Brennelemente aus Deutschland nach Tihange geliefert

Die Städteregion Aachen fühlt sich von der Bundesregierung alleine gelassen. Das umstrittene Atomkraftwerk Tihange in Belgien wurde mit Brennelementen aus Deutschland beliefert. Genehmigt wurde der Transport im Juni 2016 vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), das dem Bundesumweltministerium untersteht. Noch im April 2016 forderte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die vorübergehende Stilllegung der betroffenen Reaktoren.

EU-Behörde ECHA: Glyphosat nicht krebserregend

Die für Chemikalien zuständige EU-Behörde ( ECHA, European Chemicals Agency) stuft Glyphosat in einer heute veröffentlichten Studie als nicht krebserregend ein. Durch diese Einschätzung könnte die Zulassung für das Unkrautvernichtungsmittel in der EU verlängert werden. Die Wirkung von Glyphosat ist hoch umstritten. 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend” ein. Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen wie Greenpeace werfen der ECHA vor, die Gefahren unter den Teppich zu kehren.

Studie zu Fahrradhelmen vorgelegt

FahrradhelmIm Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und des Thüringer Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr hat die HFC Human-Factors-Consult GmbH eine Studie zur Bedeutung des Fahrradhelms durchgeführt. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme die Folgen von Fahrradunfällen erheblich abmildern können und damit vielfach Leben retten. Darüber hinaus werden Ansätze zur Erhöhung der Helmtragequote aufgezeigt.

Fahrradhelme retten Leben und schützen vor Verletzungen (Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg)

Helmstudie Kurzfassung (PDF-Datei)

Helmstudie Langfassung (PDF-Datei)

Greenpeace-Studie: Frauen und Kinder leiden besonders stark unter Fukushima

Laut einer Greenpeace-Studie ist die Zahl der Menschenrechtsverletzungen bei Frauen und Kindern nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi deutlich gestiegen. So sei es zu einem Anstieg körperlicher Gewalt und häuslichen Missbrauchs während des Ausnahmezustands gekommen. Und das, obwohl Japan eine Wohlstandsnation und Unterzeichner von Menschenrechtsabkommen ist. In Japan seien besonders verletzliche Gruppen nach dem Super-Gau nicht ausreichend geschützt worden. Frauen und Kinder litten neben gesundheitlichen insbesondere auch an seelischen sowie finanziellen und sozialen Folgen.

Greenpeace-Studie: Frauen und Kinder leiden besonders stark unter Fukushima (Download in englischer Sprache)

Genfer Autosalon: Spritfresser weit in der Überzahl

Scheinwerfer eines PorscheAuf dem Genfer Autosalon, der gestern eröffnet wurde, beherrschen wie in den Jahren zuvor Sprit fressende Sport- und Luxusmodelle die Szene. Dennoch wird auch viel über alternative Antriebsformen wie Hybrid- und Elektroantrieb gesprochen. Die meisten Autohersteller kündigen den Ausbau ihres Angebots an Elektromobilen an. Die vorgestellten Zukunftsvisionen bildet der Autosalon aber nur schlecht ab. Das zeigt sich auch daran, dass nur 66 der rund 900 ausgestellten Fahrzeuge (Quelle: dpa) bereits das für 2021 ausgegebene CO2-Emissionsziel der EU-Kommission unterstützen.

Geneva International  Motor Show 2017 (Offizielle Homepage)

Verkehrswende – Mobilität der Zukunft (www.greenpeace.de)

Frankreich: Bis zu 200 Euro Zuschuss für E-Bikes/E-Trikes/E-Quads

Frankreich unterstützt seit heute neben E-Autos auch die Anschaffung von E-Bikes, E-Trikes oder E-Quads mit einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h und modernen Lithium-Ionen-Akkus. Der einmalige Zuschuss beträgt 200 Euro. Das Programm ist zunächst bis Ende Januar 2018 befristet. Die Subventionierung von Elektrofahrzeugen scheint Wirkung zu zeigen. In Norwegen, wo E-Bikes seit Anfang 2016 gefördert werden, hat sich der Umsatz innerhalb eines Jahres fast verdoppelt.

Quelle: Frankreich subventioniert E-Bikes – Radeln leicht gemacht (SWR)

SWR-Landesschau: Entspannter fahren mit Strom – Hilfe im E-Bike-Dschungel (inkl. Filmbeitrag)

19. Radreisemesse Bonn

Am 19. März 2017 veranstaltet der ADFC die 19. Radreisemesse in Bonn. Die Veranstaltung bietet eine umfangreiche Vielfalt an Informationen und Aktivitäten rund um das Thema Fahrrad und Reisen. Rund 100 in- und ausländische Aussteller präsentieren sich einem interessierten Publikum.
Webportal der RadReisemesse (ADFC)

Buchtipp: Tiere denken – Richard David Precht

Der Philosoph Richard David Precht hat seine Philosophie der Tiere überarbeitet und neu veröffentlicht. Darin fordert er einen Neuanfang im Mensch-Tier-Verhältmis – mit Rechten für Tiere. Tiere hätten ein Recht sich auf Augenhöhe mit den Menschen zu begegnen.
Die Entfremdung des Menschen von den Tieren habe dramatische Folgen, die sich zum Beispiel in der industriellen Massentierhaltung ausdrückten. Zitat aus Prechts Buch: „Es gibt zwei Kategorien von Tieren. Die eine glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt, und die andere hat darunter zu leiden“.

Richard David Precht
Tiere denken – Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen
€ 22,99, gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-442-31441-6

Untersuchung: Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Baden-Württemberg frei von Gentechnik

Feld mit MohnblumenDas Land Baden-Württemberg führt seit 2004 jährlich in einem Ernte-Monitoring-Programm Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen durch. 2015 und 2016 gab es für keine Pflanzenart Hinweise auf gentechnische Veränderungen. Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk spricht von einem erfreulichen Ergebnis, das den Erfolg der auf den Weg gebrachten Maßnahmen zeige.

Zuständig für die Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen sind das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg bzw. das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg für entsprechende Untersuchungen in Saatgut und Futtermitteln.

Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft

Baden-Württemberg: Keine Gentechnik in heimischen Erzeugnissen (proplanta-Fachportal)

Heimische landwirtschaftliche Erzeugnisse sind gentechnikfrei (Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg)

Neuer Imagefilm online: Entdecke Wildnis!

Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ hat am Dienstag, 1. Febraur 2017, ihren Film „Entdecke Wildnis!“ vor mehr als 250 Gästen auf dem Nationalen Forum für Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums in Berlin vorgestellt. Der Film nimmt das Publikum mit auf eine faszinierende Reise in große deutsche Wildnisgebiete und erbringt in dreieinhalb Minuten den Beweis, wie wild und schön Deutschland sein kann und wie wertvoll Wildnis ist. Ab sofort steht der Film auf der Webseite www.wildnis-in-deutschland.de auch zum Download bereit. Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ wird von 16 Naturschutzorganisationen, zahlreichen Expertinnen und Experten sowie dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz unterstützt. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) koordiniert die Aktivitäten.
[Quelle: Pressemitteilung, 1.2.2017, Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.]

Wildnis in Deutschland: Weitere Hintergrundinformationen

Wildnis in Deutschland: Imagefilm auf Youtube

Wildnis in Deutschland: Fotos zum Making of