Billige Lebensmittel erzeugen Kosten für die Gesellschaft (3sat makro)

In einem Interview mit dem 3sat-Wirtschaftsmagazin makro plädiert der Agrarexperte Ulrich Hamm für nachhaltig produzierte Lebensmittel. Dafür müssten auch höhere Preise in Kauf genommen werden. Anderenfalls würden Kosten für andere Dinge wie sauberes Trinkwasser oder die Krankenversicherung steigen. Lebensmittel könnten nur deshalb so billig hergestellt werden, weil die Landwirtschaft nicht für die Folgekosten, die in unserer Gesellschaft entstehen, aufkommen müsste. Als Beispiele nennt Hamm die Belastung von Trinkwasser mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln, die Auswirkungen des Antibiotikaeinsatzes in der Massentierhaltung oder das Bienensterben. Wenn Obstbaumblüten von Menschenhand bestäubt werden müssten, werde es erst richtig teuer.
Preise müssen steigen – Agrarwissenschaftler fordert Ende der Billig-Lebensmittel (3sat makro)

Heldenmarkt Düsseldorf, 28. bis 30. Oktober 2016

ReisschaleVom 28. bis 30. Oktober 2016 findet der Heldenmarkt in Düsseldorf statt. Der Heldenmarkt ist eine Messe für nachhaltigen Konsum. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, sich über Produkte und Dienstleistungen zu informieren, zu probieren und einzukaufen. Die Angebotspalette deckt alle Lebensbereiche ab, z. B. Lebensmittel, Wohnen, Textilien, Kosmetik, Mobilität sowie Finanzen und Versicherungen. Der Heldenmarkt wird mehrmals jährlich in verschiedenen deutschen Städten veranstaltet.
Weitere Informationen über den Heldenmarkt in Düsseldorf

Krittelei am Plastiktütenverzicht

Kaum hat Handels- und Touristikkonzern REWE Plastiktüten aus seinem Sortiment genommen, melden sich Kritiker zu Wort. Die Ökobilanz für die Alternativen (Stoffbeutel, stabile Mehrwegplastiktasche, Papiertüte) falle nur besser aus, wenn diese mehrmals verwendet würden. Man müsse „die Deutschen nicht noch dazu erziehen, ihre Tüten mehrfach zu verwenden und Stoffbeutel oder Rucksäcke zu verwenden.“, schreibt die FAZ in ihrer Online-Ausgabe vom 1. Juni 2016.
Lob bekam das Unternehmen hingegen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesumweltministerin. NABU und die REWE Group sind eine strategische Partnerschaft zur Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten eingegangen.
Die nutzlose Abschaffung der Plastiktüte (FAZ-Online)
REWE verzichtet auf Plastiktüten (NABU)
Plastiktüten (Infobroschüre des Umweltbundesamtes, PDF-Datei)

ENTEGA-Blog zu Energie- und Umweltthemen

Screenshot ENTEGA BlogDie ENTEGA Energie GmbH veröffentlicht auf ihrer Website eine Reihe von Tipps und Informationen rund um die Themen Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Der aktuelle Beitrag berichtet über Best Practise Beispiele zur Verwendung von Erneuerbaren Energien.
ENTEGA Blog
Nachhaltige Stadtentwicklung: Deutschland, deine Ökostrom-Oasen

Fairphone setzt jetzt auch Fairtrade-Gold ein

Das Fairphone ist das erste unter weitgehend fairen Bedingungen produzierte Smartphone der Welt. Die erste Edition des Fairphone war ab 2013 erhältlich, das Fairphone 2 kann seit Sommer 2015 bestellt werden. Das Gerät ist modular aufgebaut und kann sehr leicht repariert werden, was die Lebensdauer verlängert und damit positive Auswirkungen auf die Umweltverträglichkeit hat. Für die Herstellung werden konfliktfreie Rohstoffe aus armen Gebieten verwendet. Zum ersten Mal im Bereich der Consumer-Elektronik-Industrie wird seit kurzem auch fair produziertes und gehandeltes Gold in der Lieferkette des Fairphone eingesetzt. Im Rahmen der UN-Klimakonferenz im Herbst 2015 in Paris wurde Fairphone als Vorbild für den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit von den Vereinten Nationen ausgezeichnet. Kritiker des Fairphone bemängeln den relativ hohen Preis bei mittelmäßigen Leistungswerten. Außerdem werde mit Android ein weniger faires Betriebssystem verwendet, das hauptsächlich Einnahmen für Google und damit für einige wenige der reichsten Menschen der Welt produziere. Zumindest diesem Kritikpunkt haben sich die Macher des Fairphone jetzt angenommen. Die Community arbeitet an einer Sailfish OS-Portierung für das Fairphone.
Offizielle Fairphone-Site
Amnesty’s full report on cobalt mining
Jolla community working on Sailfish OS for the Fairphone 2

Umfrage zum Thema Verpackungsfreies Einkaufen

Was denken Sie zum Thema Verpackungsfreier Lebensmitteleinkauf? Wären Sie bereit, eigene Behälter mit in den Supermarkt zu bringen? Was wären Ihnen verpackungsfreie hochqualitative Lebensmittel wert? Diesen und weiteren Fragen zur Akzeptanz verpackungsfreier Lebensmittel geht eine Online-Umfrage auf den Grund, die im Rahmen einer Projektarbeit im Masterstudiengang Sales Management an der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Münster durchgeführt wird.
Online-Fragebogen Verpackungsfreies Einkaufen

EU-Minister wollen Plastiktütenverbrauch reduzieren

Im Schnitt verbrauchte ein EU-Bürger 176 Plastiktüten im Jahr 2010. Diese Zahl soll nun drastisch gesenkt werden, zumindest wenn es nach den EU-Ministern geht. Diese haben ihre Pläne nun endgültig abgesegnet. Danach sollen sich die Länder konkrete Ziele setzen, um die Plastiktütenflut beim Einkauf zu reduzieren. Bis Ende 2025 soll jeder Bürger der EU im Schnitt nur noch 40 Beutel im Jahr verbrauchen.
Müll und Kreislaufwirtschaft – Informationen des NABU

Greenpeace: Designwettbewerb zum Thema Gen-Food

Wie die Greepeace Nachrichten 1/2015 berichten, lässt McDonald´s die Hühner für seine Chickenburger wieder mit Gen-Soja füttern. Anlass für Greenpeace, eine Protestkampagne zu starten und den Konzern aufzufordern, auf Gen-Soja als Futtermittel zu verzichten. Ein Chickenburger ohne Gentechnik würde laut Greenpeace nur einen Cent mehr kosten. Im Rahmen eines Designwettbewerbs wurden zentrale Motive zum Thema Gen-Food bei McDonald´s gesucht. Drei Sieger wurden unter prominenter Beteiligung (u.a. Starköchin Sarah Wiener und Designer-Duo Rockert&Wink Hamburg) gekürt.
Projekt-Website Greenpeace against Gen-Food mit Designvorschlägen (englisch)

Nicht nur Kaffee und Schokolade, auch Lötzinn soll „fair“ werden

Handelsübliches LötzinnLötzinn verbindet elektronische Bauelemente mit der Leiterplatte und ist in allen elektronischen Geräten enthalten. Die Initiative „FairLötet“ möchte fair produzierten Lötdraht anbieten. Bei der Herstellung sollen keine Menschen ausgebeutet werden und die Rohstoffe sollen nachweislich aus Recycling-Quellen stammen. Für das ambitionierte Projekt werden Mitstreiter und Unterstützer gesucht. In einem ersten Schritt fragt „FairLötet“ den Bedarf und die Bereitschaft, für ein fair produziertes Produkt einen höheren Preis zu zahlen, über ein Webformular ab. Später soll auch finanzielle Beteiligungen an dem Projekt möglich sein.
FairLötet im Internet

Dem Müll auf der Spur im Themenpark Umwelt

Abfall ist Rohstofflieferant und Energiequelle. Was genau mit dem Abfall in Baden-Württemberg passiert, wie er aufbereitet wird und Wertstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeschleust werden, darüber informiert ein neues Internetangebot des Landes im Portal „Themenpark Umwelt“ (Quelle: PM des Umweltministeriums BW und der LUBW v. 4.9.14).
Pressemitteilung „Dem Müll auf der Spur im Themenpark Umwelt“ lesen
Internetangebot „Abfall als Ressource“ im Themenpark Umwelt