Buchtipp: Tiere denken – Richard David Precht

Der Philosoph Richard David Precht hat seine Philosophie der Tiere überarbeitet und neu veröffentlicht. Darin fordert er einen Neuanfang im Mensch-Tier-Verhältmis – mit Rechten für Tiere. Tiere hätten ein Recht sich auf Augenhöhe mit den Menschen zu begegnen.
Die Entfremdung des Menschen von den Tieren habe dramatische Folgen, die sich zum Beispiel in der industriellen Massentierhaltung ausdrückten. Zitat aus Prechts Buch: „Es gibt zwei Kategorien von Tieren. Die eine glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt, und die andere hat darunter zu leiden“.

Richard David Precht
Tiere denken – Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen
€ 22,99, gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-442-31441-6

Untersuchung: Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Baden-Württemberg frei von Gentechnik

Feld mit MohnblumenDas Land Baden-Württemberg führt seit 2004 jährlich in einem Ernte-Monitoring-Programm Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen durch. 2015 und 2016 gab es für keine Pflanzenart Hinweise auf gentechnische Veränderungen. Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk spricht von einem erfreulichen Ergebnis, das den Erfolg der auf den Weg gebrachten Maßnahmen zeige.

Zuständig für die Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen sind das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg bzw. das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg für entsprechende Untersuchungen in Saatgut und Futtermitteln.

Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft

Baden-Württemberg: Keine Gentechnik in heimischen Erzeugnissen (proplanta-Fachportal)

Heimische landwirtschaftliche Erzeugnisse sind gentechnikfrei (Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg)

Neuer Imagefilm online: Entdecke Wildnis!

Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ hat am Dienstag, 1. Febraur 2017, ihren Film „Entdecke Wildnis!“ vor mehr als 250 Gästen auf dem Nationalen Forum für Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums in Berlin vorgestellt. Der Film nimmt das Publikum mit auf eine faszinierende Reise in große deutsche Wildnisgebiete und erbringt in dreieinhalb Minuten den Beweis, wie wild und schön Deutschland sein kann und wie wertvoll Wildnis ist. Ab sofort steht der Film auf der Webseite www.wildnis-in-deutschland.de auch zum Download bereit. Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ wird von 16 Naturschutzorganisationen, zahlreichen Expertinnen und Experten sowie dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz unterstützt. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) koordiniert die Aktivitäten.
[Quelle: Pressemitteilung, 1.2.2017, Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.]

Wildnis in Deutschland: Weitere Hintergrundinformationen

Wildnis in Deutschland: Imagefilm auf Youtube

Wildnis in Deutschland: Fotos zum Making of

Ecoterra: Stoppt den DAPL-Kredit der BayernLB!

Die nichtstaatliche Organisation Ecoterra International ruft zum Widerstand gegen die Mitfinanzierung des Pipeline-Projekts Dakota Access Pipeline (DAPL) durch die Bayerische Landesbank auf. Unterstützerinnen und Unterstützer können einen Eil-Apell gegen den Kredit unterzeichnen. Die Entscheidung über die Bewilligung des Kredits will die Bayerische Landesbank Mitte Februar treffen.

Der neue US-Präsident Trump möchte das umstrittene Pipeline-Projekt fortführen, das von seinem Vorgänger Obama nach zahlreichen Protesten nicht genehmigt wurde. Der Bau wird seit Beginn von US- und weltweiten Protesten begleitet und wurde mehrmals auch gerichtlich gestoppt. Es gibt Befürchtungen, dass DAPL die Wasser-Sicherheit von mehreren Millionen Menschen, die am Missouri leben, gefährden und extrem viele Klimagase verursachen könnte. Insbesondere sind viele Einwohner des flussabwärts gelegenen Standing Rock-Reservats besorgt. Sprecher der Standing Rock Sioux erklärten, dass der Bau ihre garantierten Rechte aus historischen Abkommen verletze. Das Öl, das durch die Pileline fließen soll, stammt aus sogenannten nicht-konventionellen Lagerstätten und wird mit Hilfe von Fracking gewonnen.

Die Befürworter betonen die Sicherheit der geplanten Pipeline und weisen beispielsweise darauf hin, dass umweltschädliche Transportbewegungen per Lastwagen vermieden werden könnten.

Deutsche Banken verdienen am Bau der Pipeline mit (Gesellschaft für bedrohte Völker)

Greenpeace-Blog: Standing Rock und der Protest gegen die Dakota Access Pipeline

A Pipeline Fight and America’s Dark Past (The New Yorker, Kommentar von Bill McKibben)

Dakota Access Pipeline Facts (Kampagnen-Seite von DAPL-Befürwortern)

Greenpeace: Protestaktion in Washington – Widerstand ist zweckvoll
Gegenwind für die Politik von US-Präsident Donald Trump: Hinter dem Weißen Haus flatterte gestern ein Banner von Greenpeace-Aktivisten: „Resist“ – widersetze dich.

GeoTherm 2017

Am 15. und 16. Februar 2017 wird die Messe GeoTHERM Offenburg zum elften Mal veranstaltet. Die Messe versteht sich als zentraler Marktplatz der Geothermie-Branche.
Am Vortag, 14. Februar, findet in Kooperation mit der Internationalen Geothermischen Vereinigung (IGA) und der Internationalen Energieagentur (IEA Geothermal TCP)
ein Lateinamerika-Symposium statt.
Weitere Informationen zur GeoTHERM Offenburg

Broschüre „Photovoltaik und Batteriespeicher“

Solaranlage in der Nähe von HeidelbergViele Menschen in Deutschland setzen auf die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Ende 2016 waren rund 1,5 Millionen Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 41 Gigawatt installiert. Eine neue Broschüre des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg informiert darüber, wie Überschüsse nicht nur in das öffentliche Stromnetz eingespeist, sondern auch für den Eigenverbrauch gespeichert werden können. Die Broschüre beantwortet grundlegende Fragen: Wie sollten Solarstromspeicher dimensioniert werden? Welche Speichertypen und -systeme gibt es? Wie wird die Neuinstallation oder Nachrüstung gefördert?
Publikation: Photovoltaik und Batteriespeicher – Technologie, Integration, Wirtschaftlichkeit (Information und Download)

Fessenheim wird möglicherweise doch noch stillgelegt

Das französische Kernkraftwerk in Fessenheim wird möglicherweise tatsächlich stillgelegt. Der Verwaltungsrat des Betreibers EDF hat eine Vereinbarung mit dem Staat geschlossen. Danach soll EDF für die Stilllegung entschädigt werden. Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Der französische Präsident Hollande hatte die Abschaltung befürwortet, der Prozess wurde zuletzt jedoch auf die lange Bank geschoben. Das Ende des Kernkraftwerks ist immernoch keine fest beschlossene Sache. Die Einigung zwischen Konzern und Staat stellt aber eine wichtige Zäsur dar. Im Falle eines Wahlsiegs der Konservativen in Frankreich könnte die Abschaltung jedoch immer noch rückgängig gemacht werden. Viele Anrainer begrüßen die neue Entwicklung, war der Reaktor doch durch zahlreiche Pannen in die Schlagzeilen geraten. Bemängelt wurde außerdem, dass die Deckenkonstruktion Flugzeugabstürzen nicht standhalten könnte. Ein Problem stellt auch die starke Wärmebelastung des Rhein dar, da Fessenheim nicht über Kühltürme verfügt. Die grün-schwarze Landesregierung Baden-Württemberg befürwortet prinzipiell eine Stilllegung. Die Interessenslage dürfte jedoch gespalten sein. Fast 20 Prozent des Kernkraftwerks gehört der EnBW, wodurch das Land Baden-Württemberg Miteigentümer ist.
Schließung von Akw Fessenheim rückt näher (Handelsblatt)
BUND-Infos zum AKW Fessenheim & zu den Versprechen von Herrn Hollande
Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen. JETZT!
Was in Fessenheim geschah (WDR Wissen)

TV-Tipp: Hart aber fair mit NABU-Präsident Olaf Tschimpke

Am Montag (23. Januar 2017, 21 Uhr, ARD) ist NABU-Präsident Olaf Tschimpke zu Gast in der Talk-Sendung „Hart aber fair“. Themen der Sendung sind Infrastrukturprojekte versus Artenschutz mit dem Fokus auf Windenergie, Wolf, Wald und Klagen der Umweltverbände. Mit dabei sind u.a. Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin sowie Enoch zu Guttenberg, Mitbegründer des BUND (inzwischen ausgetreten) und erklärter Windkraftgegner.
Hart aber fair: Mensch raus, Wolf rein – wie viel Naturschutz verträgt unser Land? (Sendung vom 23. Januar 2017, ARD-Mediathek)

Argumentationstrainings gegen Vorurteile und für die Menschenwürde

Der Verein Artikel 1 –  Initiative für Menschenwürde e.V. bietet kostenlose Argumentations- und Kampagnentrainings an. Schwerpunkte sind u.a.: Wie stärke ich die Demokratie, wie argumentiere ich gegen Stammtischparolen, Vorurteile und für die Menschenwürde?
Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e.V. auf Facebook

Ellen MacArthur Foundation: Initiative für weniger Plastik

Die Stiftung der britischen Seglerin Ellen MacArthur setzt sich für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ein. Die Extremsportlerin und langjährige Weltrekordhalterin im Einhandsegeln macht sich Sorgen um die Weltmeere. Sie befürchtet, dass 2050 mehr Plastikreste als Fische in den Meeren schwimmen würden. So rief ihre Stiftung 2016 die „New Plastics Economy Initiative“ ins Leben; ein dreijähriges Projekt, das Wege zu weniger Plastik aufzeigen soll. Die Ziele sollen durch Innovation, Wiederverwertung und Recycling erreicht werden. Begleitend erschien die gemeinsam mit McKinsey & Company erstellte Studie „The New Plastics Economy – Rethinking the future of plastics“.
Anlässlich des diesjährigen Weltwirtschaftsforums stellt die Ellen MacArthur Foundation nun eine weitere Studie vor. Ziel ist unter anderem eine Steigerung der Recyclingquote von derzeit rund 5 auf 70 Prozent. Den darin enthaltenen Aktionsplan unterstützen mittlerweile mehr als 40 führende Industrieunternehmen.
Industry endorses plan to recycle 70% of plastic packaging globally
The New Plastics Economy: Catalysing action (Download der Studie)