Langzeitstudie: Insekten haben dramatisch abgenommen

Schmetterling

© Benjamin Grießmann

Wie Wissenschaftler im Fachmagaziun „Plos One“ berichten, hat die Gesamtmasse der Insekten in Deutschland innerhalb der vergangenen 27 Jahre um mehr als 75 Prozent abgenommen. Die Daten hatten Ehrenamtliche aus Krefeld seit 1989 gesammelt. Sie stellten in verschiedenen Lebensräumen Flugfallen auf. Die Auswertungen haben Caspar Hallmann und seine Mitarbeiter an der Radbout University in Nijmegen, Niederlande durchgeführt. Sie verglichen dabei, wie sich die Biomasse in verschiedenen Gebieten verändert hat. Ergebnis: Der Insektenschwund, der bereits seit längerem vermutet wurde, ist größer als erwartet. Die Wissenschaftler befürchten verheerende Effekte für das Ökosystem und die Landwirtschaft. Insekten helfen nicht nur bei der Pflanzenbestäubung, sondern vertilgen auch Pflanzenschädlinge. Die Ursachen für das Insektensterben sind noch nicht vollständig ergründet. Experten vermuten, dass die intensivierte Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie einer ganzjährigen Bewirtschaftung dem Ökosystem zusetzt. Weitere Forschung ist dringend erforderlich, darin sind sich die Wissenschaftler einig.

TV-Tipp: Neptuns vergessene Kinder, 14.11.2016, 21 Uhr, ARD-alpha

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Sägefische – Neptuns vergessene Kinder, 14.11.2016, 21 Uhr, ARD-alpha