Weltweiter Aktionstag: „Rise for Climate“, 8. September 2018

Am 8. September werden sich weltweit auf Tausenden Demos und Veranstaltungen Menschen versammeln, um von öffentlichen Einrichtungen und lokalen Regierungen zu verlangen, dass sie sich zum Aufbau einer Welt ohne Kohle, Öl und Gas verpflichten. Die Hauptforderung lautet: „Kein Aufschieben mehr, keine Verzögerungen mehr: Die Zeit ist reif für eine Bürger-Energiewende hin zu 100 % Erneuerbaren.“ Die Initiatoren gehen von der Grundannahme aus, dass echter Klimaschutz nur von der Basis aus wachsen kann und lokales Handeln den Weg in eine klimafreundliche Zukunft aufzeigt.

Fraunhofer-Studie: Abrieb von Autoreifen Hauptquelle für Mikroplastik

Autoreifen

© Benjamin Grießmann

Laut einer neuen Studie des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik ist der Abrieb von Autoreifen die wichtigste Quelle von Mikroplastik in Deutschland. Rund ein Drittel der 330.000 Tonnen Mikroplastik, die alljährlich in Deutschland in die Umwelt gelangen, sollen von Autoreifen stammen. Weitere namhafte Quellen seien Produktions- und Transportverluste sowie Kunstrasenplätze.

Durch den Regen werde das Mikroplastik nicht nur in die Kanalisation, sondern auch an andere Stellen in der Umwelt gespült. Kläranlagen könnten 95 Prozent des Mikroplastiks zurückhalten, durch die Nutzung von Klärschlamm gelange es aber auch wieder auf die Felder.

Als Mikroplastik werden Partikel bezeichnet, die maximal fünf Millimeter groß sind. Die Auswirkungen von Mikroplastik auf Menschen ist praktisch nicht untersucht. Es wird befürchtet, dass sich Mikroplastik in der Nahrungskette anreichert. Mikroplastik wurde vielfach in Fisch nachgewiesen. Plastik kann Giftstoffe wie Weichmacher, oder Styrolverbindungen sowie andere Bestandteile enthalten. Viele gelten als krebserregend oder hormonell aktiv.

Quelle: ZDF heute

Buchankündigung: Der Entenmann

Cover Der EntenmannDas Buch „Der Entenmann“ erzählt von Geschichten, die sich hinter einer der skurilsten Tiersammlungen der Welt verbergen. Im Mittelpunkt stehen dabei mysteriöse Todesarten von Tieren. Der Autor und Wissenschaftler Kees Moeliker ist für seine Faszination für Ungewöhnliches und Unwahrscheinliches bekannt. Die LeserInnen erfahren Näheres über den ernsten Hintergrund der skurrilen Geschichten. Mit seinen ungewöhnlichen Geschichten möchte Moelliker das Interesse für die Natur wecken und eine Lanze für den Erhalt von Lebensräumen und Biodiversität brechen.

„Der Entenmann“ erscheint am 7. September 2018 bei Edel Books (ISBN: 3841906109).

Protest gegen geplante Rodungen im Hambacher Forst

Kohlekraftwerk – © Benjamin Grießmann

Kohlekraft in NRW

Die Kohlekommission verhandelt gerade über den Kohleaustieg, der Energiekonzern RWE möchte derweil weiter den Hambacher Forst für den Tagebau abholzen. Das hat den Protest von Umweltschützern auf den Plan gerufen. Sie drohen mit dem Ausstieg aus den Verhandlungen. RWE betont, dass die Abholzungen für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs in den nächsten Jahren erforderlich seien. Der Konzern zeigt sich verwundert, allen Beteiligten sei dieser Umstand klar gewesen. Der BUND widerspricht der Darstellung. Laut der Umweltschutzorganisation könne RWE auch ohne die Rodungen noch jahrelang genug Braunkohle in den Tagebauen Hambach und Garzweiler abbauen.

Greenpeace Fotoshow „Naturwunder Erde“ geht in die letzte Runde

Über 90.000 Zuschauer haben seit Herbst 2013 die Live-Fotoshow „Naturwunder Erde“ von Markus Mauthe gesehen. Im August 2018 macht der Naturfotograf nun ein letztes Mal in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen halt. An zahlreichen Orten der Welt hat er vom Menschen noch weitgehend unberührte und intakte Natur dokumentiert. Mauthe über seine Mission: „Über die Schönheit der Bilder will ich bei den Zuschauern Emotionen wecken, sie begeistern und gleichzeitig sensibilisieren. Ich glaube, dass sich Umweltschutz so am besten vermitteln lässt.“

Ab November 2018 gibt Markus Mauthe mit einer neuen Fotoshow Einblicke in die faszinierende Vielfalt indigener Kulturen.

Ausgeflattert: Report zum Schmetterlingssterben in Österreich

Distelfalter

Distelfalter – © Benjamin Grießmann

Um die Schmetterlinge in Österreich ist es schlecht bestellt. Das berichtet eine Studie, die von gemeinnützigen REWE-Privatstiftung „Blühendes Österreich“ und der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000/Friends of the Earth Austria herausgegeben wird. Unlängst ist der dritte Teil des Reports erschienen.

Der Zustand der Schmetterlings-Fauna ist in allen Teilen des Landes ernüchternd und zum Teil alarmierend. Die Situation hat sich in den letzten zwei Jahren nicht wesentlich verbessert. Als wichtige Ursachen werden die intensive Landwirtschaft mit Insektizid-Einsatz und Monokulturen, aber auch die Lichtverschmutzung und der Flächenbedarf genannt.

Der Report kann in Teilberichten heruntergeladen werden:

Video von Global 2000: https://youtu.be/ydhl9pW94H8

Den Insekten eine Stimme geben

Mit einem außergewöhnlichen Konzert machen die Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker in Zusammenarbeit mit dem WWF auf das Insektensterben aufmerksam. Es ist das erste Konzert, bei dem Insekten gemeinsam mit einem Orchester musizieren. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf kommen unter anderem WWF-Projekten zum Erhalt der Artenvielfalt und der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft zugute.

ALDI Süd-Kampagne zum Schutz von Bienen

Biene

© Benjamin Grießmann

Unter dem Motto „Bienen bringen mehr als Honig“ veranstaltet ALDI Süd eine Kampagne zum Schutz von Bienen. Seit 2016 schließt der Konzern nach eigenen Angaben den Einsatz von acht bienentoxischen Wirkstoffen beim Anbau von deutschem Obst, Gemüse, Kartoffeln und Blumen aus und unterstützt Projekte sowie Kooperationen zur Schaffung von mehr Blühflächen. Außerdem werden eigene Standorte bienenfreundlich gestaltet.

Aktuell werden zum Thema zwei Gewinnspiele veranstaltet, bei denen u.a. Samentüten verlost werden.

GLOBAL 2000: Spenden für eine Zukunft ohne Pestizide

Die Insekten sterben – eine Bedrohung auch für uns Menschen. Insekten sind wichtige Bestäuber und viele Lebensmittel würde es ohne sie nicht geben. Grund sind neben Insektenkrankheiten, Monokulturen und Überdüngung insbesondere auch der übermäßige Einsatz von Pestiziden. Rund jede zehnte Wildbienenart ist in Europa vom Aussterben bedroht.

Die österreichische Naturschutzorganisation GLOBAL 2000 bittet um Spenden für den Kampf für eine pestizidfreie Zukunft

Unglaublich, aber wahr: Flamingos in Deutschland

Flamingo

Flamingo – © Benjamin Grießmann

Nicht im Zoo, sondern in freier Wildbahn hat sich im westlichen Münsterland im Zwillbrocker Venn innerhalb der letzten 25 Jahre eine Flamingo-Kolonie etabliert. Und damit die nördlichste überhaupt; die nächsten Kolonien finden sich in der Camarque in Südfrankreich, in Spanien und Sizilien.
Wie es genau dazu kam, dass sich die subtropischen Vögel im kühlen Norden angesiedelt haben, ist unbekannt. Möglicherweise sind sie aus dem Zoo oder aus Privathaltung entkommen.
Fest steht, dass sie sich im Zwillbrocker Venn so richtig wohl fühlen und eine stabile Kolonie bilden. Forscher der Biologischen Station haben Jungvögel identifiziert, die als Erwachsene wiederkommen und selbst Junge großziehen. Im Winter wechseln die Tiere in ihre nahe gelegenen Quartiere an der niederländischen Küste und kehren Ende März zurück.