Baden-Württemberg fördert Elektromobilität mit Gutscheinen

Elektroauto an einer LadesäuleDas Land Baden-Württemberg fördert die Elektromobilität mit der Vergabe von sogenannten BW-e-Gutscheinen. Profitieren können gemeinnützige Institutionen, Kindertagesstätten, Handwerksbetriebe, Einzelhandelsunternehmen, Bus- und Carsharingunternehmen, Taxibetriebe sowie Fahrschulen. Das Projekt fördert nicht nur die Anschaffung elektrisch angetriebener Autos, Lastwagen und Busse, sondern beispielsweise auch von Lastenrädern, Miet-Pedelecs und Elektrorollern. Neben der Anschaffung können auch Fahrzeugunterhaltungs- und Ladeinfrastrukturkosten bezuschusst werden.

Altes Konzept mit Zukunft: Microlino nimmt Anleihe an der Isetta

Sie ist wieder da die gute alte Isetta. Diesmal elektrisch angetrieben und mit Touchscreen. Rund 55 Jahre nach Einstellung der Produktion versucht sich die Schweizer Micro Mobility Systems AG mit dem „Microlino“ an einer Neuauflage des Konzepts. Sparsam, effizient, nachhaltig und Platz sparend soll das Minimal-Automobil sein. Der Slogan „Reduce to the Max“ wird zum Credo erhoben. Quer eingeparkt beansprucht der Microlino kaum Parkfläche. Die nach vorne öffnende Tür erleichtert das Ein- und Aussteigen in Richtung Bürgersteig. Das Auto soll über jede Haushaltssteckdose in vier Stunden aufgeladen sein und mit einer Ladung 120 Kilometer weit fahren können. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h. Voraussichtlich noch Ende 2017 soll der Microlino erhältlich sein. Der Hersteller nennt einen voraussichtlichen Preis von 12.000 Euro und hofft, dass durch lokale Anreizprogramme in den Ländern ein zusätzlicher Kaufanreiz erzeugt werden kann.

Frankreich: Bis zu 200 Euro Zuschuss für E-Bikes/E-Trikes/E-Quads

Frankreich unterstützt seit heute neben E-Autos auch die Anschaffung von E-Bikes, E-Trikes oder E-Quads mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h und modernen Lithium-Ionen-Akkus. Der einmalige Zuschuss beträgt 200 Euro. Das Programm ist zunächst bis Ende Januar 2018 befristet. Die Subventionierung von Elektrofahrzeugen scheint Wirkung zu zeigen. In Norwegen, wo E-Bikes seit Anfang 2016 gefördert werden, hat sich der Umsatz innerhalb eines Jahres fast verdoppelt.

Ladestationen für Elektroautos sollen europaweit ausgebaut werden

ElektroautoDie Reichweite gängiger Elektroautos ist mau im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Hinzu kommt, dass ein Ladevorgang viel länger dauert als eine Betankung. Zwei Gründe, warum elektrisch angetriebene Fahrzeuge weniger attraktiv sind. Deutsche Autohersteller wollen dem Problem nun begegnen, indem sie den Ausbau von Schnellladestationen forcieren. Dazu haben sie eine Absichtserklärung unterschrieben. Das Vorhaben beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Im ersten Schritt sollen ab 2017 rund 400 Ladesäulen entlang großer Verkehrsachsen in Europa aufgestellt werden. Bis 2020 sollen es dann schon tausende Stationen sein. Es soll eine leistungsfähige Variante zum Einsatz kommen, mit der die Batterien in rund 30 Minuten aufgeladen werden können. Die Initiative ist nicht die einzige zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Das Bundesverkehrsministerium plant die Aufstellung von 400 Landestationen an Autobahn-Raststellen und die EU hat eine weitere Richtlinie auf den Weg gebracht. Danach soll ab 2019 beim Neubau von Häusern die Installation von Ladeeinrichtungen verpflichtend sein.
Wissmann: Initiative zeigt den enormen Innovations- und Investitionswillen der deutschen Automobilindustrie bei der Elektromobilität (Pressemitteilung VDA)
EU-Plan: Ab 2019 soll Ladestation am Haus Pflicht werden (Automobil Produktion)
Planungshilfe für Ladestationen von E-Autos und E-Bikes in oder an Gebäuden (VDI-Richtlinie)

zeozweifrei unterwegs: Aushängeschild für nachhaltige Mobilität

ElektroautoDer baden-württembergische Umweltstaatssekretär Andre Baumann hat in Bruchsal 30 Schlüssel für Elektroautos an die Projektträger von „zeozweifrei unterwegs“ übergeben. Das Projekt „zeozweifrei unterwegs“ wird über das Programm Klimaschutz mit System des Landes mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, EFRE, sowie mit Landesmitteln gefördert. Ziel ist die flächendeckende Einrichtung von Carsharing-Stationen und Ladesäulen in der Region. Mit der Inbetriebnahme der ersten 25 Stationen und 30 Fahrzeuge bekomme die Region Bruchsal ein echtes Aushängeschild für nachhaltige Mobilität, erklärte Baumann.
E-Carsharing-Projekt „zeozweifrei unterwegs“ im Großraum Bruchsal startet (Pressemitteilung)

4000 Euro Prämie für den Kauf eines Elektroautos

ElektroautoKäufer von Elektroautos erhalten ab Mai 2016 einen Zuschuss von 4000 Euro, Hybride mit zusätzlichem Verbrennungsmotor werden mit 3000 Euro gefördert. Darauf haben sich Bundesregierung und Autoindustrie verständigt, um die schleppende Nachfrage in Deutschland anzukurbeln. Die Prämie ist umstritten, Kritiker sehen eine direkte Subventionierung der Automobilindustrie. Nicht gelöst seien darüber hinaus die typischen Probleme von Elektroautos wie die geringe Reichweite und lange Ladezeiten, ebenfalls Gründe, die neben den hohen Preisen potenzielle Käufer von einem Kauf abhielten.
Elektromobilität – Informationen des BMVi
Förderung von E-Autos braucht mehr als eine Kaufprämie (VCD)

TV-Tipp: Das Märchen von der Elektromobilität

Ladekabel Renault ZOEDer Film „Das Märchen von der Elektromobilität“ beschäftigt sich mit der Frage, warum die Elektromobilität in Deutschland, trotz anderslautender Bekundungen von Politikern und Autoherstellern, nicht vorankommt. Die Bilanz ist ernüchternd, deutsche Hersteller steigen reihenweise aus der Batterieproduktion aus und Elektromobile sind selten auf deutschen Straßen zu sehen. Es besteht die Vermutung, dass die Industrie Innovationen nicht engagiert genug vorantreibt. Die Doku von Katharina Adami und Josef Streule beleuchtet die Hintergründe.
Das Erste sendet den Film am heutigen Montag, 10.8.2015 um 23:15 Uhr im Rahmen der Reihe „Story im Ersten“.
Sendungsübersicht ARD „Das Märchen von der Elektromobilität“