Prominente Unterstützung für Petition gegen Plastikmüll

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Umweltaktivist, setzt sich gegen Plastikmüll ein und bittet darum, eine Petition zu unterschreiben. Seine Empfehlung: „Vermeiden Sie so gut es geht PET-Flaschen, Plastiktüten und sonstige überflüssigen Plastikverpackungen. (…) PET ist so ziemlich die größte Umweltsauerei unserer Zivilisation – wir sollten endlich was dagegen tun.“
Umweltschützer warnen seit längerer Zeit vor den Gefahren des Plastikmülls, der auch eine Bedrohung für die Gesundheit des Menschen darstellen kann. Über Meerestiere, die kleinste Plastikteilchen aufnehmen, gelangen die Stoffe wieder auf unseren Tellern. In  Ozean-Wirbeln sammeln sich riesige Mengen Plastik an und stören das ökologische Gleichgewicht. Viele Tiere verenden elendig durch Plastikteile. Hinzu kommt die extrem langsame Verrottung. Der Abbau einer PET-Flasche benötigt rund 450 Jahre.

Ratgeber „Müllvermeidung und Recycling – 70 praktische Tipps für den Alltag“

Die Redaktion des Magazins NeoAvantgarde hat einen werbefinanzierten Ratgeber mit 70 Tipps zum Thema Müllvermeidung und Recycling erstellt. Mit dabei ist eine Übersicht zur Mülltrennung, die dabei hilft, Abfälle korrekt zuzuordnen.

Ellen MacArthur Foundation: Initiative für weniger Plastik

Die Stiftung der britischen Seglerin Ellen MacArthur setzt sich für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ein. Die Extremsportlerin und langjährige Weltrekordhalterin im Einhandsegeln macht sich Sorgen um die Weltmeere. Sie befürchtet, dass 2050 mehr Plastikreste als Fische in den Meeren schwimmen würden. So rief ihre Stiftung 2016 die „New Plastics Economy Initiative“ ins Leben; ein dreijähriges Projekt, das Wege zu weniger Plastik aufzeigen soll. Die Ziele sollen durch Innovation, Wiederverwertung und Recycling erreicht werden. Begleitend erschien die gemeinsam mit McKinsey & Company erstellte Studie „The New Plastics Economy – Rethinking the future of plastics“.
Anlässlich des diesjährigen Weltwirtschaftsforums stellt die Ellen MacArthur Foundation nun eine weitere Studie vor. Ziel ist unter anderem eine Steigerung der Recyclingquote von derzeit rund 5 auf 70 Prozent. Den darin enthaltenen Aktionsplan unterstützen mittlerweile mehr als 40 führende Industrieunternehmen.
Industry endorses plan to recycle 70% of plastic packaging globally
The New Plastics Economy: Catalysing action (Download der Studie)

BSR-Kampagne Trenntstadt Berlin

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) macht mit großen Skulpturen, Kinospots, Fotos auf Instagram sowie Youtube-Filmen auf ihre Kampagne Trenntstadt Berlin aufmerksam. Gemeinsam mit ihren Partnern ALBA, Berlin Recycling, Bartscherer und der Stiftung Naturschutz Berlin will die BSR das Thema Abfallvermeidung und Abfallrecycling auf humorvolle Weise neu thematisieren. Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Mülltrennung. Der aktuelle Kinospot und Kurzfilme mit Tipps zur Mülltrennung sind in Zusammenarbeit mit den Berliner Füchsen entstanden.
Kampagnenseite Trenntstadt Berlin
Kinospot „Der große Wurf“


Quelle: https://www.youtube.com/channel/UC-rrVnVK-rODVphBFiba_ug

Krittelei am Plastiktütenverzicht

Kaum hat Handels- und Touristikkonzern REWE Plastiktüten aus seinem Sortiment genommen, melden sich Kritiker zu Wort. Die Ökobilanz für die Alternativen (Stoffbeutel, stabile Mehrwegplastiktasche, Papiertüte) falle nur besser aus, wenn diese mehrmals verwendet würden. Man müsse „die Deutschen nicht noch dazu erziehen, ihre Tüten mehrfach zu verwenden und Stoffbeutel oder Rucksäcke zu verwenden.“, schreibt die FAZ in ihrer Online-Ausgabe vom 1. Juni 2016.
Lob bekam das Unternehmen hingegen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesumweltministerin. NABU und die REWE Group sind eine strategische Partnerschaft zur Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten eingegangen.
Die nutzlose Abschaffung der Plastiktüte (FAZ-Online)
REWE verzichtet auf Plastiktüten (NABU)
Plastiktüten (Infobroschüre des Umweltbundesamtes, PDF-Datei)