Brennelemente aus Deutschland nach Tihange geliefert

Die Städteregion Aachen fühlt sich von der Bundesregierung alleine gelassen. Das umstrittene Atomkraftwerk Tihange in Belgien wurde mit Brennelementen aus Deutschland beliefert. Genehmigt wurde der Transport im Juni 2016 vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), das dem Bundesumweltministerium untersteht. Noch im April 2016 forderte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die vorübergehende Stilllegung der betroffenen Reaktoren.

Greenpeace-Studie: Frauen und Kinder leiden besonders stark unter Fukushima

Laut einer Greenpeace-Studie ist die Zahl der Menschenrechtsverletzungen bei Frauen und Kindern nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi deutlich gestiegen. So sei es zu einem Anstieg körperlicher Gewalt und häuslichen Missbrauchs während des Ausnahmezustands gekommen. Und das, obwohl Japan eine Wohlstandsnation und Unterzeichner von Menschenrechtsabkommen ist. In Japan seien besonders verletzliche Gruppen nach dem Super-Gau nicht ausreichend geschützt worden. Frauen und Kinder litten neben gesundheitlichen insbesondere auch an seelischen sowie finanziellen und sozialen Folgen.

Ecoterra: Stoppt den DAPL-Kredit der BayernLB!

Die nichtstaatliche Organisation Ecoterra International ruft zum Widerstand gegen die Mitfinanzierung des Pipeline-Projekts Dakota Access Pipeline (DAPL) durch die Bayerische Landesbank auf. Unterstützerinnen und Unterstützer können einen Eil-Apell gegen den Kredit unterzeichnen. Die Entscheidung über die Bewilligung des Kredits will die Bayerische Landesbank Mitte Februar treffen.

Der neue US-Präsident Trump möchte das umstrittene Pipeline-Projekt fortführen, das von seinem Vorgänger Obama nach zahlreichen Protesten nicht genehmigt wurde. Der Bau wird seit Beginn von US- und weltweiten Protesten begleitet und wurde mehrmals auch gerichtlich gestoppt. Es gibt Befürchtungen, dass DAPL die Wasser-Sicherheit von mehreren Millionen Menschen, die am Missouri leben, gefährden und extrem viele Klimagase verursachen könnte. Insbesondere sind viele Einwohner des flussabwärts gelegenen Standing Rock-Reservats besorgt. Sprecher der Standing Rock Sioux erklärten, dass der Bau ihre garantierten Rechte aus historischen Abkommen verletze. Das Öl, das durch die Pileline fließen soll, stammt aus sogenannten nicht-konventionellen Lagerstätten und wird mit Hilfe von Fracking gewonnen.

Die Befürworter betonen die Sicherheit der geplanten Pipeline und weisen beispielsweise darauf hin, dass umweltschädliche Transportbewegungen per Lastwagen vermieden werden könnten.

GeoTherm 2017

Am 15. und 16. Februar 2017 wird die Messe GeoTHERM Offenburg zum elften Mal veranstaltet. Die Messe versteht sich als zentraler Marktplatz der Geothermie-Branche.
Am Vortag, 14. Februar, findet in Kooperation mit der Internationalen Geothermischen Vereinigung (IGA) und der Internationalen Energieagentur (IEA Geothermal TCP)
ein Lateinamerika-Symposium statt.
Weitere Informationen zur GeoTHERM Offenburg

Broschüre „Photovoltaik und Batteriespeicher“

Solaranlage in der Nähe von HeidelbergViele Menschen in Deutschland setzen auf die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Ende 2016 waren rund 1,5 Millionen Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 41 Gigawatt installiert. Eine neue Broschüre des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg informiert darüber, wie Überschüsse nicht nur in das öffentliche Stromnetz eingespeist, sondern auch für den Eigenverbrauch gespeichert werden können. Die Broschüre beantwortet grundlegende Fragen: Wie sollten Solarstromspeicher dimensioniert werden? Welche Speichertypen und -systeme gibt es? Wie wird die Neuinstallation oder Nachrüstung gefördert?
Publikation: Photovoltaik und Batteriespeicher – Technologie, Integration, Wirtschaftlichkeit (Information und Download)

Fessenheim wird möglicherweise doch noch stillgelegt

Das französische Kernkraftwerk in Fessenheim wird möglicherweise tatsächlich stillgelegt. Der Verwaltungsrat des Betreibers EDF hat eine Vereinbarung mit dem Staat geschlossen. Danach soll EDF für die Stilllegung entschädigt werden. Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Der französische Präsident Hollande hatte die Abschaltung befürwortet, der Prozess wurde zuletzt jedoch auf die lange Bank geschoben. Das Ende des Kernkraftwerks ist immernoch keine fest beschlossene Sache. Die Einigung zwischen Konzern und Staat stellt aber eine wichtige Zäsur dar. Im Falle eines Wahlsiegs der Konservativen in Frankreich könnte die Abschaltung jedoch immer noch rückgängig gemacht werden. Viele Anrainer begrüßen die neue Entwicklung, war der Reaktor doch durch zahlreiche Pannen in die Schlagzeilen geraten. Bemängelt wurde außerdem, dass die Deckenkonstruktion Flugzeugabstürzen nicht standhalten könnte. Ein Problem stellt auch die starke Wärmebelastung des Rhein dar, da Fessenheim nicht über Kühltürme verfügt. Die grün-schwarze Landesregierung Baden-Württemberg befürwortet prinzipiell eine Stilllegung. Die Interessenslage dürfte jedoch gespalten sein. Fast 20 Prozent des Kernkraftwerks gehört der EnBW, wodurch das Land Baden-Württemberg Miteigentümer ist.
Schließung von Akw Fessenheim rückt näher (Handelsblatt)
BUND-Infos zum AKW Fessenheim & zu den Versprechen von Herrn Hollande
Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen. JETZT!
Was in Fessenheim geschah (WDR Wissen)

Atom-Abkommen mit Belgien

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der belgische Innenminister Jan Jambon wollen heute in Brüssel ein deutsch-belgisches Atom-Abkommen unterzeichnen. Es soll den Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Zusammenarbeit bei der AKW-Sicherheit regeln. Hoffnungen auf eine baldige Stilllegung der kritisierten belgischen Reaktoren sind damit aber nicht verbunden. Laut Medienberichten bezeichneten die Grünen das Abkommen als enttäuschend. Die Atomexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, Sylvia Kotting-Uhl kritisierte, dass für die betroffenen Bürger keine Mitsprache verankert worden sei.
Berlin und Brüssel wollen Zusammenarbeit bei Fragen der nuklearen Sicherheit vertiefen  (Pressemitteilung, BMUB, 1.2.2016)

Global 2000 bittet um Spenden für Tschernobyl-Kinder

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 aus Österreich unterstützt seit 1995 die jüngsten Opfer der Atomkatastrophe von Tschnobyl. Auch 30 Jahre nach dem Super-Gau leiden immer noch viele Kinder unter den Spätfolgen, z.B. Leukämie oder Lymphdrüsenkrebs. Die Organisation berichtet, dass die Krankenhäuser häufig nicht über die richtige Ausstattung zur Behandlung der Krankheiten verfügten. Und in der aktuellen Auseinandersetzung um die Ost-Ukraine verschlimmere sich die Lage zusäzlich. Global 2000 bittet um Spenden, um den Kindern von Tschernobyl zu helfen.
Global 2000-Spendenaktion „Das besondere Geschenk: Überleben“

Energie-Spar-Kalender 2017

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat einen Energie-Spar-Kalender veröffentlicht. Er enthält nützliche Haushaltstipps für mehr Klimaschutz und finanzielle Einsparungen.
Der Energie-Spar-Kalender 2017 kann auf den Seiten des Ministerium bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

NABU-Schulung zu Windenergie und Artenschutz

Der NABU-Landesverband Baden-Württemberg bietet eine Schulung für ehrenamtliche Mitglieder zum Thema „Wie muss der Artenschutz bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen berücksichtigt werden?“ an. Die Teilnehmer erfahren u.a., wie Planungshinweise, wie sie z.B. von der LUBW – Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz herausgegeben werden, eingesetzt werden können. Schulungstermin ist am 14. Juli 2016 in der Landesgeschäftsstelle des NABU in Stuttgart. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 10. Juli 2016 möglich.
Download Einladungsschreiben Schulung Verbandsbeteiligung (PDF-Datei)
NABU/BUND Dialogforum Erneuerbare Energien