scinexx.de: Klimaphänomene fördern Belastungen durch toxische Algenblüten

Das Klima-Phänomen El-Niño hat riesige Teppiche aus Algen und Cyanobakterien zur Folge. Experten vermuten, dass Speisemuscheln und Krabben immer öfter mit Algengiften belastet sein könnten, berichtet das Wissensmagazin scinexx.de. In den von El Niño betroffenen Gebieten muss die Muschelernte immer wieder ausgesetzt werden. Durch den Klimawandel nehmen extreme El Niños in den letzten Jahrzehnten zu.
Giftige Muscheln durch El Nino & Co (scinexx.de)
Climatic regulation of the neurotoxin domoic acid (PNAS)

Kommunalwettbewerb „HolzProKlima“

HolzstapelDer Kommunalwettbewerb, der von der Initiative HolzProKlima und proHolzBW veranstaltet wird, richtet sich an Gemeinden, Städte und Landkreise in Baden-Württemberg, die verstärkt Holz zum Bauen und Wohnen verwenden.
Holz, das energieintensiv hergestellte Materialien ersetzt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Es speichert zudem das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2), das beim Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen wird. Das größte Klimaschutzpotenzial entfaltet Holz, wenn es mehrfach stofflich wiederverwendet wird.
Bewerbungen können bis Freitag, den 31. März 2017 eingereicht werden. Die erforderlichen Unterlagen stehen unter wettbewerb.holzproklima.de zum Download bereit.

tagesschau.de: Klimaforscher sichern Daten

tagesschau.de meldet, dass Klimaforscher kurz vor der Vereidigung Donald Trumps als Präsident der Vereinigten Staaten eilig Daten zum Klimawandel von Regierungsservern sichern. Der designierte Präsident hatte den Klimawandel als „Scherz der Chinesen“ bezeichnet. Die Wissenschaftler hätten Angst, dass Daten verschwinden könnten, sobald Donald Trump im Amt ist.
Klimaforscher schützen Daten vor Trump (tagesschau.de)

Klimaklage gegen RWE: Der Fall Huarez

Der peruanische Bergführer Saul Luciano Lliuya legt sich mit dem zweitgrößten deutschen Energiekonzern RWE an und zieht vor Gericht. RWE sei durch den Betrieb von Kohlekraftwerken für den Klimawandel mit verantwortlich und damit auch für die Gletscherschmelze oberhalb der Stadt Huaraz. Die Wassermassen könnten eine Staumauer zum Bersten bringen und Huaraz unter sich begraben. Lliuya sieht seine Familie und sein Eigentum bedroht. RWE weist die Vorwürfe von sich. Ein Unternehmenssprecher verwies darauf, dass viele Faktoren beim Klimawandel eine Rolle spielten und nicht ein bestimmter Konzern verantwortlich gemacht werden könnte. Am heutigen Donnerstag beginnt der Zivilprozess am Landgericht Essen, zu dem Lliuya eigens angereist ist. Bei seiner Aktion unterstützt wird Huaraz von der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch.
Klimaklage gegen RWE erstmals in mündlicher Verhandlung am Landgericht Essen (Germanwatch)
Pressemitteilung des Landgerichts Essen zum Fall Huaraz (PDF-Datei)

Internationales Klimaschutzabkommen tritt in Kraft: Deutschland ohne Klimaschutzplan

Heute tritt das Pariser Klimaschutzabkommen in Kraft und Deutschland hat seinen eigenen Klimaschutzplan noch nicht verabschiedet. Ein durchaus peinlicher Vorgang, hat sich Deutschland bisher stets als Vorreiter in Klimaschutzfragen geriert. Umweltministerin Barbara Hendricks ist sauer und forderte ein Machtwort der Kanzlerin. Der von ihr vorgelegte Entwurf für einen Klimaschutzplan 2050 wurde vom Koalitionspartner CDU zusammengestrichen. Offensichtlich waren dem Bundeskanzleramt die resultierenden Einschnitte für die Bürger zu drastisch. In einem Spiegel-Interview kündigte Hendricks an, sich dem Widerstand nicht zu beugen und weiterhin an den Einsparzielen und konkreten Zeitplänen festzuhalten.
Experten sind sich einig: Es besteht dringend Handlungsbedarf. Ein UNEP-Report fordert, dass der Ausstoß von Treibhausgasen umgehend und vehement gesenkt werden müssten. Was zu tun ist, um das 2-Grad-Ziel zu erreichen, also die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen,  hat Greenpeace im Februar 2016 in einer Studie vorgerechnet. Dazu gehört der Kohleausstieg bis spätestens 2035 und die vollständige Abschaffung von Verbrennungsmotoren bei Neuwagen ab 2025. Außerdem müsse die Ausbeutung der Wälder sofort gestoppt und die Tierhaltung reduziert werden.
Umweltministerin Hendricks zum Klimaschutz: „Die Union hat es nicht kapiert“ (Spiegel Online)
Greenpeace-Energieszenario „Der Plan“ (PDF-Datei)

Wärmerekord 2015 – DWD veröffentlicht klimatologische Einschätzung

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, erreichte die globale Temperatur im Jahr 2015 einen neuen Rekordwert. Analysen mehrerer unabhängiger Datensätze ergaben, dass das Jahr 2015 das bisher wärmste Jahr seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1880 war. Als eine Ursache wird das El-Niño-Ereignis angesehen, das im Frühjahr 2015 einsetzte. Noch 2013 hatten einige Klimaforscher eine Erwärmungspause des globalen Klimas ausgemacht. Mit den Rekordtemperaturen der Jahre 2014 und 2015 könne davon nun keine Rede mehr sein.
Neuer Rekord der globalen Temperatur 2015 – Klimatologische Einschätzung global und national (DWD)

Historisches Klimaabkommen

Das in Paris verabschiedete Klimaabkommen wird als historisch bezeichnet. Erstmals werden fast alle Länder am Kampf gegen den Klimawandel beteiligt. Die Staaten verpflichten sich, den Temperaturanstieg seit vorindustriellen Zeiten auf unter 2 Grad zu begrenzen. Viele Umweltverbände beurteilen das Abkommen sehr positiv. Der WWF nannte es sogar ein „Meisterstück der Klimadiplomatie“, wie Tagesschau online berichtete.

DWD-Studie: Zunahme von Hitzetoten durch extreme Hitzeperioden

Nach einer Studie, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) für das Umweltbundesamt (UBA) erstellt hat, erhöhen Hitzewellen das Sterblichkeitsrisiko von Menschen mit koronaren Herzkrankheiten um bis zu 15 Prozent. Grundlage waren Daten aus den Jahren 2000 bis 2010. Im Zuge des Klimawandels rechnen Experten mit einer deutlichen Zunahme von Hitzewellen. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird mit einer Zunahme der hitzebedingten Sterblichkeit um den Faktor drei bis fünf gerechnet, falls es gelänge, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Dabei kann jeder auch selbst einen Beitrag leisten. Als präventive Maßnahmen empfehlen Experten viel Bewegung, gesunde Ernährung und den Verzicht auf Rauschmittel wie Zigaretten und Alkohol. Die Hinweise und Informationen des Hitzewarnsystems des DWD sollten beachtet werden.
Einfluss des Klimawandels auf die Biotropie des Wetters und die Gesundheit bzw. die Leistungsfähigkeit der Bevölkerung in Deutschland

Trotz IS-Anschlägen: Klimakonferenz findet statt

Logo: COP 2015Ungeachtet der jüngsten Ereignisse soll die Klimakonferenz 2015 wie geplant in Paris stattfinden. Eine Absage wäre „kein gutes Signal“, zitiert die Tagesschau den französischen Premierminister Manuel Valls. Zum Konferenzbeginn am 30. November werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs in Le Bourget bei Paris erwartet. Daneben werden mehrere zehntausend Menschen anlässlich der Konferenz in die französische Hauptstadt kommen. Wichtigstes Ziel ist die Verabschiedung eines Klimaabkommens, in dem die Klimaziele ab 2020 festgelegt sind.
COP21 – United Nations conference on climate change (englisch)

Globales Problem mit regionalen Folgen – 5. KLIWA-Symposium

Würzburg, 6. Dezember 2012. Der Klimawandel ist ein globales Problem mit regionalen Folgen. Um die Folgen der Klimaveränderung bewältigen zu können, sei eine enge Zusammenarbeit der Bundesländer erforderlich. Das betonten der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber, die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken, der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller sowie der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes Dr. Paul Becker anlässlich des 5. KLIWA-Symposiums, das in Würzburg stattfand.
Das Kooperationsvorhaben “KLIWA” wurde im Jahr 1999 ins Leben gerufen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft in Süddeutschland zu untersuchen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln.
Nähere Informationen zu KLIWA