CO2-Konzentration auf Rekordniveau

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm. Die Konzentration der klimaverändernden Treibhausgase in der Atmosphäre ist so hoch wie nie. Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor unumkehrbaren Folgen. Es gebe keine Anzeichen für eine Trendumkehr beim Klimawandel. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stieg nach Angaben der WMO 2017 von 403,3 ppm (Teilchen pro Million Teilchen) auf 405,5. Sie lag damit um 46 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit (vor 1750). Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erwartet in einer neuen Studie nicht nur vermehrt Hitzewellen im Sommer, sondern auch starke Kälteeinbrüche in Europa und Nordamerika.

Climate Warriors kommt ins Kino

Es erscheint demnächst wieder ein neuer Film von Regisseur Carl A. Fechner zum Thema Klimawandel, Energiewende und Nachhaltigkeit. Climate Warriors ist die Fortsetzung zu Power to Change, der 2016 in über 360 Städten aufgeführt wurde. Im Film kommen engagierte „Klimakrieger“, wie Arnold Schwarzenegger, Energieexperten wie Hans-Josef Fell oder der charismatische Aktivist und Hip-Hop-Künstler Xiuhtezcatl Martinez zu Wort. Climate Warriors möchte die Zuschauer ermutigen, sich für eine nachhaltige und gerechte Welt einzusetzen.

Premiere ist am 3. Dezember 2018 im Babylon-Kino Berlin. Nach der Vorführung erwartet die Zuschauer*innen ein Filmgespräch mit dem Regisseur. Daneben werden der Energieexperte Hans Josef Fell und die Wissenschaftlerin Professorin Claudia Kemfert anwesend sein.

Weltweiter Aktionstag: „Rise for Climate“, 8. September 2018

Am 8. September werden sich weltweit auf Tausenden Demos und Veranstaltungen Menschen versammeln, um von öffentlichen Einrichtungen und lokalen Regierungen zu verlangen, dass sie sich zum Aufbau einer Welt ohne Kohle, Öl und Gas verpflichten. Die Hauptforderung lautet: „Kein Aufschieben mehr, keine Verzögerungen mehr: Die Zeit ist reif für eine Bürger-Energiewende hin zu 100 % Erneuerbaren.“ Die Initiatoren gehen von der Grundannahme aus, dass echter Klimaschutz nur von der Basis aus wachsen kann und lokales Handeln den Weg in eine klimafreundliche Zukunft aufzeigt.

Globale Allianz für Kohleausstieg

Großkraftwerk Mannheim

Großkraftwerk Mannheim, © Benjamin Grießmann

Während sich die Sondierer in Deutschland sich noch zieren, haben Großbrittanien und Kanada auf der UN-Klimakonferenz überraschend eine globale Allianz für den Kohleausstieg vorgestellt („Powering Past Coal Alliance“). Mit dabei sind viele weitere Partner, darunter Italien, Frankreich, Österreich, Finnland und Portugal. In der gemeinsamen Erklärung heißt es, dass der Ausstieg aus der Kohlevertromung einer der wichtigsten Schritte sei, um das 2-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens noch erreichen zu können. Damit gerät Deutschland zunehmend unter Druck. Bei den Jamaika-Sondierungen ist das Thema Kohleausstieg äußerst umstritten.

Inwiefern sich die Ankündigungen der globalen Allianz als substanziell herausstellen und nicht nur als  Luftnummer, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen; und auch inwieweit die wegfallenden Strommengen durch Atomkraft aufgefangen oder tatsächlich die erneuerbaren Energien gefördert und weiterentwickelt werden sollen. Letzteres ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern. Deutschland muss nun aufpassen, den Anschluss an die Zukunft nicht zu verlieren. Experten sehen neben den Folgen für das Klima und der Landschaftszerstörung auch große gesundheitliche Beeinträchtigungen. Dies alles führt letztendlich auch zu wirtschaftlichen Einbußen.

EU fordert von der Autoindustrie niedrigere CO2-Grenzwerte

Verkehr auf der Autobahn A61

© Benjamin Grießmann

Die EU-Kommission hat eine Verschärfung der Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Autos beschlossen. Bis 2030 müssten die Emissionen um 30 Prozent gemindert werden. Die Vorschläge stoßen bei den Autoherstellern auf wenig Gegenliebe. Aber auch die Befürworter strengerer Regelungen sind wenig begeistert. Den Grünen gehen die Schritte nicht weit genug. Sie fordern eine Reduktion von mindestens 60 Prozent. Anderenfalls könnten die Pariser Klimaziele nicht erreicht werden, so die grüne Europa-Abgeordnete Rebecca Harms in einem ZDF-Interview.

Klimawissen für alle: Englischsprachige Vorlesung startet am 1. Oktober 2017

Anlässlich der Weltklimakonferenz, die im November in Bonn stattfindet, bieten der WWF Deutschland und das Deutsche Klima-Konsortium eine kostenlose Online-Vorlesung zum Thema Klimaschutz an.
Unter den Keyspeakern befindet sich Prof. Dr. Mojib Latif vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Gastwissenschaftler aus Indien, den Malediven und Afrika geben auch den vom Klimawandel direkt betroffenen Ländern in dem Kurs eine authentische Stimme. Als Moderatorin wird Helena Humphrey, Journalistin der deutschen Welle, durch den Klima-Kurs führen.
Die Teilnehmer lernen alles über die Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie über mögliche Handlungsoptionen. Die englischsprachige Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die sich Klimawissen aneignen möchten.
Die Kapitel des Kurses bestehen aus kurzen Videoclips, Quizfragen sowie ergänzenden, interaktiven Lehrmaterialien. Am Ende des Kurses wird ein Zertifikat als Nachweis der Weiterbildung ausgestellt. Teilnehmer können zudem digitale Auszeichnungen, sogenannte Open Badges, erwerben. Dank der Förderung des Auswärtigen Amtes steht der Kurs jedem kostenlos zur Verfügung.

Studie zeigt auf: Neue Diesel nicht klimafreundlicher als Benziner

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass es sich bei der Prämisse „Diesel bedeutet Klimaschutz“ um ein Märchen handelt. Zahlen einer jetzt von Transport & Environment vorgelegten Umweltstudie widersprechen den Aussagen der Automobilkonzerne. Neu zugelassene Diesel-PKW produzierten nicht weniger CO2 als Benziner. Bezogen auf die gesamte Betriebsdauer emitierten Diesel sogar mehr klimaschädliche Abgase. Gründe seien die energieintensivere Produktion des Kraftstoffs und der Motoren, höhere Fahrleistungen wegen niedrigerer Literpreise sowie höhere Emissionen durch den beigemischten Biodiesel. Außerdem würden Diesel-Motoren tedenziell eher in großen und schweren Fahrzeugen eingesetzt. Damit scheinen die Aussagen von Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Chef Harald Krüger, dass Diesel zur Erreichung der Klimaziele gebraucht würden, widerlegt.

Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg

Das Umweltministerium des Landes und die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) haben den ersten Bericht zu den Folgen des Klimawandels sowie eine Startbilanz zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen veröffentlicht. Der Monitoring-Bericht ist im Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg (KSG) verankert und wird alle drei Jahre fortgeführt.

Standing Rock-AktivistInnen besuchen rheinisches Braunkohlerevier

Vor einem Jahr haben vor allem indigene Gruppen mit Protestcamps begonnen, gegen die Dakota Access Öl-Pipeline zu demonstrieren. Die Pipeline kreuzt direkt beim Lakota Reservat „Standing Rock“ den Missouri River und droht das Trinkwasser der Region zu verschmutzen.

Nun kommen vier Standing Rock-Aktivisten/Altivistinnen ins rheinische Braunkohlerevier. Am 03.06. berichten sie um 18 Uhr in der Alten Feuerwache in Köln von ihren Erfahrungen und am 04.07. besuchen sie von 14-18 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Waldspaziergangs mit Michael Zobel die Waldbesetzung im Hambacher Forst. Der Besuch im Rheinland wird von der Gruppe ausgeco2hlt organisiert. Zweck der Reise sind die Vernetzung und der Austausch mit der europäischen Klimabewegung.

Quelle: Pressemitteilung „Standing Rock-AktivistInnen im rheinischen Braunkohlerevier“ vom 31.05.17, presse@ausgeco2hlt.de

Kommunalwettbewerb „HolzProKlima“

HolzstapelDer Kommunalwettbewerb, der von der Initiative HolzProKlima und proHolzBW veranstaltet wird, richtet sich an Gemeinden, Städte und Landkreise in Baden-Württemberg, die verstärkt Holz zum Bauen und Wohnen verwenden.
Holz, das energieintensiv hergestellte Materialien ersetzt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Es speichert zudem das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2), das beim Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen wird. Das größte Klimaschutzpotenzial entfaltet Holz, wenn es mehrfach stofflich wiederverwendet wird.
Bewerbungen können bis Freitag, den 31. März 2017 eingereicht werden. Die erforderlichen Unterlagen stehen unter wettbewerb.holzproklima.de zum Download bereit.