Verhaltenstipps bei Begegnung mit einem Wolf

Eine direkte Begegnung zwischen Mensch und Wolf ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat auf seiner Homepage Verhaltenstipps bei Begegnungen mit einem Wolf zusammengestellt. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad Wölfen begegnet, sollte auf sich aufmerksam machen und sich langsam entfernen.

Langzeitstudie: Insekten haben dramatisch abgenommen

Schmetterling

© Benjamin Grießmann

Wie Wissenschaftler im Fachmagaziun „Plos One“ berichten, hat die Gesamtmasse der Insekten in Deutschland innerhalb der vergangenen 27 Jahre um mehr als 75 Prozent abgenommen. Die Daten hatten Ehrenamtliche aus Krefeld seit 1989 gesammelt. Sie stellten in verschiedenen Lebensräumen Flugfallen auf. Die Auswertungen haben Caspar Hallmann und seine Mitarbeiter an der Radbout University in Nijmegen, Niederlande durchgeführt. Sie verglichen dabei, wie sich die Biomasse in verschiedenen Gebieten verändert hat. Ergebnis: Der Insektenschwund, der bereits seit längerem vermutet wurde, ist größer als erwartet. Die Wissenschaftler befürchten verheerende Effekte für das Ökosystem und die Landwirtschaft. Insekten helfen nicht nur bei der Pflanzenbestäubung, sondern vertilgen auch Pflanzenschädlinge. Die Ursachen für das Insektensterben sind noch nicht vollständig ergründet. Experten vermuten, dass die intensivierte Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie einer ganzjährigen Bewirtschaftung dem Ökosystem zusetzt. Weitere Forschung ist dringend erforderlich, darin sind sich die Wissenschaftler einig.

Star ist Vogel des Jahres 2018

Bekannt ist der Star durch seine Fähigkeit Umgebungsgeräusche in seinen Gesang einbauen zu können. Manche Vogelbeobachter berichten gar, dass Töne von Smartphones, Alarmanlagen oder Motorengeräusche nachgeahmt werden. So vertraut und verbreitet der Vogel ist, sein Bestand nahm in den letzten Jahren kontinuierlich ab. Grund genug für die Jury „Sturnus vulgaris“ zum Vogel des Jahres 2018 zu erklären.
Der Höhlenbrüter und Insektenfresser ist gefährdet. Immer weniger alte Bäume und die zunehmende Versiegelung von Häusern führen zu einem knappen Nistplatzangebot. Hinzu kommt der Nahrungsmangel; ausgelöst durch die intensive Landwirtschaft, die mit Monokulturen und Spritzmitteln der Nahrungsquelle des Stars zusetzt.
Der Vogel des Jahres wird seit 1971 in einer gemeinsam vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) getragenen Kampagne ausgerufen.

Zug der Kaiseradler kann online verfolgt werden

Der Naturschutzbund Deutschland NABU unterstützt seit einigen Jahren die Artenvielfalt in der mittleren Wolga-Region. Beteiligt ist er auch am Projekt „Schutz der Wolga-Population des Östlichen Kaiseradlers in der Region Uljanovsk“, das vom regionalen Naturschutzministerium ins Leben gerufen wurde. Nun haben der NABU und der russische Vogelschutzbund (RCBU) fünf Jungtiere mit GPS-Sendern ausgestattet. Sie wollen das Zugverhalten der bedrohten Vögel erforschen. Der spannende Zug der Kaiseradler kann mit einer Zeitverzögerung von einem Tag auf einer Karte online verfolgt werden.

Baden-Württemberg: Wettbewerb „Natur nah dran“

Feld mit Mohnblumen

© Benjamin Grießmann

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. unterstützt jährlich zehn Kommunen in Baden-Würrtemberg mit dem Wettbewerb „Natur nah dran“ bei der Umwandlung von jeweils bis zu fünf Flächen in artenreiche Blumenwiesen oder blühende Wildstaudensäume. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.

Noch bis zum 31. Dezember 2017 können sich Kommunen aus Baden-Württemberg für die Teilnahme an der Wettbewerbsrunde 2018 bewerben. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für eine Bewerbung wurde bewusst gering gehalten. Bewerber müssen lediglich ein Bewerbungsformular, ein kurzes Motivationsschreiben sowie einen Ausschnitt des Ortsplans mit den gekennzeichneten Maßnahmeflächen einsenden. Der Wettbewerb läuft bis 2020 (letzte Bewerbung bis zum 31. Dezember 2019).

Ab Juli wieder Pandas im Berliner Zoo

Am 22. August 2012 starb in Berlin der letzte Große Panda in einem deutschen Zoo. Nach langen Verhandlungen ist es gelungen, ein neues Pandapaar für den Berliner Zoo zu finden. China überlässt ausgewählten Zoos die Tiere unter strengen Bedingungen, in der Regel für 15 Jahre. Im Juli soll es soweit sein und das Pärchen kann einziehen. Das chinesische Forstministerium sieht beim Gehege jedoch noch Nachbesserungsbedarf. Zur Übergabe werden Chinas Präsident Xi Jingping und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Tierschützer protestieren gegen eine erneute Haltung von Pandas in Berlin. Versuche Pandas im Berliner Zoo nachzuzüchten, sind bislang gescheitert.

Mondberge-Projekt gibt neues Magazin heraus

Cover Mondberge-Magazin

Quelle: https://www.mondberge-magazin.de/

2008 zog Andreas Klotz gemeinsam mit einigen Hobby-Fotografen los und erkundete das Ruwenzori-Gebirge („Mondberge“) in Uganda. Ziel war es einen Bildband über das Land und seine letzten Berggorillas zu erstellen. Dass aus dem Projekt weit mehr werden sollte als eine Buchproduktion, ahnte Klotz damals noch nicht. Das Mondberge-Projekt gibt mittlerweile verschiedenste Medienprodukte wie Bücher, Zeitschriften sowie Kalender heraus und veranstaltet Vorträge und Multivisions-Shows.
Jüngstes Produkt des Hauses ist das Mondberge-Magazin, das vierteljährlich erscheint. Die erste Ausgabe erschien am 7. April 2017. Vorrangig behandelt werden Themen des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes. Die LeserInnen werden in Reisereportagen nicht nur in exotische Länder entführt, sondern auch zu Zielen bei uns vor der Haustür. In der Rubrik Zukunftstrends berichtet das Magazin u. a. über umweltfreundliche Technologien und innovative Ideen für den Umwelt- und Klimaschutz. Auffällig ist das große Format und die aufwändige Drucktechnik, die das Magazin fast als Bildband erscheinen lassen.
„Mondberge“ kann im Internet bestellt werden und ist im Zeitschriftenhandel, jedoch nur an Flughäfen und größeren Bahnhöfen erhältlich. Die zweite Ausgabe erscheint Anfang August 2017.
Mit den Einnahmen, die das Mondberge-Projekt erzielt, werden soziale Hilfsprojekte, bei denen der Natur- und Artenschutz im Vordergrund steht, unterstützt. Beispielsweise wird durch Aufklärungsarbeit die Akzeptanz für den Rwenzori Mountains National Park bei der örtlichen Bevölkerung vergrößert. Der Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke konnte als Unterstützer des Mondberge-Projektes gewonnen werden.

NABU: Zehn erfolgreiche Jahre „Lebensraum Kirchturm“

Vor zehn Jahren startete der Naturschutzbund Deutschland e.V. die Aktion „Lebensraum Kirchturm“. In diesem Zeitraum wurden mehr als 1.000 Kirchen, die ihren Turm für Falken, Fledermäuse & Co. geöffnet und so dringend benötigten Wohn- und Lebensraum für bedrohten Arten geschaffen haben, ausgezeichnet. 212 der besonders gastfreundlichen Kirchen liegen in Baden-Württemberg. Damit belegt das Bundesland den ersten Platz.

Mitmachen! Aktion „#LivingLand – Gib Dein JA einer besseren Landwirtschaft für Mensch und Natur“

Noch bis Anfang Mai können EU-Bürger ihre Stimme über die Verteilung von 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben. Um die Teilnahme an der Befragung zu erleichtern, bietet der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) im Rahmen der Initiative LivingLand eine Online-Beteiligungshilfe an. Die eingegebenen Daten werden an EU-Agrarkommissar Phil Hogan zusammen mit fünf vorformulierten Fragen zur Agrarreform übermittelt. Auf der Landingpage zu LivingLand können Sie sich über weitere wichtige Fragen informieren. Die Initiative LivingLand wird getragen von BirdLife Europe, dem Europäischen Umweltbüro (EEB) und dem WWF Europe.

EU-Behörde ECHA: Glyphosat nicht krebserregend

Die für Chemikalien zuständige EU-Behörde ( ECHA, European Chemicals Agency) stuft Glyphosat in einer heute veröffentlichten Studie als nicht krebserregend ein. Durch diese Einschätzung könnte die Zulassung für das Unkrautvernichtungsmittel in der EU verlängert werden. Die Wirkung von Glyphosat ist hoch umstritten. 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend” ein. Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen wie Greenpeace werfen der ECHA vor, die Gefahren unter den Teppich zu kehren.