Botanischer Garten Bochum: Titanenwurz blüht!

Sensation im Botanischen Garten der Ruhr Universität Bochum. Nach 8 Jahren ist es soweit: Die größte und stinkigste Blume der Welt, die Titanenwurz (Amorphophallus titanum), ist erblüht. Der Botanische Garten reagierte mit einer Sonderausstellung und verlängerten Öffnungszeiten (8. bis 11. September).
Am Tag des Aufblühens entfaltet sich die Blütenpracht vom späten Nachmittag bis Mitternacht und hält nur 12 bis 48 Stunden an. Mit einer Höhe von 3 Metern besitzt die Titanenwurz den größten unverzweigten Blütenstand der Welt. Die Pflanze besitzt eine gewaltige unterirdische Knolle, die bei älteren Pflanzen über 100 Kilogramm wiegen kann. Durch die lange Entwicklungszeit wird man nur sehr selten blühende Pflanzen zu Gesicht bekommen. In der Geschichte der Ruhr Universität ist es das erste Mal. In ihrer natürlichen Heimat ist die Titanenwurz durch die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder akut bedroht.

NABU und LBV rufen zur Zählung auf: Stunde der Wintervögel 2017

Ab heute heißt es wieder: Vögel zählen! Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. rufen vom 6. bis 8. Januar 2017 wieder zur alljährlichen Zählung von Wintervögeln auf. Jeder kann mitmachen: Beobachtungspunkt auswählen und innerhalb der Beobachtungsstunde notieren, wie viele Individuen der anwesenden Vogelarten maximal gleichzeitig zu beobachten waren. Die Ergebnisse können an den NABU geschickt werden. Die Auswertung ist in diesem Jahr besonders spannend, nachdem es sehr viele Meldungen über einen Schwund von Singvögeln gab.
NABU: Stunde der Wintervögel 2017
LBV: Stunde der Wintervögel 2017

Windenergie und Artenschutz: Verbreitungskarten zu Wanderfalke und Uhu aktualisiert

Die Karten zur Brutverbreitung von Wanderfalke und Uhu in Baden-Württemberg stehen in einer aktualisierten Fassung zur Verfügung (Nachweise aus den Jahren 2011 bis 2015). Die Kartengrundlagen wurden von der  Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz im NABU erarbeitet.
Verbreitungskarten Artenvorkommen (LUBW)
Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz Baden-Württemberg

Osiris Rex auf der Suche nach Bausteinen des Lebens

Gibt es auf dem Asteroiden Bennu Stoffe, die für den Ursprung des Lebens notwendig sind? Diese Frage soll eine NASA-Mission klären. Die NASA-Sonde Osiris Rex ist heute Nacht zu einer mehrjährigen Reise zu dem nur 500 Meter großen Asteroiden gestartet. Dort soll sie nach einer umfangreichen Vermessung des Himmelskörpers Proben sammeln und auf die Erde zurückbringen. Sofern alles wie geplant klappt, wird der 4,5 Milliarden alte Staub im Jahr 2023 auf der Erde ankommen. Die Wissenschaftler erhoffen sich den Nachweis von organischem Kohlenstoff, was die Theorie unterstützen würde, dass Asteroiden die ersten Möleküle des Lebens auf die Erde brachten.
Informationen zu Osiris Rex auf der NASA-Website (Englisch)
Astrobiology at NASA: Osiris Rex (Englisch)
Ursuppe: Meteoriten brachten DNA-Bausteine – Zahlreiche verschiedene Basen der Erbmoleküle in Proben entdeckt (scienexx)
Michael P. Callahan et al.: Carbonaceous meteorites contain a wide range of extraterrestrial nucleobases

Mars-Mission sucht nach Leben auf dem roten Planeten

Pünktlich um 10:31 Uhr hob heute eine Trägerrakete vom Weltraumbahnhof in Baikonur ab. Das Ziel der Forschungsmission: Unser Nachbarplanet Mars. Es soll untersucht werden, ob es Leben in Form kleiner Mikroben auf dem Mars gibt. Ein Indiz kleinster Lebensformen könnte die Existenz von Methan auf dem roten Planeten sein. Allerdings könnte das Gas auch vulkanischen Ursprungs sein. Bis erste Ergebnisse feststehen, werden aber noch Jahre ins Land gehen. Die Reise zum Mars dauert viele Monate. Heute wurde aber ein erster erfolgreicher Schritt getan. Die Mitarbeiter der ESA, die die Mission von Darmstadt aus steuern, zeigten sich hochzufrieden mit dem Start.
ESA Mars Express

Welt-Pangolintag, 20. Februar 2016

Im Leipziger Zoo leben die einzigen beiden Pangoline des europäischen Kontinents. Wegen ihrer speziellen Ernährungsweise sind die Tiere nicht einfach in zoologischen Gärten zu halten. Die natürliche Heimat der Schuppentiere, wie Pangoline auch genannt werden, liegt in Ost-, Süd- und Südostasien sowie in Afrika südlich der Sahara.
Pangoline sind stark bedroht; darauf machen Naturschutzorganisationen wie Rettet den Regenwald e.V. oder der WWF anlässlich des Welt-Pangolintages am 20. Februar 2016 aufmerksam. Hauptursache für die Bedrohung der Tiere ist die Jagd. Das Fleisch gilt als exotische Spezialität und Körperteile werden in der traditionellen Chinesischen Medizin und bei rituellen Bräuchen verwendet.
Rettet den Regenwald e.V. sammelt im Rahmen einer Petition Unterschriften, die an die Botschaften von China und Vietnam übergeben werden sollen. Am Samstag 20. Februar 2016 können sich Besucher des Leipziger Zoos ausführlich über Schuppentiere informieren und zwischen 10:30 Uhr und 16:00 Uhr Fragen an Vertreter des Vereins stellen (Elefantentempel). Um 11:45 Uhr findet eine große Fütterung der Tiere statt.
Zur Petition: Das Pangolin nicht essen!
Formosa-Ohrenschuppentier – Informationen des Leipziger Zoos

Gestrandete Wale werden untersucht

Vor einigen Tagen sind mehrere Pottwale an der Nordseeküste gestrandet. Veterinäre und Biologen zerlegen sie nun, um die Ursachen für die Strandung zu erforschen. Vermutlich waren die Meeressäuger auf dem Weg in nahrungsreiche Gefilde der Arktis und sind von ihrer Route abgekommen. Wie konnte es dazu kommen?
Die Wissenschaftler sind besonders daran interessiert, die Ohren der Tiere zu untersuchen. Wale orientieren sich über Echolot und sind auf ein gutes Gehör angewiesen. Es wird vermutet, dass die gestrandeten Tiere fast taub waren. Schädliche Geräusche des Schiffsverkehrs könnten die Ursache sein.
Walstrandungen sind prinzipiell nichts Ungewöhliches. Vermutlich existiert dieses Phänomen seit Entstehung der Wale vor vielen Millionen Jahren. Und es scheint nicht nur eine Ursache für die Orientierungsstörungen zu geben. Inwiefern Einflüsse menschlicher Aktivitäten eine Rolle spielen, ist Gegenstand aktueller Forschung.
IFAW: Warum Meeressäugetiere stranden

NABU-Broschüre zum Habicht: Vogel des Jahres 2015

1970 wurde der Habicht unter Schutz gestellt. Nachdem die Art fast ausgerottet worden war, wurde damit in letzter Minute eine Wende eingeleitet. Mehr Informationen über diese interessante Vogelart liefert die neue NABU-Broschüre „Der Habicht – Vogel des Jahres 2015“. Bestellungen können unter 030-284984-6000 oder info@nabu.de aufgegeben werden.

Kosmos-Vogelführer als App

Im Apple-AppStore ist seit Kurzem der bekannte Vogelführer von Svensson, Mularney und Zetterström erhältlich. Dank einer Suchfunktion und den hochqualitativen Originalzeichnungen lassen sich die Vögel schnell bestimmen. Kostenpunkt: 15,99 Euro. Videoclips und Karten des Bird-Atlas lassen sich über In-App-Käufe nachrüsten. Bisher gibt es die App ausschließlich für Apple iOS.