Baden-Württemberg fördert Elektromobilität mit Gutscheinen

Elektroauto an einer LadesäuleDas Land Baden-Württemberg fördert die Elektromobilität mit der Vergabe von sogenannten BW-e-Gutscheinen. Profitieren können gemeinnützige Institutionen, Kindertagesstätten, Handwerksbetriebe, Einzelhandelsunternehmen, Bus- und Carsharingunternehmen, Taxibetriebe sowie Fahrschulen. Das Projekt fördert nicht nur die Anschaffung elektrisch angetriebener Autos, Lastwagen und Busse, sondern beispielsweise auch von Lastenrädern, Miet-Pedelecs und Elektrorollern. Neben der Anschaffung können auch Fahrzeugunterhaltungs- und Ladeinfrastrukturkosten bezuschusst werden.

Studie zeigt auf: Neue Diesel nicht klimafreundlicher als Benziner

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es sich bei der Prämisse „Diesel bedeutet Klimaschutz“ um ein Märchen handelt. Zahlen einer jetzt von Transport & Environment vorgelegten Umweltstudie widersprechen den Aussagen der Automobilkonzerne. Neu zugelassene Diesel-PKW produzierten nicht weniger CO2 als Benziner. Bezogen auf die gesamte Betriebsdauer emitierten Diesel sogar mehr klimaschädliche Abgase. Gründe seien die energieintensivere Produktion des Kraftstoffs und der Motoren, höhere Fahrleistungen wegen niedrigerer Literpreise sowie höhere Emissionen durch den beigemischten Biodiesel. Außerdem würden Diesel-Motoren tedenziell eher in großen und schweren Fahrzeugen eingesetzt. Damit scheinen die Aussagen von Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Chef Harald Krüger, dass Diesel zur Erreichung der Klimaziele gebraucht würden, widerlegt.

Altes Konzept mit Zukunft: Microlino nimmt Anleihe an der Isetta

Sie ist wieder da die gute alte Isetta. Diesmal elektrisch angetrieben und mit Touchscreen. Rund 55 Jahre nach Einstellung der Produktion versucht sich die Schweizer Micro Mobility Systems AG mit dem „Microlino“ an einer Neuauflage des Konzepts. Sparsam, effizient, nachhaltig und Platz sparend soll das Minimal-Automobil sein. Der Slogan „Reduce to the Max“ wird zum Credo erhoben. Quer eingeparkt beansprucht der Microlino kaum Parkfläche. Die nach vorne öffnende Tür erleichtert das Ein- und Aussteigen in Richtung Bürgersteig. Das Auto soll über jede Haushaltssteckdose in vier Stunden aufgeladen sein und mit einer Ladung 120 Kilometer weit fahren können. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h. Voraussichtlich noch Ende 2017 soll der Microlino erhältlich sein. Der Hersteller nennt einen voraussichtlichen Preis von 12.000 Euro und hofft, dass durch lokale Anreizprogramme in den Ländern ein zusätzlicher Kaufanreiz erzeugt werden kann.

Genfer Autosalon: Spritfresser weit in der Überzahl

Scheinwerfer eines PorscheAuf dem Genfer Autosalon, der gestern eröffnet wurde, beherrschen wie in den Jahren zuvor Sprit fressende Sport- und Luxusmodelle die Szene. Dennoch wird auch viel über alternative Antriebsformen wie Hybrid- und Elektroantrieb gesprochen. Die meisten Autohersteller kündigen den Ausbau ihres Angebots an Elektromobilen an. Die vorgestellten Zukunftsvisionen bildet der Autosalon aber nur schlecht ab. Das zeigt sich auch daran, dass nur 66 der rund 900 ausgestellten Fahrzeuge (Quelle: dpa) bereits das für 2021 ausgegebene CO2-Emissionsziel der EU-Kommission unterstützen.

Nach VW jetzt auch FIAT Crysler?

Nach VW soll nun auch FIAT Crysler Betrugs-Software zur Manipulation von Abgaswerten eingesetzt haben. Diesen Verdacht hegt zumindest die US-Umweltbehörde EPA. Es geht um rund 100.000 Dieselfahrzeuge (SUVs und Pick-up-Trucks). Zum Vergleich: Bei VW waren es rund 600.000 Dieselfahrzeuge in den USA.
Dass auch weitere Autofirmen bei den Abgaswerten getrickst haben, schließen Experten nicht aus.
EPA Notifies Fiat Chrysler of Clean Air Act Violations (EPA)
US-Behörde beschuldigt Fiat Chrysler der Abgasmanipulation (SPIEGEL ONLINE)

Lokalzeit: Fahrrad gegen Auto

Dass man in Ballungsräumen mit dem Fahrrad schneller als mit dem Auto sein kann, zeigt ein Beitrag der WDR Lokalzeit. ADFC-Mitglied Michael Hokkeler tritt in einer Wette gegen WDR-Reporter Marc-André Schröter an.

4000 Euro Prämie für den Kauf eines Elektroautos

ElektroautoKäufer von Elektroautos erhalten ab Mai 2016 einen Zuschuss von 4000 Euro, Hybride mit zusätzlichem Verbrennungsmotor werden mit 3000 Euro gefördert. Darauf haben sich Bundesregierung und Autoindustrie verständigt, um die schleppende Nachfrage in Deutschland anzukurbeln. Die Prämie ist umstritten, Kritiker sehen eine direkte Subventionierung der Automobilindustrie. Nicht gelöst seien darüber hinaus die typischen Probleme von Elektroautos wie die geringe Reichweite und lange Ladezeiten, ebenfalls Gründe, die neben den hohen Preisen potenzielle Käufer von einem Kauf abhielten.
Elektromobilität – Informationen des BMVi
Förderung von E-Autos braucht mehr als eine Kaufprämie (VCD)

Feinstaubalarm in Stuttgart

Seit dem 11. Januar 2016 löst die Stadt Stuttgart Feinstaubalarm aus, sobald der Deutsche Wetterdienst (DWD) besonders schadstoffträchtige Wetterlagen vorhersagt. Die Bevölkerung in Stuttgart und in der Metropolregion sollte dann das Auto innerhalb der Umweltzone nicht nutzen und auf den Betrieb von Komfort-Kaminen verzichten. Die Aufforderung hat freiwilligen Charakter, verbindliche Fahrverbote werden bislang nicht ausgesprochen.
Informationen über die aktuelle Feinstaubsituation in Stuttgart

TV-Tipp: Das Märchen von der Elektromobilität

Ladekabel Renault ZOEDer Film „Das Märchen von der Elektromobilität“ beschäftigt sich mit der Frage, warum die Elektromobilität in Deutschland, trotz anderslautender Bekundungen von Politikern und Autoherstellern, nicht vorankommt. Die Bilanz ist ernüchternd, deutsche Hersteller steigen reihenweise aus der Batterieproduktion aus und Elektromobile sind selten auf deutschen Straßen zu sehen. Es besteht die Vermutung, dass die Industrie Innovationen nicht engagiert genug vorantreibt. Die Doku von Katharina Adami und Josef Streule beleuchtet die Hintergründe.
Das Erste sendet den Film am heutigen Montag, 10.8.2015 um 23:15 Uhr im Rahmen der Reihe „Story im Ersten“.
Sendungsübersicht ARD „Das Märchen von der Elektromobilität“

Automobilindustrie will vom Carsharing-Boom profitieren

Schwere Zeiten für Autobauer. So rechnet der Branchenverband VDA mit einem Rückgang der Neuzulassungen auf 3 Millionen Fahrzeuge. Viele Hersteller versuchen dem Abwärtstrend zu begegnen, indem sie beim Carsharing einsteigen. Unlängst hat Daimler in Stuttgart mit 300 Smarts die größte Elektroflotte Deutschlands ins Leben gerufen. Citroën setzt ebenfalls ausschließlich auf Elektroautos und ist mit der Carsharing-Marke Multicity hauptsächlich in Berlin unterwegs. BMW kooperiert mit Sixt und hat den Carsharing-Anbieter DriveNow gegründet. Die Autoindustrie rechnet mittelfristig damit, Gewinne aus dem derzeitigen Carsharing-Boom ziehen zu können. Gerade junge Leute in den Städten kaufen sich immer seltener ein eigenes Auto. Dabei spielen wirtschaftliche Gründe eine Rolle, das Auto ist aber auch immer weniger das alleinige Statussymbol.
Car Center Automotive Research Universität Duisburg-Essen