Klimawissen für alle: Englischsprachige Vorlesung startet am 1. Oktober 2017

Anlässlich der Weltklimakonferenz, die im November in Bonn stattfindet, bieten der WWF Deutschland und das Deutsche Klima-Konsortium eine kostenlose Online-Vorlesung zum Thema Klimaschutz an.
Unter den Keyspeakern befindet sich Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Gastwissenschaftler aus Indien, den Malediven und Afrika geben auch den vom Klimawandel direkt betroffenen Ländern in dem Kurs eine authentische Stimme. Als Moderatorin wird Helena Humphrey, Journalistin der deutschen Welle, durch den Klima-Kurs führen.
Die Teilnehmer lernen alles über die Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie über mögliche Handlungsoptionen. Die englischsprachige Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die sich Klimawissen aneignen möchten.
Die Kapitel des Kurses bestehen aus kurzen Videoclips, Quizfragen sowie ergänzenden, interaktiven Lehrmaterialien. Am Ende des Kurses wird ein Zertifikat als Nachweis der Weiterbildung ausgestellt. Teilnehmer können zudem digitale Auszeichnungen, sogenannte Open Badges, erwerben. Dank der Förderung des Auswärtigen Amtes steht der Kurs jedem kostenlos zur Verfügung.

Baden-Württemberg: Wettbewerb „Natur nah dran“

Feld mit MohnblumenDer Naturschutzbund Deutschland e.V. unterstützt jährlich zehn Kommunen in Baden-Würrtemberg mit dem Wettbewerb „Natur nah dran“ bei der Umwandlung von jeweils bis zu fünf Flächen in artenreiche Blumenwiesen oder blühende Wildstaudensäume. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.

Noch bis zum 31. Dezember 2017 können sich Kommunen aus Baden-Württemberg für die Teilnahme an der Wettbewerbsrunde 2018 bewerben. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für eine Bewerbung wurde bewusst gering gehalten. Bewerber müssen lediglich ein Bewerbungsformular, ein kurzes Motivationsschreiben sowie einen Ausschnitt des Ortsplans mit den gekennzeichneten Maßnahmeflächen einsenden. Der Wettbewerb läuft bis 2020 (letzte Bewerbung bis zum 31. Dezember 2019).

Baden-Württemberg fördert Elektromobilität mit Gutscheinen

Elektroauto an einer LadesäuleDas Land Baden-Württemberg fördert die Elektromobilität mit der Vergabe von sogenannten BW-e-Gutscheinen. Profitieren können gemeinnützige Institutionen, Kindertagesstätten, Handwerksbetriebe, Einzelhandelsunternehmen, Bus- und Carsharingunternehmen, Taxibetriebe sowie Fahrschulen. Das Projekt fördert nicht nur die Anschaffung elektrisch angetriebener Autos, Lastwagen und Busse, sondern beispielsweise auch von Lastenrädern, Miet-Pedelecs und Elektrorollern. Neben der Anschaffung können auch Fahrzeugunterhaltungs- und Ladeinfrastrukturkosten bezuschusst werden.

Studie zeigt auf: Neue Diesel nicht klimafreundlicher als Benziner

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es sich bei der Prämisse „Diesel bedeutet Klimaschutz“ um ein Märchen handelt. Zahlen einer jetzt von Transport & Environment vorgelegten Umweltstudie widersprechen den Aussagen der Automobilkonzerne. Neu zugelassene Diesel-PKW produzierten nicht weniger CO2 als Benziner. Bezogen auf die gesamte Betriebsdauer emitierten Diesel sogar mehr klimaschädliche Abgase. Gründe seien die energieintensivere Produktion des Kraftstoffs und der Motoren, höhere Fahrleistungen wegen niedrigerer Literpreise sowie höhere Emissionen durch den beigemischten Biodiesel. Außerdem würden Diesel-Motoren tedenziell eher in großen und schweren Fahrzeugen eingesetzt. Damit scheinen die Aussagen von Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Chef Harald Krüger, dass Diesel zur Erreichung der Klimaziele gebraucht würden, widerlegt.

Botanischer Garten Bochum: Titanenwurz blüht!

Sensation im Botanischen Garten der Ruhr Universität Bochum. Nach 8 Jahren ist es soweit: Die größte und stinkigste Blume der Welt, die Titanenwurz (Amorphophallus titanum), ist erblüht. Der Botanische Garten reagierte mit einer Sonderausstellung und verlängerten Öffnungszeiten (8. bis 11. September).
Am Tag des Aufblühens entfaltet sich die Blütenpracht vom späten Nachmittag bis Mitternacht und hält nur 12 bis 48 Stunden an. Mit einer Höhe von 3 Metern besitzt die Titanenwurz den größten unverzweigten Blütenstand der Welt. Die Pflanze besitzt eine gewaltige unterirdische Knolle, die bei älteren Pflanzen über 100 Kilogramm wiegen kann. Durch die lange Entwicklungszeit wird man nur sehr selten blühende Pflanzen zu Gesicht bekommen. In der Geschichte der Ruhr Universität ist es das erste Mal. In ihrer natürlichen Heimat ist die Titanenwurz durch die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder akut bedroht.

Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg

Das Umweltministerium des Landes und die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) haben den ersten Bericht zu den Folgen des Klimawandels sowie eine Startbilanz zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen veröffentlicht. Der Monitoring-Bericht ist im Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg (KSG) verankert und wird alle drei Jahre fortgeführt.

Sieger im Ideenwettbewerb „Kleine HeldeN! mit großen Taten“ stehen fest

Bei dem landesweiten Wettbewerb können Kinder aus Baden-Württemberg auf spielerische Art die unterschiedlichen Aspekte von Nachhaltigkeit kennenlernen. Umweltstaatssekretär Andre Baumann hat nun die Preisträger ausgezeichnet. Den ersten Preis in Höhe von 1.000 Euro in der Kategorie „Gesundes und nachhaltiges Essen“ erhielt der Johann-Friedrich-Oberlin Kindergarten in Reilingen. In der Kategorie „Tauschen und Teilen“ hat der Waldkindergarten Eichhörnchen e. V. in Tübingen das Rennen gemacht. Mit einem Sonderpreis und 750 Euro wurde die Aktion des VAUDE Kinderhauses in Tettnang gewürdigt.

Grüne Spielstadt in Bonn

Der Wissenschaftsladen Bonn (WILA) ist seit 1999 Träger der Grünen Spielstadt. Das ist ein 4.500 Quadratmeter großes Naturerlebnisgelände im Bonner Stadtteil Dransdorf. Hier können Kinder und Jugendliche die Natur selbst erkunden. Ein großes Echo-Ei, ein Kriechtunnel und meterhohe Weidenskulpturen laden dazu ein, die Natur zu erfahren. Doch nicht nur junge Leute profitieren von der grünen Oase, es werden auch Workshops für Erwachsene angeboten, um beispielsweise die Sinne zu sensibilisieren und das Gefühl für Natürlichkeit und die Naturverbundenheit zu stärken.

Ab Juli wieder Pandas im Berliner Zoo

Am 22. August 2012 starb in Berlin der letzte Große Panda in einem deutschen Zoo. Nach langen Verhandlungen ist es gelungen, ein neues Pandapaar für den Berliner Zoo zu finden. China überlässt ausgewählten Zoos die Tiere unter strengen Bedingungen, in der Regel für 15 Jahre. Im Juli soll es soweit sein und das Pärchen kann einziehen. Das chinesische Forstministerium sieht beim Gehege jedoch noch Nachbesserungsbedarf. Zur Übergabe werden Chinas Präsident Xi Jingping und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Tierschützer protestieren gegen eine erneute Haltung von Pandas in Berlin. Versuche Pandas im Berliner Zoo nachzuzüchten, sind bislang gescheitert.

Mondberge-Projekt gibt neues Magazin heraus

Cover Mondberge-Magazin

Quelle: https://www.mondberge-magazin.de/

2008 zog Andreas Klotz gemeinsam mit einigen Hobby-Fotografen los und erkundete das Ruwenzori-Gebirge („Mondberge“) in Uganda. Ziel war es einen Bildband über das Land und seine letzten Berggorillas zu erstellen. Dass aus dem Projekt weit mehr werden sollte als eine Buchproduktion, ahnte Klotz damals noch nicht. Das Mondberge-Projekt gibt mittlerweile verschiedenste Medienprodukte wie Bücher, Zeitschriften sowie Kalender heraus und veranstaltet Vorträge und Multivisions-Shows.
Jüngstes Produkt des Hauses ist das Mondberge-Magazin, das vierteljährlich erscheint. Die erste Ausgabe erschien am 7. April 2017. Vorrangig behandelt werden Themen des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes. Die LeserInnen werden in Reisereportagen nicht nur in exotische Länder entführt, sondern auch zu Zielen bei uns vor der Haustür. In der Rubrik Zukunftstrends berichtet das Magazin u. a. über umweltfreundliche Technologien und innovative Ideen für den Umwelt- und Klimaschutz. Auffällig ist das große Format und die aufwändige Drucktechnik, die das Magazin fast als Bildband erscheinen lassen.
„Mondberge“ kann im Internet bestellt werden und ist im Zeitschriftenhandel, jedoch nur an Flughäfen und größeren Bahnhöfen erhältlich. Die zweite Ausgabe erscheint Anfang August 2017.
Mit den Einnahmen, die das Mondberge-Projekt erzielt, werden soziale Hilfsprojekte, bei denen der Natur- und Artenschutz im Vordergrund steht, unterstützt. Beispielsweise wird durch Aufklärungsarbeit die Akzeptanz für den Rwenzori Mountains National Park bei der örtlichen Bevölkerung vergrößert. Der Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke konnte als Unterstützer des Mondberge-Projektes gewonnen werden.

Ansicht aus Mondberge-Magazin "Heimat der Berggorillas"