Richter stoppen vorläufig die Rodung des Hambacher Forsts, BUND jubelt

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Rodungsarbeiten im Hambacher Forst vorläufig gestoppt. Die Richter entsprachen damit einem Eilantrag des Umweltverbandes BUND. Laut einer Pressemitteilung des Gerichts müsse – bevor vollendete Tatsachen geschaffen würden – geklärt werden, ob das Gebiet der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) unterstehe. Das in dieser Sache beim Verwaltungsgericht Köln anhängige Verfahren müsse zunächst abgewartet werden. Vertreter des BUND sprechen von einem großen Erfolg und vom Anfang des Endes der Braunkohleförderung. 

Ausflugstipp: Schmidtenhöhe bei Koblenz

Konikpferde auf der Schmidtenhöhe bei KoblenzHalbwilde Konikpferde und Taurusrinder mitten in Deutschland? Das gibt es auf der Schmidtenhöhe unweit von Koblenz. Teile des Standortübungsplatzes der Bundeswehr Koblenz-Schmidtenhöhe stehen heute unter Naturschutz. Die halboffnene Weidelandschaft, die vielen seltenen Arten eine Heimat bietet, wird vom Naturschutzbund Deutschland NABU betreut. Nach Auflösung der Panzerbataillone 1992 stand die Frage im Raum, wie die durch militärische Nutzung geformte Landschaft, offen gehalten werden kann, um den Artenreichtum zu erhalten. Teile des Gebietes gehören zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 und eine Verschlechterung der Bedingungen ist nicht zulässig. Gelöst wurde das Problem durch ein Beweidungskonzept. Große Pflanzenfresser wie Konikpferde uns Taurusrinder wirken der Verbuschung erfolgreich entgegen. Das Areal wurde als Naherholungsgebiet freigegeben und ist über beschilderte Wege mit Aussichtstürmen erschlossen. Der NABU Koblenz und Umgebung bietet regelmäßig spannende Führungen in das Gebiet an.
Halboffene Weidelandschaft – Informationen des NABU
Konikpferde auf der Schmidtenhöhe (Youtube)