Demo „Stop Tihange & Doel“ am Sonntag in Maastricht

Am Sonntag, 22. Mai 2016, demonstrieren Bürgerinitiativen erneut gegen den Weiterbetrieb belgischer Atomreaktoren. Treffpunkt ist um 14 Uhr in Maastricht, Plein 1992. Laut der Initiative „Stop Tihange“ haben alle 10 Parteien im Maastrichter Stadtrat ihre Unterstützung bekundet.
Website der Initiative Stop Tihange

Sea Level Change: NASA informiert über Meeresspiegelanstieg

Strand an der Ostseeküste bei Leba, PolenAuf der Website Sea Level Change veröffentlicht die NASA Informationen und Daten zum Meeresspiegelanstieg. Weltweit erhöhen sich die Pegelstände um 3 Millimeter pro Jahr, als Ursache vermuten führende Wissenschaftler den anthropogenen Klimawandel. Die Informationen unter Sea Level Change lassen sich auch sehr gut für den naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen.
Website Sea Level Change

4000 Euro Prämie für den Kauf eines Elektroautos

ElektroautoKäufer von Elektroautos erhalten ab Mai 2016 einen Zuschuss von 4000 Euro, Hybride mit zusätzlichem Verbrennungsmotor werden mit 3000 Euro gefördert. Darauf haben sich Bundesregierung und Autoindustrie verständigt, um die schleppende Nachfrage in Deutschland anzukurbeln. Die Prämie ist umstritten, Kritiker sehen eine direkte Subventionierung der Automobilindustrie. Nicht gelöst seien darüber hinaus die typischen Probleme von Elektroautos wie die geringe Reichweite und lange Ladezeiten, ebenfalls Gründe, die neben den hohen Preisen potenzielle Käufer von einem Kauf abhielten.
Elektromobilität – Informationen des BMVi
Förderung von E-Autos braucht mehr als eine Kaufprämie (VCD)

Mittelrheinbrücke: Grüne springen über eigenen Schatten

RheinfähreIn der Einigung für die Bildung einer Ampelkoalition in Mainz tragen die Grünen den Bau einer Mittelrheinbrücke mit. Ursprünglich hatten die Grünen die Pläne für den Bau einer Rheinüberquerung blockiert. Nun wurde das politische Gewicht der beiden potenziellen Koalitionspartner zu groß als das man den Widerstand weiter aufrechterhalten konnte. Die Grünen sahen sich zu einem Kompromiss genötigt, wenn sie die Regierungsbeteiligung nicht gefährden wollten. Die Brückengegner der Bürgerinitiative „Rheinpassagen“ haben bereits vehementen Widerstand angekündigt. Neben Lärm und hohen Kosten fürchten sie eine Verdrängung der Fährbetriebe in weiten Bereichen. Außerdem sei die von der UNESCO gewürdigte Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals durch ein Brückenprojekt gefährdet. Die Befürworter der Bürgerinitiative „Pro Brücke“ fordern hingegen seit langem eine Rheinquerung. Sie erhoffen sich wirtschaftliche Impulse über die Region hinaus.
Die Brücke soll, so sie denn errichtet wird, den Rhein zwischen St. Goar und St. Goarshausen überspannen.
Bürgerinitiative „Pro Brücke“
Bürgerinitiative „Rheinpassagen“
Visualisierung der geplanten Mittelrheinbrücke (loreley.info)

Bohrschlammdeponie in Sachsen-Anhalt: Radioaktive Öl- und Gasabfälle im Grundwasser

Nach Recherchen des WDR soll der französische Energiekonzern GdF Suez (heute „ENGIE“) in Brüchau, Sachsen-Anhalt eine Bohrschlammgrube für gefährliche Öl- und Gasabfälle betrieben haben. Es seien Schadstoffe aus der Deponie, darunter radioaktives Radium, ins Grundwasser gelangt. Zitiert wird der Aachener Umweltjurist Hans-Jürgen Müggenborg nach dessen Einschätzung der Betrieb der Bohrschlammgrube spätestens ab Mitte 2000 illegal war.
[WDR Presseportal] WDR-Recherchen: Radioaktive Öl- und Gasabfälle im Grundwasser – GdF Suez soll über Jahre illegal eine undichte Bohrschlamm-Deponie in Sachsen-Anhalt betrieben haben

EU-Parlamentarier stimmen für Neuzulassung von Glyphosat

Die EU-Parlamentarier haben für eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat gestimmt. Allerdings nur für 7 statt 15 Jahre wie es ursprünglich von der EU-Kommission geplant war. Der Kompromissvorschlag wurde von den Konservativen eingebracht worden. Eine komplette Ablehnung der weiteren Zulassung, wie sie von Grünen und Teilen der Linken gefordert wurde, fand keine Mehrheit.
Meldung auf den Seiten des Europäischen Parlaments: Glyphosate: authorise for just seven years and professional uses only, urge MEPs

Plusminus zu Glyphosat: „Deutsche Behörden tun alles, dass die Geschäfte weiterlaufen.“

Das ARD-Magazin „Plusminus“ berichtet in seinem Beitrag vom 30. März 2016 von engen Verbindungen zwischen Chemieindustrie und europäischen sowie deutschen Kontrollbehörden. Dies erkläre, warum das Pestizid Glyphosat, das u.a. von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wird, trotzdem für weitere 15 Jahre zugelassen werden soll.
Plusminus (ARD): Glyphosat – Pestizid unter Krebsverdacht (30.03.16) auf YouTube ansehen

Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ startet 2016 bereits im Mai

FahrradSeit 2001 motivierten der ADFC und die AOK nach eigenen Angaben rund 1,4 Millionen Menschen, öfter mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ startet dieses Jahr bereits im Mai und läuft bis Ende August. Den Teilnehmern winken zahlreiche Sachpreise. Anmeldungen sind unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de möglich. Die Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“ ist Teil des EU-geförderten Projekts „Bike2Work“, das mit unterschiedlichen Aktionen Berufspendler in 14 Ländern zum Radfahren motivieren soll. Teil des Projekts ist auch eine Betriebsberatung, die Arbeitgeber dabei unterstützt, ihre Unternehmen fahrradfreundlich zu gestalten.
Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“
Homepage „Bike2Work“ (Englisch)

Broschüre „Praxisnahe Umwelttipps“

ThermostatventilDie dänische SONNE UND STRAND Ferienhausvermittlung A/S bietet auf ihren Internet-Seiten eine kostenlose Broschüre mit dem Titel „Praxisnahe Umweltttipps für Ihr Zuhause“ an. Darin enthalten sind Vorschläge für verschiedene Wohnbereiche wie Arbeitszimmer, Küche oder Badezimmer. Do-It-Yourself-Ideen regen dazu an, sich mit den Themen Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch auseinanderzusetzen. Die Autoren geben darüber hinaus Empfehlungen für einen adäquaten Ressourcenverbrauch. Erstellt wurde die Broschüre von Redakteuren des Online-Magazins Neo Avantgarde in Zusammenarbeit mit Experten.
Downloadseite Broschüre „Praxisnahe Umweltttipps für Ihr Zuhause“

EnBW unterliegt im Rechtsstreit 

Nach Verkündung des Atommoratoriums 2011 strengte EnBW eine Klage gegen den Bund und das Land Baden-Württemberg an. Der Konzern verlangte 261 Millionen Euro Schadenersatz für die Abschaltung zweier Atomkraftwerke, die seiner Meinung nach rechtswidrig gewesen sei. Nun hat das Gericht die Klage abgewiesen. Die Begründung: EnBW habe die Klage zu spät eingereicht und damit die Anordnung bestandskräftig werden lassen.