Globale Allianz für Kohleausstieg

Großkraftwerk Mannheim

Großkraftwerk Mannheim, © Benjamin Grießmann

Während sich die Sondierer in Deutschland sich noch zieren, haben Großbrittanien und Kanada auf der UN-Klimakonferenz überraschend eine globale Allianz für den Kohleausstieg vorgestellt („Powering Past Coal Alliance“). Mit dabei sind viele weitere Partner, darunter Italien, Frankreich, Österreich, Finnland und Portugal. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, dass der Ausstieg aus der Kohlevertromung einer der wichtigsten Schritte sei, um das 2-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens noch erreichen zu können. Damit gerät Deutschland zunehmend unter Druck. Bei den Jamaika-Sondierungen ist das Thema Kohleausstieg äußerst umstritten.

Inwiefern sich die Ankündigungen der globalen Allianz als substanziell herausstellen und nicht nur als  Luftnummer, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen; und auch inwieweit die wegfallenden Strommengen durch Atomkraft aufgefangen oder tatsächlich die erneuerbaren Energien gefördert und weiterentwickelt werden sollen. Letzteres ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern. Deutschland muss nun aufpassen, den Anschluss an die Zukunft nicht zu verlieren. Experten sehen neben den Folgen für das Klima und der Landschaftszerstörung auch große gesundheitliche Beeinträchtigungen. Dies alles führt letztendlich auch zu wirtschaftlichen Einbußen.