Global 2000 und Südwind testen Schokoladenosterhasen

Österreichs Umweltschutzorganisation Global 2000 hat gemeinsam mit Südwind 31 Schokoladenosterhasen auf ihre soziale und ökologische Qualität getestet. Zehn Produkte wurden wegen fehlender Zertifizierung und prekärer Umwelt- und Produktionsbedingungen im Kakaoanbau als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft. Das ist ein besseres Ergebnis als im letzten Jahr. Laut Global 2000 trägt mittlerweile immerhin jeder zweite Schokohase ein Gütesiegel.
Ein weiterer Aspekt ist die Belastung mit Pestiziden. In rund zwei Drittel der getesteten Schokoladen wurden Pestizid-Rückstände gefunden. Global 2000-Nachhaltigkeits-Experte Martin Wildenberg betont zwar, dass die Grenzwerte nicht überschritten worden, die genauen Wirkungen auf den Körper aber auch noch nicht genau bekannt seien. Die Schokoladenosterhasen wurden mit einem Ampelsystem bewertet, so dass sich Kunden bei ihrer Kaufentscheidung einfach orientieren können.


Quelle: Youtube-Kanal Global 2000

Untersuchung: Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Baden-Württemberg frei von Gentechnik

Feld mit MohnblumenDas Land Baden-Württemberg führt seit 2004 jährlich in einem Ernte-Monitoring-Programm Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen durch. 2015 und 2016 gab es für keine Pflanzenart Hinweise auf gentechnische Veränderungen. Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk spricht von einem erfreulichen Ergebnis, das den Erfolg der auf den Weg gebrachten Maßnahmen zeige.

Zuständig für die Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen sind das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg bzw. das Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg für entsprechende Untersuchungen in Saatgut und Futtermitteln.

scinexx.de: Klimaphänomene fördern Belastungen durch toxische Algenblüten

Das Klima-Phänomen El-Niño hat riesige Teppiche aus Algen und Cyanobakterien zur Folge. Experten vermuten, dass Speisemuscheln und Krabben immer öfter mit Algengiften belastet sein könnten, berichtet das Wissensmagazin scinexx.de. In den von El Niño betroffenen Gebieten muss die Muschelernte immer wieder ausgesetzt werden. Durch den Klimawandel nehmen extreme El Niños in den letzten Jahrzehnten zu.
Giftige Muscheln durch El Nino & Co (scinexx.de)
Climatic regulation of the neurotoxin domoic acid (PNAS)

Nach VW jetzt auch FIAT Crysler?

Nach VW soll nun auch FIAT Crysler Betrugs-Software zur Manipulation von Abgaswerten eingesetzt haben. Diesen Verdacht hegt zumindest die US-Umweltbehörde EPA. Es geht um rund 100.000 Dieselfahrzeuge (SUVs und Pick-up-Trucks). Zum Vergleich: Bei VW waren es rund 600.000 Dieselfahrzeuge in den USA.
Dass auch weitere Autofirmen bei den Abgaswerten getrickst haben, schließen Experten nicht aus.
EPA Notifies Fiat Chrysler of Clean Air Act Violations (EPA)
US-Behörde beschuldigt Fiat Chrysler der Abgasmanipulation (SPIEGEL ONLINE)

Nitratbericht 2016: Gülle ist ein großes Problem

MähdrescherDer Nitrat-Bericht der Bundesregierung bringt es auf den Punkt: Die Qualität des Grundwassers ist in den letzten Jahren nicht besser geworden. In Deutschland wird nach wie vor Gülle als Düngemittel im großen Stil auf die Felder verteilt. Nun soll eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht werden, die den Einsatz von Gülle reduzieren soll.
BMUB: Nitratbericht 2016 (PDF-Datei)

Greenpeace warnt vor Ethoxyquin in Fischprodukten

Greenpeace hat 54 Fischprodukte aus Lachs, Forelle, Dorade und Wolfsbarsch auf die Substanz Ethoxyquin untersuchen lassen. In allen 38 Speisefischen aus konventionellen Aquakulturen wurden hohe Mengen der Chemikalie, die bis 2011 auch als Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurde, festgestellt. Mittlerweile ist der Einsatz von Ethoxyquin in der EU verboten. Greenpeace bemängelt, dass für Fischprodukte keine Grenzwerte existieren und ruft Verbraucher auf, in den Supermärkten nachzufragen, was diese zu tun gedenken, um die Chemikalie aus den Produkten zu verbannen.

EU-Parlamentarier stimmen für Neuzulassung von Glyphosat

Die EU-Parlamentarier haben für eine weitere Zulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat gestimmt. Allerdings nur für 7 statt 15 Jahre wie es ursprünglich von der EU-Kommission geplant war. Der Kompromissvorschlag wurde von den Konservativen eingebracht worden. Eine komplette Ablehnung der weiteren Zulassung, wie sie von Grünen und Teilen der Linken gefordert wurde, fand keine Mehrheit.
Meldung auf den Seiten des Europäischen Parlaments: Glyphosate: authorise for just seven years and professional uses only, urge MEPs

Plusminus zu Glyphosat: „Deutsche Behörden tun alles, dass die Geschäfte weiterlaufen.“

Das ARD-Magazin „Plusminus“ berichtet in seinem Beitrag vom 30. März 2016 von engen Verbindungen zwischen Chemieindustrie und europäischen sowie deutschen Kontrollbehörden. Dies erkläre, warum das Pestizid Glyphosat, das u.a. von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wird, trotzdem für weitere 15 Jahre zugelassen werden soll.
Plusminus (ARD): Glyphosat – Pestizid unter Krebsverdacht (30.03.16) auf YouTube ansehen

EFSA beurteilt Glyphosat als wahrscheinlich nicht krebserregend

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat das Pestizid Glyphosat als wahrscheinlich nicht krebserregend beurteilt. Das unterstützt das laufende Verfahren zur Neuzulassung für die EU-Landwirtschaft. In die Bewertung sind u.a. Forschungsergebnisse der Krebsforschungsagentur IARC und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) eingeflossen. Danach sind „beim Menschen bei einer sachgerechten Anwendung in der Landwirtschaft keine krebserzeugenden, erbgutverändernden oder entwicklungsschädigenden Risiken von Glyphosat zu erwarten“ (BfR). Der Hersteller Monsanto dürfte sich zufrieden zeigen, Kritiker von „Roundup“, so der Markenname, unter dem Glyphosat durch Monsanto vertrieben wird, sind hingegen entsetzt. Kritische Studien seien in der Einschätzung nicht ausreichend berücksichtigt worden.
BfR: Glyphosat-EFSA und Experten von EU-Mitgliedstaaten bestätigen wissenschaftliche Bewertung der deutschen Behörden
Harald Ebner (MdB, Grüne): Gefahr durch Glyphosat und glyphosathaltige Herbizide?
Campact: Glyphosat-Bewertung-Warum das Bundesinstitut für Risikobewertung zu einem völlig anderen Urteil kommt als die Krebsforscher der WHO (Pressemitteilung)

Strategien für einen guten Mittagstisch

Unter dem Motto „Mittagstisch statt hecktisch – 12 1/2 Strategien für einen guten Mittagstisch“ hat das Verbraucherschutzministerium Baden-Württemberg Tipps zusammengestellt, wie man sich im hektischen Arbeitsalltag besser ernähren kann.
Infos sowie Details zu den Strategien und Tipps, wie man es nicht machen sollte, zeigt der eigens produzierte Film „Lieber Mittagstisch statt hektisch“ mit dem Kabarettisten Philipp Weber.
12 1/2 Strategien für einen guten Mittagstisch auf dem Portal Mach´s Mahl
Die Tipps für einen gesunden Mittagstisch sind auch als Faltblatt erhältlich (PDF-Datei)
Film „Mittagstisch statt hektisch“ auf YouTube