NABU-Protest gegen Ostseetunnel

Der NABU ruft zum Protest gegen den geplanten Ostseetunnel nach Dänemark auf. Die Prognose, dass bis 2030 nur 13.000 Autos und 41 Züge pro Tag den Tunnel queren würden, rechtfertige nicht ein Projekt von diesen Ausmaßen, das nicht nur immens teuer, sondern auch katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt habe. Das Projekt solle als Senktunnel realisiert werden, wobei der Meeresboden aufgerissen werden müsste. Folge sei eine enorme Wassertrübung, die nicht nur den dort lebenden Schweinswalen zum Verhängnis werden könnten. Interessierte haben nun die Möglichkeit eine Protest-Mail an Verkehrsminister Scheuer auf dem NABU-Portal zu unterschreiben.

Der Berg ruft

Die Ausstellung „Der Berg ruft“ erzählt in einzigartigen Bildern und Filmsequenzen über die faszinierende Welt der Berge. Sie zeigt legendäre Erstbesteigungen der berühmtesten Berggipfel unserer Erde und Orte religiöser Verehrung. Höhepunkt ist eine Skulptur des Matterhorns, die im 100 Meter hohen Gasometer Oberhausen richtig zur Geltung kommt. Mittels modernster 3D-Technik wird der Berg im Lauf der Tages- und Jahreszeiten präsentiert. „Der Berg ruft“ läuft noch bis zum 27. Oktober 2019.

Alpen, Blick vom Schneefernerhaus, (c) Benjamin Grießmann

Kretschmann Energiebotschafter von Niederösterreich

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde für seinen Einsatz für den Klimaschutz zum „Energiebotschafter der Energiebewegung Niederösterreichs“ ernannt.

Halbzeit bei „Aufbruch Fahrrad“

Innerhalb der vergangenen sechs Monate hat der ADFC NRW zusammen mit der Kölner Organisation RADKOMM zahlreiche Unterstützer und Partner für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ gewonnen. Finale ist am 2. Juni 2019. Dann sollen die vielen tausend Unterschriftenlisten in Düsseldorf übergeben werden. Mindestens 66.000 Unterschriften sind für eine Lesung im Landtag erforderlich. „Aufbruch Fahrrad“ setzt sich für eine Verkehrswende im Land ein.

EU-Kommission legt Vorschlag für Klimastrategie vor

Die Europäische Kommission hat heute ihren Vorschlag für eine langfristige Klimastrategie der EU veröffentlicht. Bis 2050 sollen demnach die Netto-Treibhausgas-Emissionen auf Null reduziert werden. Das Climate Action Network Europe (CAN Europe) begrüßt die Pläne, äußert aber auch Zweifel daran, dass die Temperaturziele des Pariser Abkommens damit erreicht werden können. Vielmehr müssten die Netto-Emissionen bereits bis 2040 entfallen und die die Klimaziele bis 2030 auf unter 55% verschärft werden, um die schweren Folgen des Klimawandels noch zu verhindern. Laut dem jüngsten IPCC-Bericht sind die nächsten 12 Jahre entscheidend, um den Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen.

CO2-Konzentration auf Rekordniveau

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm. Die Konzentration der klimaverändernden Treibhausgase in der Atmosphäre ist so hoch wie nie. Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor unumkehrbaren Folgen. Es gebe keine Anzeichen für eine Trendumkehr beim Klimawandel. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stieg nach Angaben der WMO 2017 von 403,3 ppm (Teilchen pro Million Teilchen) auf 405,5. Sie lag damit um 46 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit (vor 1750). Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erwartet in einer neuen Studie nicht nur vermehrt Hitzewellen im Sommer, sondern auch starke Kälteeinbrüche in Europa und Nordamerika.

Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ sammelt Unterschriften

Die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ möchte erreichen, dass sich der Landtag in NRW mit Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs beschäftigt. Dazu werden Unterschriften gesammelt.

Wichtigstes Ziel ist die Erhöhung des Radverkehrsanteils von derzeit 8 auf 25 Prozent im Jahr 2025. Die Forderung umfasst die Umsetzung von neun Maßnahmen sowie die Verankerung in einem Fahrradgesetz NRW. Unter anderem sollen 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr geschaffen werden und die Fahrrad-Mitnahme im Nahverkehr kostenlos sein.

Auf der Kampagnenseite können sich Interessierte informieren. An sogenannten Sammelstellen können UnterstützerInnen unterschreiben und weitere Unterschriftenbögen für Sammelaktionen beziehen.

Pilz aus Asien macht Eschen weiterhin zu schaffen

In einigen Teilen Nordrhein-Westfalens sind mehr als 90 Prozent des Eschenbestandes von Pilzen befallen (Hymenoscyphus pseudoalbidus). Folge ist ein dramatisches Absterben der Bäume. Zunächst sind nur die Triebe befallen, danach breitet sich die Krankheit auf den gesamten Baum aus. In öffentlichen Bereichen müssen Bäume gefällt werden, damit sie nicht zum Sicherheitsrisiko werden.
Eine großflächige Bekämpfung der Pilze mit Fungiziden ist nicht möglich. Experten sehen die Nachzüchtung resistenterer Pflanzen als einzige Möglichkeit, dem Baumsterben zu begegnen. Es wird vermutet, dass sich das Problem in den kommenden Jahren noch verschärfen wird. Die Pilze stammen aus Asien und traten in Europa vor rund 30 Jahren zuerst in Skandinavien und Polen auf. Die schnelle Verbreitung der Pilze ist vermutlich eine Folge der Globalisierung.

MOSAiC-Expedition startet 2019

Die Polarstern, Forschungsschiff des Alfred-Wegener-Instituts, wird im Herbst 2019 zu einer bisher einmaligen Polarexpeditionen in die zentrale Arktis aufbrechen. Ziel ist die Sammlung von Klimadaten in der im Winterhalbjahr kaum erreichbaren Region. Die Arktis gilt als Frühwarnsystem für den Klimawandel. Die Auswirkungen von Veränderungen in der Arktis auf den weltweiten Klimawandel sollen damit besser verstanden werden. Insgesamt werden 600 Menschen aus 17 Ländern an der Expedition teilnehmen. Die Polarstern wird bei bis zu -45° Celsius vom arktischen Eis eingeschlossen und muss über Eisbrecher und Flugzeuge versorgt werden. Auf dem Eisschild wird im Umkreis von 50 Kilometern ein ganzes Netzwerk von Messstationen eingerichtet.  Das Budget beträgt über 120 Millionen Euro und wird vor allem über die Helmholtz-Gemeinschaft getragen.

Investition in Radschnellwege lohnend

Dass sich Investitionen in Radschnellwege für die Allgemeinheit lohnen, zeigt eine Kosten-Nutzen-Analyse des geplanten Trambahn-Radschnellwegs in den Niederlanden. Der Reisezeitgewinn wurde in Euro umgerechnet. Dem Radweg könnten jährlich mehr als eine Million Euro Wohlfahrtseffekte gutgeschrieben werden. Die Investitionen von rund fünf Millionen Euro hätten sich in weniger als fünf Jahren amortisiert. Die Untersuchungen wurden von Ernst Bos von Wageningen Research durchgeführt.