art die unterschiedlichen Aspekte von Nachhaltigkeit kennenlernen. Umweltstaatssekretär Andre Baumann hat nun die Preisträger ausgezeichnet. Den ersten Preis in Höhe von 1.000 Euro in der Kategorie „Gesundes und nachhaltiges Essen“ erhielt der Johann-Friedrich-Oberlin Kindergarten in Reilingen. In der Kategorie „Tauschen und Teilen“ hat der Waldkindergarten Eichhörnchen e. V. in Tübingen das Rennen gemacht. Mit einem Sonderpreis und 750 Euro wurde die Aktion des VAUDE Kinderhauses in Tettnang gewürdigt.

Grüne Spielstadt in Bonn

Der Wissenschaftsladen Bonn (WILA) ist seit 1999 Träger der Grünen Spielstadt. Das ist ein 4.500 Quadratmeter großes Naturerlebnisgelände im Bonner Stadtteil Dransdorf. Hier können Kinder und Jugendliche die Natur selbst erkunden. Ein großes Echo-Ei, ein Kriechtunnel und meterhohe Weidenskulpturen laden dazu ein, die Natur zu erfahren. Doch nicht nur junge Leute profitieren von der grünen Oase, es werden auch Workshops für Erwachsene angeboten, um beispielsweise die Sinne zu sensibilisieren und das Gefühl für Natürlichkeit und die Naturverbundenheit zu stärken.

Ab Juli wieder Pandas im Berliner Zoo

Am 22. August 2012 starb in Berlin der letzte Große Panda in einem deutschen Zoo. Nach langen Verhandlungen ist es gelungen, ein neues Pandapaar für den Berliner Zoo zu finden. China überlässt ausgewählten Zoos die Tiere unter strengen Bedingungen, in der Regel für 15 Jahre. Im Juli soll es soweit sein und das Pärchen kann einziehen. Das chinesische Forstministerium sieht beim Gehege jedoch noch Nachbesserungsbedarf. Zur Übergabe werden Chinas Präsident Xi Jingping und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Tierschützer protestieren gegen eine erneute Haltung von Pandas in Berlin. Versuche Pandas im Berliner Zoo nachzuzüchten, sind bislang gescheitert.

Mondberge-Projekt gibt neues Magazin heraus

Cover Mondberge-Magazin

Quelle: https://www.mondberge-magazin.de/

2008 zog Andreas Klotz gemeinsam mit einigen Hobby-Fotografen los und erkundete das Ruwenzori-Gebirge („Mondberge“) in Uganda. Ziel war es einen Bildband über das Land und seine letzten Berggorillas zu erstellen. Dass aus dem Projekt weit mehr werden sollte als eine Buchproduktion, ahnte Klotz damals noch nicht. Das Mondberge-Projekt gibt mittlerweile verschiedenste Medienprodukte wie Bücher, Zeitschriften sowie Kalender heraus und veranstaltet Vorträge und Multivisions-Shows.
Jüngstes Produkt des Hauses ist das Mondberge-Magazin, das vierteljährlich erscheint. Die erste Ausgabe erschien am 7. April 2017. Vorrangig behandelt werden Themen des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes. Die LeserInnen werden in Reisereportagen nicht nur in exotische Länder entführt, sondern auch zu Zielen bei uns vor der Haustür. In der Rubrik Zukunftstrends berichtet das Magazin u. a. über umweltfreundliche Technologien und innovative Ideen für den Umwelt- und Klimaschutz. Auffällig ist das große Format und die aufwändige Drucktechnik, die das Magazin fast als Bildband erscheinen lassen.
„Mondberge“ kann im Internet bestellt werden und ist im Zeitschriftenhandel, jedoch nur an Flughäfen und größeren Bahnhöfen erhältlich. Die zweite Ausgabe erscheint Anfang August 2017.
Mit den Einnahmen, die das Mondberge-Projekt erzielt, werden soziale Hilfsprojekte, bei denen der Natur- und Artenschutz im Vordergrund steht, unterstützt. Beispielsweise wird durch Aufklärungsarbeit die Akzeptanz für den Rwenzori Mountains National Park bei der örtlichen Bevölkerung vergrößert. Der Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke konnte als Unterstützer des Mondberge-Projektes gewonnen werden.

Ansicht aus Mondberge-Magazin "Heimat der Berggorillas"

Südlicher Schwarzwald ist UNESCO-Biosphärenreservat

Die UNESCO hat das Biosphärengebiet Schwarzwald offiziell als Biosphärenreservat anerkannt. Der Beschluss fiel am 14. Juni 2017 auf einer Tagung des internationalen Koordinierungsrates für das UNESCO-Programm „Man and the biosphere“ in Paris. Die offizielle Urkunde wird am 8. Oktober 2017 im Rahmen eines Bürgerfestes in Bernau im Schwarzwald übergeben.

Prominente Unterstützung für Petition gegen Plastikmüll

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Umweltaktivist, setzt sich gegen Plastikmüll ein und bittet darum, eine Petition zu unterschreiben. Seine Empfehlung: „Vermeiden Sie so gut es geht PET-Flaschen, Plastiktüten und sonstige überflüssigen Plastikverpackungen. (…) PET ist so ziemlich die größte Umweltsauerei unserer Zivilisation – wir sollten endlich was dagegen tun.“
Umweltschützer warnen seit längerer Zeit vor den Gefahren des Plastikmülls, der auch eine Bedrohung für die Gesundheit des Menschen darstellen kann. Über Meerestiere, die kleinste Plastikteilchen aufnehmen, gelangen die Stoffe wieder auf unseren Tellern. In  Ozean-Wirbeln sammeln sich riesige Mengen Plastik an und stören das ökologische Gleichgewicht. Viele Tiere verenden elendig durch Plastikteile. Hinzu kommt die extrem langsame Verrottung. Der Abbau einer PET-Flasche benötigt rund 450 Jahre.

Nitratbelastung in Deutschland – Wasserpreise könnten um bis zu 45 Prozent steigen

Vor dem Hintergrund der Diskussion um steigende Wasserpreise fordert Greenpeace ein Umdenken im Agrarsektor. Die Massentierhaltung müsse begrenzt und die Düngegesetze verschärft werden. Durch die hohe Nitratbelastung des Grundwassers muss das Trinkwasser in Deutschland immer aufwändiger aufbereitet werden. Experten rechnen mit Preissteigerungen von bis zu 45 Prozent. Die EU hat Deutschland bereits wegen der hohen Nitratbelastung verklagt.

Das Fahrrad wird 200 Jahre alt

Fahrräder in AmsterdamAm 12. Juni 1817 überraschte der Erfinder des Fahrrads, Freiherr Karl von Drais, die Öffentlichkeit mit seiner ersten Ausfahrt. So schreibt es jedenfalls das „Badwochenblatt für die großherzogliche Stadt Baden“ vom 29.7.1817. Man war erstaunt, dass Drais die Strecken von „vier Poststunden Wegs in einer Stunde gefahren ist“. Die Fahrt ging damals von Mannheim nach Schwetzingen; „(…) mehrere Kunstliebhaber (hätten sich) von der großen Schnelligkeit dieser sehr interessanten Fahrmaschine überzeugt.“ Und das, obwohl Drais noch ohne Tretkurbel unterwegs war. Die etablierte sich erst Jahrzehnte später. Das Fahrrad entwickelte sich zum Massenverkehrsmittel und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.
Anlässlich des Jubiläums widmen sich viele Veranstaltungen dem Thema Fahrrad. Der ADFC richtet am 11. Juni 2017 in Bonn eine Feier aus. Die Große Landesausstellung Baden-Württemberg rund ums Rad läuft noch bis zum 25. Juni 2017.

Standing Rock-AktivistInnen besuchen rheinisches Braunkohlerevier

Vor einem Jahr haben vor allem indigene Gruppen mit Protestcamps begonnen, gegen die Dakota Access Öl-Pipeline zu demonstrieren. Die Pipeline kreuzt direkt beim Lakota Reservat „Standing Rock“ den Missouri River und droht das Trinkwasser der Region zu verschmutzen.

Nun kommen vier Standing Rock-Aktivisten/Altivistinnen ins rheinische Braunkohlerevier. Am 03.06. berichten sie um 18 Uhr in der Alten Feuerwache in Köln von ihren Erfahrungen und am 04.07. besuchen sie von 14-18 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Waldspaziergangs mit Michael Zobel die Waldbesetzung im Hambacher Forst. Der Besuch im Rheinland wird von der Gruppe ausgeco2hlt organisiert. Zweck der Reise sind die Vernetzung und der Austausch mit der europäischen Klimabewegung.

Quelle: Pressemitteilung „Standing Rock-AktivistInnen im rheinischen Braunkohlerevier“ vom 31.05.17, presse@ausgeco2hlt.de

Altes Konzept mit Zukunft: Microlino nimmt Anleihe an der Isetta

Sie ist wieder da die gute alte Isetta. Diesmal elektrisch angetrieben und mit Touchscreen. Rund 55 Jahre nach Einstellung der Produktion versucht sich die Schweizer Micro Mobility Systems AG mit dem „Microlino“ an einer Neuauflage des Konzepts. Sparsam, effizient, nachhaltig und Platz sparend soll das Minimal-Automobil sein. Der Slogan „Reduce to the Max“ wird zum Credo erhoben. Quer eingeparkt beansprucht der Microlino kaum Parkfläche. Die nach vorne öffnende Tür erleichtert das Ein- und Aussteigen in Richtung Bürgersteig. Das Auto soll über jede Haushaltssteckdose in vier Stunden aufgeladen sein und mit einer Ladung 120 Kilometer weit fahren können. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h. Voraussichtlich noch Ende 2017 soll der Microlino erhältlich sein. Der Hersteller nennt einen voraussichtlichen Preis von 12.000 Euro und hofft, dass durch lokale Anreizprogramme in den Ländern ein zusätzlicher Kaufanreiz erzeugt werden kann.