Studie zeigt auf: Neue Diesel nicht klimafreundlicher als Benziner

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es sich bei der Prämisse „Diesel bedeutet Klimaschutz“ um ein Märchen handelt. Zahlen einer jetzt von Transport & Environment vorgelegten Umweltstudie widersprechen den Aussagen der Automobilkonzerne. Neu zugelassene Diesel-PKW produzierten nicht weniger CO2 als Benziner. Bezogen auf die gesamte Betriebsdauer emitierten Diesel sogar mehr klimaschädliche Abgase. Gründe seien die energieintensivere Produktion des Kraftstoffs und der Motoren, höhere Fahrleistungen wegen niedrigerer Literpreise sowie höhere Emissionen durch den beigemischten Biodiesel. Außerdem würden Diesel-Motoren tedenziell eher in großen und schweren Fahrzeugen eingesetzt. Damit scheinen die Aussagen von Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Chef Harald Krüger, dass Diesel zur Erreichung der Klimaziele gebraucht würden, widerlegt.

Nach VW jetzt auch FIAT Crysler?

Nach VW soll nun auch FIAT Crysler Betrugs-Software zur Manipulation von Abgaswerten eingesetzt haben. Diesen Verdacht hegt zumindest die US-Umweltbehörde EPA. Es geht um rund 100.000 Dieselfahrzeuge (SUVs und Pick-up-Trucks). Zum Vergleich: Bei VW waren es rund 600.000 Dieselfahrzeuge in den USA.
Dass auch weitere Autofirmen bei den Abgaswerten getrickst haben, schließen Experten nicht aus.
EPA Notifies Fiat Chrysler of Clean Air Act Violations (EPA)
US-Behörde beschuldigt Fiat Chrysler der Abgasmanipulation (SPIEGEL ONLINE)

Ladestationen für Elektroautos sollen europaweit ausgebaut werden

ElektroautoDie Reichweite gängiger Elektroautos ist mau im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Hinzu kommt, dass ein Ladevorgang viel länger dauert als eine Betankung. Zwei Gründe, warum elektrisch angetriebene Fahrzeuge weniger attraktiv sind. Deutsche Autohersteller wollen dem Problem nun begegnen, indem sie den Ausbau von Schnellladestationen forcieren. Dazu haben sie eine Absichtserklärung unterschrieben. Das Vorhaben beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Im ersten Schritt sollen ab 2017 rund 400 Ladesäulen entlang großer Verkehrsachsen in Europa aufgestellt werden. Bis 2020 sollen es dann schon tausende Stationen sein. Es soll eine leistungsfähige Variante zum Einsatz kommen, mit der die Batterien in rund 30 Minuten aufgeladen werden können. Die Initiative ist nicht die einzige zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Das Bundesverkehrsministerium plant die Aufstellung von 400 Landestationen an Autobahn-Raststellen und die EU hat eine weitere Richtlinie auf den Weg gebracht. Danach soll ab 2019 beim Neubau von Häusern die Installation von Ladeeinrichtungen verpflichtend sein.
Wissmann: Initiative zeigt den enormen Innovations- und Investitionswillen der deutschen Automobilindustrie bei der Elektromobilität (Pressemitteilung VDA)
EU-Plan: Ab 2019 soll Ladestation am Haus Pflicht werden (Automobil Produktion)
Planungshilfe für Ladestationen von E-Autos und E-Bikes in oder an Gebäuden (VDI-Richtlinie)