ADFC enttäuscht: Keine Fahrradstraße in Niederkassel

Die ADFC-Ortsgruppe Niederkassel zeigt sich enttäuscht über die Ablehnung einer Fahrradstraße am Mondorfer Rheinufer. „Man bekommt den Eindruck, dass Niederkassel einfach keine Fahrradstraße kann“, äußerte sich der ADFC-Sprecher Peter Lorscheid. Die Kreispolizeibehörde hatte Bedenken gegen die Ausschilderung einiger Straßen als Fahrradstraße. Dieser Argumentation schlossen sich nun Stadtverwaltung und die im Ausschuss vertretenen Parteien, mit Ausnahme der Grünen, an. Bereits seit 1997 sieht die
Straßenverkehrsordnung als ein Mittel zur Förderung des Radverkehrs die Einrichtung von Fahrradstraßen vor.

Das Fahrrad wird 200 Jahre alt

Fahrräder in AmsterdamAm 12. Juni 1817 überraschte der Erfinder des Fahrrads, Freiherr Karl von Drais, die Öffentlichkeit mit seiner ersten Ausfahrt. So schreibt es jedenfalls das „Badwochenblatt für die großherzogliche Stadt Baden“ vom 29.7.1817. Man war erstaunt, dass Drais die Strecken von „vier Poststunden Wegs in einer Stunde gefahren ist“. Die Fahrt ging damals von Mannheim nach Schwetzingen; „(…) mehrere Kunstliebhaber (hätten sich) von der großen Schnelligkeit dieser sehr interessanten Fahrmaschine überzeugt.“ Und das, obwohl Drais noch ohne Tretkurbel unterwegs war. Die etablierte sich erst Jahrzehnte später. Das Fahrrad entwickelte sich zum Massenverkehrsmittel und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.
Anlässlich des Jubiläums widmen sich viele Veranstaltungen dem Thema Fahrrad. Der ADFC richtet am 11. Juni 2017 in Bonn eine Feier aus. Die Große Landesausstellung Baden-Württemberg rund ums Rad läuft noch bis zum 25. Juni 2017.

Petition „Aufbruch Fahrrad: Verkehrswende für NRW“

Tausende machen sich auf zur Berliner Fahrradsternfahrt 2012Das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad NRW fordert neun Maßnahmen zur Unterstützung der Fahrradmobilität und hat eine Petition ins Leben gerufen. Die Initiatoren fordern zum Beispiel 1000 Kilometer Radschnellwege bis 2030 oder die kostenlose Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr. Ziel ist, dass die Maßnahmen in einem Radverkehrsgesetz NRW verankert werden. Bis 2025 soll der Radverkehrsanteil in NRW auf 25 Prozent erhöht werden.

Studie zu Fahrradhelmen vorgelegt

FahrradhelmIm Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und des Thüringer Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr hat die HFC Human-Factors-Consult GmbH eine Studie zur Bedeutung des Fahrradhelms durchgeführt. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme die Folgen von Fahrradunfällen erheblich abmildern können und damit vielfach Leben retten. Darüber hinaus werden Ansätze zur Erhöhung der Helmtragequote aufgezeigt.

Frankreich: Bis zu 200 Euro Zuschuss für E-Bikes/E-Trikes/E-Quads

Frankreich unterstützt seit heute neben E-Autos auch die Anschaffung von E-Bikes, E-Trikes oder E-Quads mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h und modernen Lithium-Ionen-Akkus. Der einmalige Zuschuss beträgt 200 Euro. Das Programm ist zunächst bis Ende Januar 2018 befristet. Die Subventionierung von Elektrofahrzeugen scheint Wirkung zu zeigen. In Norwegen, wo E-Bikes seit Anfang 2016 gefördert werden, hat sich der Umsatz innerhalb eines Jahres fast verdoppelt.

19. Radreisemesse Bonn

Am 19. März 2017 veranstaltet der ADFC die 19. Radreisemesse in Bonn. Die Veranstaltung bietet eine umfangreiche Vielfalt an Informationen und Aktivitäten rund um das Thema Fahrrad und Reisen. Rund 100 in- und ausländische Aussteller präsentieren sich einem interessierten Publikum.

Lokalzeit: Fahrrad gegen Auto

Dass man in Ballungsräumen mit dem Fahrrad schneller als mit dem Auto sein kann, zeigt ein Beitrag der WDR Lokalzeit. ADFC-Mitglied Michael Hokkeler tritt in einer Wette gegen WDR-Reporter Marc-André Schröter an.

Ein Plakat verschafft sich (saubere) Luft

Werbebildschirm an einer viel befahrenen Kreuzung

Quelle: YouTube

Mit der Kampagne „Zeit für #Mobilwandel“ will das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit humorvollen Plakaten, Videos und Aktionen die Aufmerksamkeit auf die nachhaltige Mobilität lenken. Durch verschiedene Aktionen und Informationsmedien werden Möglichkeiten aufgezeigt, sich nachhaltiger fortzubewegen. Seit Anfang Oktober 2016 wird die Kampagne durch eine weitere Aktion ergänzt. Dazu wurde ein scheinbar gewöhnlicher Werbebildschirm an einer stark befahrenen Verkehrskreuzung aufgestellt. Auf den ersten Blick handelt es sich um Modewerbung, erst nach kurzer Betrachtung entpuppt sich der tatsächliche Hintergrund der Aktion. Durch den Überraschungseffekt erhoffen sich die Initiatoren einen großen Effekt bei Passanten. Konzipiert und umgesetzt wurde die Aktion von der Agentur Tinkerbelle.
Das Video zur Aktion: „Ein Plakat verschafft sich saubere Luft“ (YouTube)
Kampagnenseite „Zeit für #Mobilwandel“ (BMUB)

Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ startet 2016 bereits im Mai

FahrradSeit 2001 motivierten der ADFC und die AOK nach eigenen Angaben rund 1,4 Millionen Menschen, öfter mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ startet dieses Jahr bereits im Mai und läuft bis Ende August. Den Teilnehmern winken zahlreiche Sachpreise. Anmeldungen sind unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de möglich. Die Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“ ist Teil des EU-geförderten Projekts „Bike2Work“, das mit unterschiedlichen Aktionen Berufspendler in 14 Ländern zum Radfahren motivieren soll. Teil des Projekts ist auch eine Betriebsberatung, die Arbeitgeber dabei unterstützt, ihre Unternehmen fahrradfreundlich zu gestalten.
Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“
Homepage „Bike2Work“ (Englisch)

Fahrrad anschließen verboten

Die Stadtwerke Mainz haben an Laternenmasten Verbotsschilder angebracht. Wie SWRInfo berichtet, ist es zukünftig verboten, Fahrräder an die Masten anzuschließen. Kritiker sind entsetzt und sehen das fahrradfreundliche Klima der Stadt gefährdet. Der Stadtwerke-Chef verteidigt das Vorhaben und verweist auf die hohen Schäden, die alljährlich durch die Fahrräder angerichtet würden.
Homepage der Stadt Mainz