Baden-Württemberg: Wettbewerb „Natur nah dran“

Feld mit MohnblumenDer Naturschutzbund Deutschland e.V. unterstützt jährlich zehn Kommunen in Baden-Würrtemberg mit dem Wettbewerb „Natur nah dran“ bei der Umwandlung von jeweils bis zu fünf Flächen in artenreiche Blumenwiesen oder blühende Wildstaudensäume. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg sowie im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.

Noch bis zum 31. Dezember 2017 können sich Kommunen aus Baden-Württemberg für die Teilnahme an der Wettbewerbsrunde 2018 bewerben. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für eine Bewerbung wurde bewusst gering gehalten. Bewerber müssen lediglich ein Bewerbungsformular, ein kurzes Motivationsschreiben sowie einen Ausschnitt des Ortsplans mit den gekennzeichneten Maßnahmeflächen einsenden. Der Wettbewerb läuft bis 2020 (letzte Bewerbung bis zum 31. Dezember 2019).

Mondberge-Projekt gibt neues Magazin heraus

Cover Mondberge-Magazin

Quelle: https://www.mondberge-magazin.de/

2008 zog Andreas Klotz gemeinsam mit einigen Hobby-Fotografen los und erkundete das Ruwenzori-Gebirge („Mondberge“) in Uganda. Ziel war es einen Bildband über das Land und seine letzten Berggorillas zu erstellen. Dass aus dem Projekt weit mehr werden sollte als eine Buchproduktion, ahnte Klotz damals noch nicht. Das Mondberge-Projekt gibt mittlerweile verschiedenste Medienprodukte wie Bücher, Zeitschriften sowie Kalender heraus und veranstaltet Vorträge und Multivisions-Shows.
Jüngstes Produkt des Hauses ist das Mondberge-Magazin, das vierteljährlich erscheint. Die erste Ausgabe erschien am 7. April 2017. Vorrangig behandelt werden Themen des Umwelt-, Natur- und Artenschutzes. Die LeserInnen werden in Reisereportagen nicht nur in exotische Länder entführt, sondern auch zu Zielen bei uns vor der Haustür. In der Rubrik Zukunftstrends berichtet das Magazin u. a. über umweltfreundliche Technologien und innovative Ideen für den Umwelt- und Klimaschutz. Auffällig ist das große Format und die aufwändige Drucktechnik, die das Magazin fast als Bildband erscheinen lassen.
„Mondberge“ kann im Internet bestellt werden und ist im Zeitschriftenhandel, jedoch nur an Flughäfen und größeren Bahnhöfen erhältlich. Die zweite Ausgabe erscheint Anfang August 2017.
Mit den Einnahmen, die das Mondberge-Projekt erzielt, werden soziale Hilfsprojekte, bei denen der Natur- und Artenschutz im Vordergrund steht, unterstützt. Beispielsweise wird durch Aufklärungsarbeit die Akzeptanz für den Rwenzori Mountains National Park bei der örtlichen Bevölkerung vergrößert. Der Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke konnte als Unterstützer des Mondberge-Projektes gewonnen werden.

Ansicht aus Mondberge-Magazin "Heimat der Berggorillas"

Südlicher Schwarzwald ist UNESCO-Biosphärenreservat

Die UNESCO hat das Biosphärengebiet Schwarzwald offiziell als Biosphärenreservat anerkannt. Der Beschluss fiel am 14. Juni 2017 auf einer Tagung des internationalen Koordinierungsrates für das UNESCO-Programm „Man and the biosphere“ in Paris. Die offizielle Urkunde wird am 8. Oktober 2017 im Rahmen eines Bürgerfestes in Bernau im Schwarzwald übergeben.

Prominente Unterstützung für Petition gegen Plastikmüll

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Umweltaktivist, setzt sich gegen Plastikmüll ein und bittet darum, eine Petition zu unterschreiben. Seine Empfehlung: „Vermeiden Sie so gut es geht PET-Flaschen, Plastiktüten und sonstige überflüssigen Plastikverpackungen. (…) PET ist so ziemlich die größte Umweltsauerei unserer Zivilisation – wir sollten endlich was dagegen tun.“
Umweltschützer warnen seit längerer Zeit vor den Gefahren des Plastikmülls, der auch eine Bedrohung für die Gesundheit des Menschen darstellen kann. Über Meerestiere, die kleinste Plastikteilchen aufnehmen, gelangen die Stoffe wieder auf unseren Tellern. In  Ozean-Wirbeln sammeln sich riesige Mengen Plastik an und stören das ökologische Gleichgewicht. Viele Tiere verenden elendig durch Plastikteile. Hinzu kommt die extrem langsame Verrottung. Der Abbau einer PET-Flasche benötigt rund 450 Jahre.

Nitratbelastung in Deutschland – Wasserpreise könnten um bis zu 45 Prozent steigen

Vor dem Hintergrund der Diskussion um steigende Wasserpreise fordert Greenpeace ein Umdenken im Agrarsektor. Die Massentierhaltung müsse begrenzt und die Düngegesetze verschärft werden. Durch die hohe Nitratbelastung des Grundwassers muss das Trinkwasser in Deutschland immer aufwändiger aufbereitet werden. Experten rechnen mit Preissteigerungen von bis zu 45 Prozent. Die EU hat Deutschland bereits wegen der hohen Nitratbelastung verklagt.

Standing Rock-AktivistInnen besuchen rheinisches Braunkohlerevier

Vor einem Jahr haben vor allem indigene Gruppen mit Protestcamps begonnen, gegen die Dakota Access Öl-Pipeline zu demonstrieren. Die Pipeline kreuzt direkt beim Lakota Reservat „Standing Rock“ den Missouri River und droht das Trinkwasser der Region zu verschmutzen.

Nun kommen vier Standing Rock-Aktivisten/Altivistinnen ins rheinische Braunkohlerevier. Am 03.06. berichten sie um 18 Uhr in der Alten Feuerwache in Köln von ihren Erfahrungen und am 04.07. besuchen sie von 14-18 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Waldspaziergangs mit Michael Zobel die Waldbesetzung im Hambacher Forst. Der Besuch im Rheinland wird von der Gruppe ausgeco2hlt organisiert. Zweck der Reise sind die Vernetzung und der Austausch mit der europäischen Klimabewegung.

Quelle: Pressemitteilung „Standing Rock-AktivistInnen im rheinischen Braunkohlerevier“ vom 31.05.17, presse@ausgeco2hlt.de

Ratgeber „Müllvermeidung und Recycling – 70 praktische Tipps für den Alltag“

Die Redaktion des Magazins NeoAvantgarde hat einen werbefinanzierten Ratgeber mit 70 Tipps zum Thema Müllvermeidung und Recycling erstellt. Mit dabei ist eine Übersicht zur Mülltrennung, die dabei hilft, Abfälle korrekt zuzuordnen.

Ecoterra: Stoppt den DAPL-Kredit der BayernLB!

Die nichtstaatliche Organisation Ecoterra International ruft zum Widerstand gegen die Mitfinanzierung des Pipeline-Projekts Dakota Access Pipeline (DAPL) durch die Bayerische Landesbank auf. Unterstützerinnen und Unterstützer können einen Eil-Apell gegen den Kredit unterzeichnen. Die Entscheidung über die Bewilligung des Kredits will die Bayerische Landesbank Mitte Februar treffen.

Der neue US-Präsident Trump möchte das umstrittene Pipeline-Projekt fortführen, das von seinem Vorgänger Obama nach zahlreichen Protesten nicht genehmigt wurde. Der Bau wird seit Beginn von US- und weltweiten Protesten begleitet und wurde mehrmals auch gerichtlich gestoppt. Es gibt Befürchtungen, dass DAPL die Wasser-Sicherheit von mehreren Millionen Menschen, die am Missouri leben, gefährden und extrem viele Klimagase verursachen könnte. Insbesondere sind viele Einwohner des flussabwärts gelegenen Standing Rock-Reservats besorgt. Sprecher der Standing Rock Sioux erklärten, dass der Bau ihre garantierten Rechte aus historischen Abkommen verletze. Das Öl, das durch die Pileline fließen soll, stammt aus sogenannten nicht-konventionellen Lagerstätten und wird mit Hilfe von Fracking gewonnen.

Die Befürworter betonen die Sicherheit der geplanten Pipeline und weisen beispielsweise darauf hin, dass umweltschädliche Transportbewegungen per Lastwagen vermieden werden könnten.

Ellen MacArthur Foundation: Initiative für weniger Plastik

Die Stiftung der britischen Seglerin Ellen MacArthur setzt sich für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ein. Die Extremsportlerin und langjährige Weltrekordhalterin im Einhandsegeln macht sich Sorgen um die Weltmeere. Sie befürchtet, dass 2050 mehr Plastikreste als Fische in den Meeren schwimmen würden. So rief ihre Stiftung 2016 die „New Plastics Economy Initiative“ ins Leben; ein dreijähriges Projekt, das Wege zu weniger Plastik aufzeigen soll. Die Ziele sollen durch Innovation, Wiederverwertung und Recycling erreicht werden. Begleitend erschien die gemeinsam mit McKinsey & Company erstellte Studie „The New Plastics Economy – Rethinking the future of plastics“.
Anlässlich des diesjährigen Weltwirtschaftsforums stellt die Ellen MacArthur Foundation nun eine weitere Studie vor. Ziel ist unter anderem eine Steigerung der Recyclingquote von derzeit rund 5 auf 70 Prozent. Den darin enthaltenen Aktionsplan unterstützen mittlerweile mehr als 40 führende Industrieunternehmen.
Industry endorses plan to recycle 70% of plastic packaging globally
The New Plastics Economy: Catalysing action (Download der Studie)

Nitratbericht 2016: Gülle ist ein großes Problem

MähdrescherDer Nitrat-Bericht der Bundesregierung bringt es auf den Punkt: Die Qualität des Grundwassers ist in den letzten Jahren nicht besser geworden. In Deutschland wird nach wie vor Gülle als Düngemittel im großen Stil auf die Felder verteilt. Nun soll eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht werden, die den Einsatz von Gülle reduzieren soll.
BMUB: Nitratbericht 2016 (PDF-Datei)