scinexx.de: Klimaphänomene fördern Belastungen durch toxische Algenblüten

Das Klima-Phänomen El-Niño hat riesige Teppiche aus Algen und Cyanobakterien zur Folge. Experten vermuten, dass Speisemuscheln und Krabben immer öfter mit Algengiften belastet sein könnten, berichtet das Wissensmagazin scinexx.de. In den von El Niño betroffenen Gebieten muss die Muschelernte immer wieder ausgesetzt werden. Durch den Klimawandel nehmen extreme El Niños in den letzten Jahrzehnten zu.
Giftige Muscheln durch El Nino & Co (scinexx.de)
Climatic regulation of the neurotoxin domoic acid (PNAS)

tagesschau.de: Klimaforscher sichern Daten

tagesschau.de meldet, dass Klimaforscher kurz vor der Vereidigung Donald Trumps als Präsident der Vereinigten Staaten eilig Daten zum Klimawandel von Regierungsservern sichern. Der designierte Präsident hatte den Klimawandel als „Scherz der Chinesen“ bezeichnet. Die Wissenschaftler hätten Angst, dass Daten verschwinden könnten, sobald Donald Trump im Amt ist.
Klimaforscher schützen Daten vor Trump (tagesschau.de)

Waldzustandsbericht 2016 für Baden-Württemberg veröffentlicht

WaldDas Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat den Waldzustandsbericht 2016 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass ansteigende Temperaturen, milde Winter, Witterungsextreme und langanhaltende Trockenperioden den Wäldern immer mehr schaden. Der jährliche Waldzustandsbericht wird im Auftrag der Landesregierung durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) erstellt.
Waldzustandsbericht 2016 (FVA)
Naturnahe Waldwirtschaft (MLR)

Klimaklage gegen RWE: Der Fall Huarez

Der peruanische Bergführer Saul Luciano Lliuya legt sich mit dem zweitgrößten deutschen Energiekonzern RWE an und zieht vor Gericht. RWE sei durch den Betrieb von Kohlekraftwerken für den Klimawandel mit verantwortlich und damit auch für die Gletscherschmelze oberhalb der Stadt Huaraz. Die Wassermassen könnten eine Staumauer zum Bersten bringen und Huaraz unter sich begraben. Lliuya sieht seine Familie und sein Eigentum bedroht. RWE weist die Vorwürfe von sich. Ein Unternehmenssprecher verwies darauf, dass viele Faktoren beim Klimawandel eine Rolle spielten und nicht ein bestimmter Konzern verantwortlich gemacht werden könnte. Am heutigen Donnerstag beginnt der Zivilprozess am Landgericht Essen, zu dem Lliuya eigens angereist ist. Bei seiner Aktion unterstützt wird Huaraz von der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch.
Klimaklage gegen RWE erstmals in mündlicher Verhandlung am Landgericht Essen (Germanwatch)
Pressemitteilung des Landgerichts Essen zum Fall Huaraz (PDF-Datei)

Klimamonitoring-Bericht 2016 für Süddeutschland

Hochwasser am Neckar 2011Der aktuelle Klimamonitoring-Bericht für den Süden Deutschlands belegt das Voranschreiten des Klimawandels. Es muss künftig mit zunehmend extremen Wetterereignissen wie Starkregen, Trockenperioden oder Hitze gerechnet werden. Seit 2001 waren 14 von 15 Jahren in Süddeutschland zu warm. Um den Auswirkungen des Klimawandels begegnen zu können, hat Baden-Württemberg bereits vor einigen Jahren eine Anpassungsstrategie aufgelegt. Beispielsweise werden die Klimaänderungen bei der Planung und beim Bau von Hochwasserschutzeinrichtungen berücksichtigt. Der Monitoring-Bericht wurde im Rahmen des Kooperationsvorhabens KLIWA erstellt.
KLIWA Klimamonitoring-Bericht 2016 (PDF-Datei)
Klimawandel schreitet voran (Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg)

Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“

Stieleiche

Anlässlich der diesjährigen Naturschutzwoche Niedersachsen startet die Stiftung Zukunft Wald im Rahmen ihres Projekts „Schulwälder gegen Klimawandel“ mit insgesamt neun Aktionen zum Wald- und Artenschutz in den November. Im gesamten Bundesland gehen Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende raus in die Natur und pflanzen eigenhändig mehr als 30.000 Bäume und Sträucher. Ziel der Aktionswoche ist es, junge Menschen spielerisch an die Themen Wald und Umwelt heranzuführen und ein Naturbewusstsein zu fördern.
Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Zukunft Wald vom 2. November 2016

Korallenriffe stark bedroht

2015 zeigten Forscher, dass es durch die Korallenbleiche geschädigte Riffe schaffen können, sich wieder in vielfältige Lebensräume zurück zu verwandeln (Graham et al., 2015). Diese positive Entwicklung scheint den jetzt in den Medien stehenden Riffen in Hawaii und am Great Barrier Reef offenbar nicht beschieden zu sein. Klimawandel und El Niño heizen das Meerwasser derart auf, dass die Zooxanthellen, die normalerweise mit den Korallentieren in Symbiose leben, Giftstoffe absondern. In Folge stoßen die Korallen die Zooxanthellen ab, ohne die sie nicht länger als etwa 8 Wochen überleben können. Wissenschaftler schlagen Alarm. Intakte Riffe spielen beim Küstenschutz eine große Rolle und bieten zahlreichen anderen Tierarten einen Lebensraum.
NOAA declares third ever global coral bleaching event (Englisch)
Korallenriffe in der Krise: Wie lange wird es sie noch geben? (Artikel von Christian Wild auf den Seiten der Deutschen UNESCO-Kommission)

Sea Level Change: NASA informiert über Meeresspiegelanstieg

Strand an der Ostseeküste bei Leba, PolenAuf der Website Sea Level Change veröffentlicht die NASA Informationen und Daten zum Meeresspiegelanstieg. Weltweit erhöhen sich die Pegelstände um 3 Millimeter pro Jahr, als Ursache vermuten führende Wissenschaftler den anthropogenen Klimawandel. Die Informationen unter Sea Level Change lassen sich auch sehr gut für den naturwissenschaftlichen Unterricht nutzen.
Website Sea Level Change

Braunkohle: Potenzielle Vattenfall-Käufer ziehen sich zurück

Wie das Aktionsbündnis Ende Gelände, das sich für den Ausstieg aus der Kohlekraft einsetzt, in einer Presseerklärung mitteilt, bleibt Vattenfall auf seinem Braunkohlegeschäft sitzen. Zwei potenzielle Käufer hätten vor Ende der Bietefrist ihre Angebote zurückgezogen. Das Aktionsbündnis bewertet den Rückzug als Erfolg seiner Kampagne. Der tschechische Energiekonzern CEZ sei zwar weiter an Vattenfalls Geschäft interessiert, aber nur unter sicheren politischen Rahmenbedingungen. Die Proteste der Aktivisten hatten daran offensichtlich Zweifel genährt.
Schon seit längerer Zeit sucht der schwedische Energiekonzern Vattenfall Käufer für seine Braunkohlesparte in Deutschland. Im November letzten Jahres hatte Vattenfall das Angebot der ebenfalls mitbietenden Umweltschutzorganisation Greenpeace zurückgewiesen. Greenpeace wollte die Braunkohlesparte in eine gemeinnützige Stiftung überführen. Sie bezifferte den „wahren Wert“ wegen der hohen Folgekosten zur Behebung von Umweltschäden auf minus 2 Milliarden Euro.
Aktionsbündnis Ende Gelände
Braunkohle in der Lausitz (Greenpeace)
Bundesverband Braunkohle

Wärmerekord 2015 – DWD veröffentlicht klimatologische Einschätzung

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, erreichte die globale Temperatur im Jahr 2015 einen neuen Rekordwert. Analysen mehrerer unabhängiger Datensätze ergaben, dass das Jahr 2015 das bisher wärmste Jahr seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1880 war. Als eine Ursache wird das El-Niño-Ereignis angesehen, das im Frühjahr 2015 einsetzte. Noch 2013 hatten einige Klimaforscher eine Erwärmungspause des globalen Klimas ausgemacht. Mit den Rekordtemperaturen der Jahre 2014 und 2015 könne davon nun keine Rede mehr sein.
Neuer Rekord der globalen Temperatur 2015 – Klimatologische Einschätzung global und national (DWD)