Baden-Württemberg: Wettbewerb „Natur nah dran“

Feld mit MohnblumenDer Naturschutzbund Deutschland e.V. unterstützt jährlich zehn Kommunen in Baden-Würrtemberg mit dem Wettbewerb „Natur nah dran“ bei der Umwandlung von jeweils bis zu fünf Flächen in artenreiche Blumenwiesen oder blühende Wildstaudensäume. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.

Noch bis zum 31. Dezember 2017 können sich Kommunen aus Baden-Württemberg für die Teilnahme an der Wettbewerbsrunde 2018 bewerben. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für eine Bewerbung wurde bewusst gering gehalten. Bewerber müssen lediglich ein Bewerbungsformular, ein kurzes Motivationsschreiben sowie einen Ausschnitt des Ortsplans mit den gekennzeichneten Maßnahmeflächen einsenden. Der Wettbewerb läuft bis 2020 (letzte Bewerbung bis zum 31. Dezember 2019).

Ab Juli wieder Pandas im Berliner Zoo

Am 22. August 2012 starb in Berlin der letzte Große Panda in einem deutschen Zoo. Nach langen Verhandlungen ist es gelungen, ein neues Pandapaar für den Berliner Zoo zu finden. China überlässt ausgewählten Zoos die Tiere unter strengen Bedingungen, in der Regel für 15 Jahre. Im Juli soll es soweit sein und das Pärchen kann einziehen. Das chinesische Forstministerium sieht beim Gehege jedoch noch Nachbesserungsbedarf. Zur Übergabe werden Chinas Präsident Xi Jingping und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Tierschützer protestieren gegen eine erneute Haltung von Pandas in Berlin. Versuche Pandas im Berliner Zoo nachzuzüchten, sind bislang gescheitert.

Mondberge-Projekt gibt neues Magazin heraus

Cover Mondberge-Magazin

Quelle: https://www.mondberge-magazin.de/

2008 zog Andreas Klotz gemeinsam mit einigen Hobby-Fotografen los und erkundete das Ruwenzori-Gebirge („Mondberge“) in Uganda. Ziel war es einen Bildband über das Land und seine letzten Berggorillas zu erstellen. Dass aus dem Projekt weit mehr werden sollte als eine Buchproduktion, ahnte Klotz damals noch nicht. Das Mondberge-Projekt gibt mittlerweile verschiedenste Medienprodukte wie Bücher, Zeitschriften sowie Kalender heraus und veranstaltet Vorträge und Multivisions-Shows.
Jüngstes Produkt des Hauses ist das Mondberge-Magazin, das vierteljährlich erscheint. Die erste Ausgabe erschien am 7. April 2017. Vorrangig behandelt werden Themen des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes. Die LeserInnen werden in Reisereportagen nicht nur in exotische Länder entführt, sondern auch zu Zielen bei uns vor der Haustür. In der Rubrik Zukunftstrends berichtet das Magazin u. a. über umweltfreundliche Technologien und innovative Ideen für den Umwelt- und Klimaschutz. Auffällig ist das große Format und die aufwändige Drucktechnik, die das Magazin fast als Bildband erscheinen lassen.
„Mondberge“ kann im Internet bestellt werden und ist im Zeitschriftenhandel, jedoch nur an Flughäfen und größeren Bahnhöfen erhältlich. Die zweite Ausgabe erscheint Anfang August 2017.
Mit den Einnahmen, die das Mondberge-Projekt erzielt, werden soziale Hilfsprojekte, bei denen der Natur- und Artenschutz im Vordergrund steht, unterstützt. Beispielsweise wird durch Aufklärungsarbeit die Akzeptanz für den Rwenzori Mountains National Park bei der örtlichen Bevölkerung vergrößert. Der Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke konnte als Unterstützer des Mondberge-Projektes gewonnen werden.

Ansicht aus Mondberge-Magazin "Heimat der Berggorillas"

NABU: Zehn erfolgreiche Jahre „Lebensraum Kirchturm“

Vor zehn Jahren startete der Naturschutzbund Deutschland e.V. die Aktion „Lebensraum Kirchturm“. In diesem Zeitraum wurden mehr als 1.000 Kirchen, die ihren Turm für Falken, Fledermäuse & Co. geöffnet und so dringend benötigten Wohn- und Lebensraum für bedrohten Arten geschaffen haben, ausgezeichnet. 212 der besonders gastfreundlichen Kirchen liegen in Baden-Württemberg. Damit belegt das Bundesland den ersten Platz.

Mitmachen! Aktion „#LivingLand – Gib Dein JA einer besseren Landwirtschaft für Mensch und Natur“

Noch bis Anfang Mai können EU-Bürger ihre Stimme über die Verteilung von 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben. Um die Teilnahme an der Befragung zu erleichtern, bietet der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) im Rahmen der Initiative LivingLand eine Online-Beteiligungshilfe an. Die eingegebenen Daten werden an EU-Agrarkommissar Phil Hogan zusammen mit fünf vorformulierten Fragen zur Agrarreform übermittelt. Auf der Landingpage zu LivingLand können Sie sich über weitere wichtige Fragen informieren. Die Initiative LivingLand wird getragen von BirdLife Europe, dem Europäischen Umweltbüro (EEB) und dem WWF Europe.

EU-Behörde ECHA: Glyphosat nicht krebserregend

Die für Chemikalien zuständige EU-Behörde ( ECHA, European Chemicals Agency) stuft Glyphosat in einer heute veröffentlichten Studie als nicht krebserregend ein. Durch diese Einschätzung könnte die Zulassung für das Unkrautvernichtungsmittel in der EU verlängert werden. Die Wirkung von Glyphosat ist hoch umstritten. 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend” ein. Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen wie Greenpeace werfen der ECHA vor, die Gefahren unter den Teppich zu kehren.

Neuer Imagefilm online: Entdecke Wildnis!

Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ hat am Dienstag, 1. Febraur 2017, ihren Film „Entdecke Wildnis!“ vor mehr als 250 Gästen auf dem Nationalen Forum für Biologische Vielfalt des Bundesumweltministeriums in Berlin vorgestellt. Der Film nimmt das Publikum mit auf eine faszinierende Reise in große deutsche Wildnisgebiete und erbringt in dreieinhalb Minuten den Beweis, wie wild und schön Deutschland sein kann und wie wertvoll Wildnis ist. Ab sofort steht der Film auf der Webseite www.wildnis-in-deutschland.de auch zum Download bereit. Die Initiative „Wildnis in Deutschland“ wird von 16 Naturschutzorganisationen, zahlreichen Expertinnen und Experten sowie dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz unterstützt. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) koordiniert die Aktivitäten.
[Quelle: Pressemitteilung, 1.2.2017, Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.]

Wildnis in Deutschland: Weitere Hintergrundinformationen

Wildnis in Deutschland: Imagefilm auf Youtube

Wildnis in Deutschland: Fotos zum Making of

TV-Tipp: Hart aber fair mit NABU-Präsident Olaf Tschimpke

Am Montag (23. Januar 2017, 21 Uhr, ARD) ist NABU-Präsident Olaf Tschimpke zu Gast in der Talk-Sendung „Hart aber fair“. Themen der Sendung sind Infrastrukturprojekte versus Artenschutz mit dem Fokus auf Windenergie, Wolf, Wald und Klagen der Umweltverbände. Mit dabei sind u.a. Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin sowie Enoch zu Guttenberg, Mitbegründer des BUND (inzwischen ausgetreten) und erklärter Windkraftgegner.
Hart aber fair: Mensch raus, Wolf rein – wie viel Naturschutz verträgt unser Land? (Sendung vom 23. Januar 2017, ARD-Mediathek)

NABU und LBV rufen zur Zählung auf: Stunde der Wintervögel 2017

Ab heute heißt es wieder: Vögel zählen! Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. rufen vom 6. bis 8. Januar 2017 wieder zur alljährlichen Zählung von Wintervögeln auf. Jeder kann mitmachen: Beobachtungspunkt auswählen und innerhalb der Beobachtungsstunde notieren, wie viele Individuen der anwesenden Vogelarten maximal gleichzeitig zu beobachten waren. Die Ergebnisse können an den NABU geschickt werden. Die Auswertung ist in diesem Jahr besonders spannend, nachdem es sehr viele Meldungen über einen Schwund von Singvögeln gab.
NABU: Stunde der Wintervögel 2017
LBV: Stunde der Wintervögel 2017

Windenergie und Artenschutz: Verbreitungskarten zu Wanderfalke und Uhu aktualisiert

Die Karten zur Brutverbreitung von Wanderfalke und Uhu in Baden-Württemberg stehen in einer aktualisierten Fassung zur Verfügung (Nachweise aus den Jahren 2011 bis 2015). Die Kartengrundlagen wurden von der  Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz im NABU erarbeitet.
Verbreitungskarten Artenvorkommen (LUBW)
Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz Baden-Württemberg