Die meisten Deutschen sind umweltbewusst – beim praktischen Handeln hapert es aber

Das zeigt die Umweltbewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums. 99 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass „zu einem guten Leben eine intakte natürliche Umwelt unbedingt dazu gehört“. Fast alle Befragten sind auch der Überzeugung, dass man für die Umwelt Verantwortung übernehmen müsse. Das eigene praktische Handeln spiegelt diese Überzeugungen aber nicht wider. Viele könnten sich vorstellen, mehr zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Im Alltagshandeln werden die Vorsätze aber aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt.
Die Studie beschreibt weiterhin, dass das Umweltbewusstsein in besser gestellten Milieus ausgeprägter ist als in Bevölkerungsschichten mit geringem Einkommen und Bildungsstand. Doch gerade die sozial Schwächeren seien stärker von Umweltproblemen, wie etwa Lärm oder Luftverschmutzung betroffen. Im aktuellen Bundestagswahlkampf spiele der Umwelt- und Klimaschutz kaum eine Rolle. Ähnliche Ergebnisse zeigten auch schon frühere Umweltbewusstseinsstudien.

Mitmachen! Aktion „#LivingLand – Gib Dein JA einer besseren Landwirtschaft für Mensch und Natur“

Noch bis Anfang Mai können EU-Bürger ihre Stimme über die Verteilung von 60 Milliarden Euro Agrar-Subventionen abgeben. Um die Teilnahme an der Befragung zu erleichtern, bietet der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) im Rahmen der Initiative LivingLand eine Online-Beteiligungshilfe an. Die eingegebenen Daten werden an EU-Agrarkommissar Phil Hogan zusammen mit fünf vorformulierten Fragen zur Agrarreform übermittelt. Auf der Landingpage zu LivingLand können Sie sich über weitere wichtige Fragen informieren. Die Initiative LivingLand wird getragen von BirdLife Europe, dem Europäischen Umweltbüro (EEB) und dem WWF Europe.

Studie zu Fahrradhelmen vorgelegt

FahrradhelmIm Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und des Thüringer Ministeriums für Bau, Landesentwicklung und Verkehr hat die HFC Human-Factors-Consult GmbH eine Studie zur Bedeutung des Fahrradhelms durchgeführt. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme die Folgen von Fahrradunfällen erheblich abmildern können und damit vielfach Leben retten. Darüber hinaus werden Ansätze zur Erhöhung der Helmtragequote aufgezeigt.

Greenpeace-Studie: Frauen und Kinder leiden besonders stark unter Fukushima

Laut einer Greenpeace-Studie ist die Zahl der Menschenrechtsverletzungen bei Frauen und Kindern nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi deutlich gestiegen. So sei es zu einem Anstieg körperlicher Gewalt und häuslichen Missbrauchs während des Ausnahmezustands gekommen. Und das, obwohl Japan eine Wohlstandsnation und Unterzeichner von Menschenrechtsabkommen ist. In Japan seien besonders verletzliche Gruppen nach dem Super-Gau nicht ausreichend geschützt worden. Frauen und Kinder litten neben gesundheitlichen insbesondere auch an seelischen sowie finanziellen und sozialen Folgen.

Buchtipp: Tiere denken – Richard David Precht

Der Philosoph Richard David Precht hat seine Philosophie der Tiere überarbeitet und neu veröffentlicht. Darin fordert er einen Neuanfang im Mensch-Tier-Verhältmis – mit Rechten für Tiere. Tiere hätten ein Recht sich auf Augenhöhe mit den Menschen zu begegnen.
Die Entfremdung des Menschen von den Tieren habe dramatische Folgen, die sich zum Beispiel in der industriellen Massentierhaltung ausdrückten. Zitat aus Prechts Buch: „Es gibt zwei Kategorien von Tieren. Die eine glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt, und die andere hat darunter zu leiden“.

Richard David Precht
Tiere denken – Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen
€ 22,99, gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-442-31441-6

Argumentationstrainings gegen Vorurteile und für die Menschenwürde

Der Verein Artikel 1 –  Initiative für Menschenwürde e.V. bietet kostenlose Argumentations- und Kampagnentrainings an. Schwerpunkte sind u.a.: Wie stärke ich die Demokratie, wie argumentiere ich gegen Stammtischparolen, Vorurteile und für die Menschenwürde?
Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e.V. auf Facebook

Spenden statt Böllern

SylvesterWer Gutes tun und sein Geld lieber spenden möchte statt für Sylvesterböller auszugeben, kann dies durch Teilnahme an der Spendenaktion „Spenden statt Böllern“ tun. Die Aktion wurde von der Altruja GmbH ins Leben gerufen, die dafür einige Hilfsorganisationen ins Boot geholt hat; darunter z.B. SOS Mediteranee oder den WWF.
Spenden statt Böllern 2016

Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen in Baden-Württemberg

RinderDer baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, überreichte den drei Tierschutzorganisationen:

  • Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., Geschäftsstelle Baden-Württemberg
  • Landestierschutzverband Baden-Württemberg e. V.
  • Menschen für Tierrechte – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e. V.

die staatliche Anerkennung nach dem Gesetz über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen. Sie haben dadurch die Möglichkeit, an tierschutzrelevanten Verwaltungsverfahren mitzuwirken und  Entscheidungen von Behörden gerichtlich überprüfen zu lassen.

Falsche Schlagzeilen und Zeitungsenten: Portal übt Medienkritik

Gerade in Zeiten der Medienschelte durch „populistisch“ auftretende Polititker (Stichwort „Lügenpresse“) ist eine Medienkritik, die sich an Fakten orientiert, wichtiger denn je. Das dachten sich auch Boris Rosenkranz (freier Autor beim NDR) sowie Stefan Niggemeier (Blogger und TV-Redakteur) und gründeten Anfang 2016 das Portal Übermedien. Das Angebot setzt sich kritisch mit Medien auseinander und will dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung zu optimieren. Medienkritik soll Teil der Debatte werden, welche Art von Journalismus in Deutschland gewünscht und gebraucht wird. Medienkritik soll sich verbreiten, deshalb steht ein Teil des Angebots kostenlos zur Verfügung. Die Anbieter betonen aber auch, dass (unabhängige) Berichterstattung Geld kostet. Gegen eine monatliche Unterstützung (Abo) können sämtliche Inhalte freigeschaltet werden.

Online-Publikation zur Konferenz „Public Space: Fights and Fictions“ erschienen

Die Konferenz „Public Space: Fights and Fictions. 36-Stunden-Denkfabrik“ führte im Mai 2016 rund 40 internationale Stadtplaner, Aktivisten, Architekten und Künstler in der Akademie der Künste zusammen und zeigte das breite Spektrum an Perspektiven, Ideen und Erfahrungen im Umgang mit dem öffentlichen Raum auf. Im Auftrag der Akademie der Künste und des Goethe-Instituts wurde nun durch ein Redaktionsteam der Zeitschrift The Funambulist und der französischen Architektengruppe New South ein digitales Magazin als Nachlese der Konferenz erarbeitet. Das Magazin in englischer Sprache steht kostenlos zum Lesen und zum Download unter www.adk.de/fights-and-fiction oder http://thefunambulist.net bereit.
Quelle: AdK-Pressemitteilung vom 5.9.2016