Wenn Strom und Gas vegan sein sollen

Solarpanel

Vegane Stromerzeugung, © Benjamin Grießmann

Was ist die Steigerung von „Öko“? Vegan! Und so gibt es nicht nur vegane Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs, die ohne tierische Rohstoffe hergestellt werden, sondern auch vegane Energieträger. Befürworter verweisen auf das Tierleid und die ökologischen Folgen der Güllewirtschaft.

Bei der Herstellung von veganem Strom oder Gas wird darauf geachtet, dass im gesamten Prozess keine Tiere zu schaden kommen. Nach besonders strengen Auslegungen scheiden auch die regenerativen Energiequellen Wind- und Wasserkraft aus, weil beim Betrieb der Kraftwerke Tiere verletzt oder getötet werden können (z.B. Vogelschlag). Kohle- und Atomstrom wird bei den meisten Veganern, die nachhaltig orientiert sind, ebenfalls nicht in Frage kommen. Bleibt als „veganste“ Form der Stromerzeugung eigentlich nur die Photovoltaik übrig. Die vegane Gasproduktion zeichnet sich dadurch aus, dass keine tierischen (Gülle etc.), sondern ausschließlich pflanzliche Ausgangsprodukte zum Einsatz kommen.

Mit der Marke „vegawatt“ platzieren die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) ein Angebot speziell für Kunden mit veganem Lebensstil. Der Strom stammt laut Anbieter zu 100 Prozent aus Photovoltaik-Anlagen und das Gas wird aus Zuckerrübenschnitzeln gewonnen. Andere Anbieter bewerben das Schlagwort „vegan“ nicht explizit, haben aber  ebenfalls Produkte im Angebot, die für Veganer unter Umständen in Frage kommen können. Bei den meisten Ökostromprodukten sind jedoch Anteile von Wind- und Wasserkraft enthalten. Hier muss jeder selbst entscheiden, inwieweit die einzelnen Angebote mit den individuellen (veganen) Ansprüchen vereinbar sind. Ebenso im Bereich Biogas. Der Anbieter LichtBlick wirbt damit, dass sein Biogas auschließlich aus Pflanzenresten und Grünschnitt gewonnen wird. Greenpeace Energy erzeugt sein Gas aus Strom, der allerdings mit Hilfe von Windkraft erzeugt wird. Allgemeine Empfehlung: Interessierte sollten bei den Anbietern explizit nachfragen und einzelne Produkte genau vergleichen.

GeoTherm 2017

Am 15. und 16. Februar 2017 wird die Messe GeoTHERM Offenburg zum elften Mal veranstaltet. Die Messe versteht sich als zentraler Marktplatz der Geothermie-Branche.
Am Vortag, 14. Februar, findet in Kooperation mit der Internationalen Geothermischen Vereinigung (IGA) und der Internationalen Energieagentur (IEA Geothermal TCP)
ein Lateinamerika-Symposium statt.
Weitere Informationen zur GeoTHERM Offenburg

Broschüre „Photovoltaik und Batteriespeicher“

Solaranlage in der Nähe von HeidelbergViele Menschen in Deutschland setzen auf die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Ende 2016 waren rund 1,5 Millionen Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 41 Gigawatt installiert. Eine neue Broschüre des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg informiert darüber, wie Überschüsse nicht nur in das öffentliche Stromnetz eingespeist, sondern auch für den Eigenverbrauch gespeichert werden können. Die Broschüre beantwortet grundlegende Fragen: Wie sollten Solarstromspeicher dimensioniert werden? Welche Speichertypen und -systeme gibt es? Wie wird die Neuinstallation oder Nachrüstung gefördert?
Publikation: Photovoltaik und Batteriespeicher – Technologie, Integration, Wirtschaftlichkeit (Information und Download)

Energie-Spar-Kalender 2017

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat einen Energie-Spar-Kalender veröffentlicht. Er enthält nützliche Haushaltstipps für mehr Klimaschutz und finanzielle Einsparungen.
Der Energie-Spar-Kalender 2017 kann auf den Seiten des Ministerium bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Braunkohle: Potenzielle Vattenfall-Käufer ziehen sich zurück

Wie das Aktionsbündnis Ende Gelände, das sich für den Ausstieg aus der Kohlekraft einsetzt, in einer Presseerklärung mitteilt, bleibt Vattenfall auf seinem Braunkohlegeschäft sitzen. Zwei potenzielle Käufer hätten vor Ende der Bietefrist ihre Angebote zurückgezogen. Das Aktionsbündnis bewertet den Rückzug als Erfolg seiner Kampagne. Der tschechische Energiekonzern CEZ sei zwar weiter an Vattenfalls Geschäft interessiert, aber nur unter sicheren politischen Rahmenbedingungen. Die Proteste der Aktivisten hatten daran offensichtlich Zweifel genährt.
Schon seit längerer Zeit sucht der schwedische Energiekonzern Vattenfall Käufer für seine Braunkohlesparte in Deutschland. Im November letzten Jahres hatte Vattenfall das Angebot der ebenfalls mitbietenden Umweltschutzorganisation Greenpeace zurückgewiesen. Greenpeace wollte die Braunkohlesparte in eine gemeinnützige Stiftung überführen. Sie bezifferte den „wahren Wert“ wegen der hohen Folgekosten zur Behebung von Umweltschäden auf minus 2 Milliarden Euro.
Aktionsbündnis Ende Gelände
Braunkohle in der Lausitz (Greenpeace)
Bundesverband Braunkohle

19. März 2016: 10. Earth Hour

Am 19. März ist es soweit: Die Earth Hour findet zum zehnten Mal statt. Tausende Städte löschen ab 20:30 Uhr für eine Stunde die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen – als Zeichen für den Klimaschutz. Damit ist die Earth Hour eine der größten Umweltaktionen weltweit.
Website zur Earth Hour

Kinotipp: POWER TO CHANGE – DIE ENERGIEREBELLION

Banner POWER TO CHANGE

Quelle: http://www.change-derfilm.de/

Der Film POWER TO CHANGE – DIE ENERGIEREBELLION feiert am 12. März 2016 Premiere im Konzerthaus Freiburg. Er zeigt den Aufbruch in eine Zukunft, die ohne fossile und atomare Energieträger auskommt und soll laut Regisseur Carl-A. Fechner die Zuschauer dazu ermutigen, gemeinsam für eine nachhaltige und gerechte Welt zu kämpfen.
Tickets können über reservix.de bestellt werden.
Website zum Film POWER TO CHANGE
Brief des Regisseurs zum Filmstart am 17.03.2016

BP-Studie sagt steigenden Energieverbrauch voraus

Nach einer Studie von BP wird der Energieverbrauch kräftig steigen. Es wird geschätzt, dass in 20 Jahren weltweit rund ein Drittel mehr Energie verbraucht wird als heute. Der Anteil Erneuerbarer Energien werde zwar leicht ansteigen, fossile Energieträger wie Kohle, Öl oder Erdgas würden aber weiterhin eine dominante Rolle spielen. Experten rechnen nicht damit, dass unter diesen Voraussetzungen die Klimaziele von Paris erreicht werden können.
BP Energy Outlook 2035: Übergang in eine CO2-ärmere Zukunft

ENTEGA-Blog zu Energie- und Umweltthemen

Screenshot ENTEGA BlogDie ENTEGA Energie GmbH veröffentlicht auf ihrer Website eine Reihe von Tipps und Informationen rund um die Themen Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Der aktuelle Beitrag berichtet über Best Practise Beispiele zur Verwendung von Erneuerbaren Energien.
ENTEGA Blog
Nachhaltige Stadtentwicklung: Deutschland, deine Ökostrom-Oasen

Allianz investiert nicht mehr in Kohleenergie

Der Versicherungskonzern Allianz teilt mit, dass er zukünftig nicht mehr in Kohleenergie investieren wird. „Wir werden nicht mehr in Bergbau- und Energieunternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes beziehungsweise ihrer Energieerzeugung aus Kohle generieren“, so der Chefinvestor Andreas Gruber in einem Interview mit dem ZDF. Klimaschützer sehen das als sehr positives Signal kurz vor Beginn der Weltklimakonferenz in Paris.
Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtet über das Thema heute Abend um 21 Uhr.