EU fordert von der Autoindustrie niedrigere CO2-Grenzwerte

Verkehr auf der Autobahn A61

© Benjamin Grießmann

Die EU-Kommission hat eine Verschärfung der Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Autos beschlossen. Bis 2030 müssten die Emissionen um 30 Prozent gemindert werden. Die Vorschläge stoßen bei den Autoherstellern auf wenig Gegenliebe. Aber auch die Befürworter strengerer Regelungen sind wenig begeistert. Den Grünen gehen die Schritte nicht weit genug. Sie fordern eine Reduktion von mindestens 60 Prozent. Anderenfalls könnten die Pariser Klimaziele nicht erreicht werden, so die grüne Europa-Abgeordnete Rebecca Harms in einem ZDF-Interview.

Mittelrheinbrücke: Grüne springen über eigenen Schatten

RheinfähreIn der Einigung für die Bildung einer Ampelkoalition in Mainz tragen die Grünen den Bau einer Mittelrheinbrücke mit. Ursprünglich hatten die Grünen die Pläne für den Bau einer Rheinüberquerung blockiert. Nun wurde das politische Gewicht der beiden potenziellen Koalitionspartner zu groß als das man den Widerstand weiter aufrechterhalten konnte. Die Grünen sahen sich zu einem Kompromiss genötigt, wenn sie die Regierungsbeteiligung nicht gefährden wollten. Die Brückengegner der Bürgerinitiative „Rheinpassagen“ haben bereits vehementen Widerstand angekündigt. Neben Lärm und hohen Kosten fürchten sie eine Verdrängung der Fährbetriebe in weiten Bereichen. Außerdem sei die von der UNESCO gewürdigte Kulturlandschaft des Oberen Mittelrheintals durch ein Brückenprojekt gefährdet. Die Befürworter der Bürgerinitiative „Pro Brücke“ fordern hingegen seit langem eine Rheinquerung. Sie erhoffen sich wirtschaftliche Impulse über die Region hinaus.
Die Brücke soll, so sie denn errichtet wird, den Rhein zwischen St. Goar und St. Goarshausen überspannen.
Bürgerinitiative „Pro Brücke“
Bürgerinitiative „Rheinpassagen“
Visualisierung der geplanten Mittelrheinbrücke (loreley.info)