Wolfprävention Baden-Württemberg: Ab Juni Elektrozäune Voraussetzung für Entschädigungen von Nutztierhaltern

Laut einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Baden-Württemberg werden aktuell noch Eigentümer, deren Nutztiere Opfer eines Wolfes wurden, unbürokratisch entschädigt; auch wenn ihre Tiere unzureichend geschützt waren.

Das Umweltministerium weist nun darauf hin, dass eine Entschädigung bei unzureichend geschützten Tieren nur noch bis Ende Mai 2019 gezahlt wird. Ab diesem Zeitpunkt ist eine lückenlose Elektroumzäunung in einer Höhe von mindestens 90 Zentimetern Voraussetzung für Entschädigungszahlungen.

Richter stoppen vorläufig die Rodung des Hambacher Forsts, BUND jubelt

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Rodungsarbeiten im Hambacher Forst vorläufig gestoppt. Die Richter entsprachen damit einem Eilantrag des Umweltverbandes BUND. Laut einer Pressemitteilung des Gerichts müsse – bevor vollendete Tatsachen geschaffen würden – geklärt werden, ob das Gebiet der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) unterstehe. Das in dieser Sache beim Verwaltungsgericht Köln anhängige Verfahren müsse zunächst abgewartet werden. Vertreter des BUND sprechen von einem großen Erfolg und vom Anfang des Endes der Braunkohleförderung. 

Ausgeflattert: Report zum Schmetterlingssterben in Österreich

Distelfalter

Distelfalter – © Benjamin Grießmann

Um die Schmetterlinge in Österreich ist es schlecht bestellt. Das berichtet eine Studie, die von gemeinnützigen REWE-Privatstiftung „Blühendes Österreich“ und der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000/Friends of the Earth Austria herausgegeben wird. Unlängst ist der dritte Teil des Reports erschienen.

Der Zustand der Schmetterlings-Fauna ist in allen Teilen des Landes ernüchternd und zum Teil alarmierend. Die Situation hat sich in den letzten zwei Jahren nicht wesentlich verbessert. Als wichtige Ursachen werden die intensive Landwirtschaft mit Insektizid-Einsatz und Monokulturen, aber auch die Lichtverschmutzung und der Flächenbedarf genannt.

Der Report kann in Teilberichten heruntergeladen werden:

Video von Global 2000: https://youtu.be/ydhl9pW94H8

Den Insekten eine Stimme geben

Mit einem außergewöhnlichen Konzert machen die Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker in Zusammenarbeit mit dem WWF auf das Insektensterben aufmerksam. Es ist das erste Konzert, bei dem Insekten gemeinsam mit einem Orchester musizieren. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf kommen unter anderem WWF-Projekten zum Erhalt der Artenvielfalt und der Förderung nachhaltiger Landwirtschaft zugute.

ALDI Süd-Kampagne zum Schutz von Bienen

Biene

© Benjamin Grießmann

Unter dem Motto „Bienen bringen mehr als Honig“ veranstaltet ALDI Süd eine Kampagne zum Schutz von Bienen. Seit 2016 schließt der Konzern nach eigenen Angaben den Einsatz von acht bienentoxischen Wirkstoffen beim Anbau von deutschem Obst, Gemüse, Kartoffeln und Blumen aus und unterstützt Projekte sowie Kooperationen zur Schaffung von mehr Blühflächen. Außerdem werden eigene Standorte bienenfreundlich gestaltet.

Aktuell werden zum Thema zwei Gewinnspiele veranstaltet, bei denen u.a. Samentüten verlost werden.

GLOBAL 2000: Spenden für eine Zukunft ohne Pestizide

Die Insekten sterben – eine Bedrohung auch für uns Menschen. Insekten sind wichtige Bestäuber und viele Lebensmittel würde es ohne sie nicht geben. Grund sind neben Insektenkrankheiten, Monokulturen und Überdüngung insbesondere auch der übermäßige Einsatz von Pestiziden. Rund jede zehnte Wildbienenart ist in Europa vom Aussterben bedroht.

Die österreichische Naturschutzorganisation GLOBAL 2000 bittet um Spenden für den Kampf für eine pestizidfreie Zukunft

Zählen, was zählt: Insektensommer beim NABU

Erdhummel

Erdhummel – © Benjamin Grießmann

Bisher konnten sich NaturschützerInnen an den Vogelzählaktionen des NABU „Stunde der Garten- bzw. Wintervögel“ beteiligen. In diesem Jahr neu hinzugekommen ist der „Insektensommer“. In der bundesweiten Meldeaktion sollen vom 1. bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August Individuen bestimmter Insektenarten innerhalb einer Stunde gezählt werden. Dabei soll bei mobilen Arten die größte gleichzeitig anwesende Zahl von Tieren erfasst werden und nicht die Summe der Einzelbeobachtungen. So vermeidet man Doppelzählungen. Der NABU möchte mit der Aktion auf die wichtige Rolle der Insekten für unser Ökosystem aufmerksam machen und einen Beitrag zum Schutz leisten.

Ergebnisse Stunde der Wintervögel 2018

Amsel

© Benjamin Grießmann

Vom 5. bis 7. Januar riefen NABU und LBV zum achten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Bis zum Teilnahmeschluss hatten mehr als 123.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde aus 83.000 Gärten rund 3,2 Millionen Vögel gemeldet. Auf einer interaktiven Karte können nun die detaillierten Beobachtungsergebnisse eingesehen werden.

Verhaltenstipps bei Begegnung mit einem Wolf

Eine direkte Begegnung zwischen Mensch und Wolf ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat auf seiner Homepage Verhaltenstipps bei Begegnungen mit einem Wolf zusammengestellt. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad Wölfen begegnet, sollte auf sich aufmerksam machen und sich langsam entfernen.

Langzeitstudie: Insekten haben dramatisch abgenommen

Schmetterling

© Benjamin Grießmann

Wie Wissenschaftler im Fachmagaziun „Plos One“ berichten, hat die Gesamtmasse der Insekten in Deutschland innerhalb der vergangenen 27 Jahre um mehr als 75 Prozent abgenommen. Die Daten hatten Ehrenamtliche aus Krefeld seit 1989 gesammelt. Sie stellten in verschiedenen Lebensräumen Flugfallen auf. Die Auswertungen haben Caspar Hallmann und seine Mitarbeiter an der Radbout University in Nijmegen, Niederlande durchgeführt. Sie verglichen dabei, wie sich die Biomasse in verschiedenen Gebieten verändert hat. Ergebnis: Der Insektenschwund, der bereits seit längerem vermutet wurde, ist größer als erwartet. Die Wissenschaftler befürchten verheerende Effekte für das Ökosystem und die Landwirtschaft. Insekten helfen nicht nur bei der Pflanzenbestäubung, sondern vertilgen auch Pflanzenschädlinge. Die Ursachen für das Insektensterben sind noch nicht vollständig ergründet. Experten vermuten, dass die intensivierte Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie einer ganzjährigen Bewirtschaftung dem Ökosystem zusetzt. Weitere Forschung ist dringend erforderlich, darin sind sich die Wissenschaftler einig.