Krittelei am Plastiktütenverzicht

Kaum hat Handels- und Touristikkonzern REWE Plastiktüten aus seinem Sortiment genommen, melden sich Kritiker zu Wort. Die Ökobilanz für die Alternativen (Stoffbeutel, stabile Mehrwegplastiktasche, Papiertüte) falle nur besser aus, wenn diese mehrmals verwendet würden. Man müsse „die Deutschen nicht noch dazu erziehen, ihre Tüten mehrfach zu verwenden und Stoffbeutel oder Rucksäcke zu verwenden.“, schreibt die FAZ in ihrer Online-Ausgabe vom 1. Juni 2016.
Lob bekam das Unternehmen hingegen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bundesumweltministerin. NABU und die REWE Group sind eine strategische Partnerschaft zur Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten eingegangen.
Die nutzlose Abschaffung der Plastiktüte (FAZ-Online)
REWE verzichtet auf Plastiktüten (NABU)
Plastiktüten (Infobroschüre des Umweltbundesamtes, PDF-Datei)

Ausflugstipp: Schmidtenhöhe bei Koblenz

Konikpferde auf der Schmidtenhöhe bei KoblenzHalbwilde Konikpferde und Taurusrinder mitten in Deutschland? Das gibt es auf der Schmidtenhöhe unweit von Koblenz. Teile des Standortübungsplatzes der Bundeswehr Koblenz-Schmidtenhöhe stehen heute unter Naturschutz. Die halboffnene Weidelandschaft, die vielen seltenen Arten eine Heimat bietet, wird vom Naturschutzbund Deutschland NABU betreut. Nach Auflösung der Panzerbataillone 1992 stand die Frage im Raum, wie die durch militärische Nutzung geformte Landschaft, offen gehalten werden kann, um den Artenreichtum zu erhalten. Teile des Gebietes gehören zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 und eine Verschlechterung der Bedingungen ist nicht zulässig. Gelöst wurde das Problem durch ein Beweidungskonzept. Große Pflanzenfresser wie Konikpferde uns Taurusrinder wirken der Verbuschung erfolgreich entgegen. Das Areal wurde als Naherholungsgebiet freigegeben und ist über beschilderte Wege mit Aussichtstürmen erschlossen. Der NABU Koblenz und Umgebung bietet regelmäßig spannende Führungen in das Gebiet an.
Halboffene Weidelandschaft – Informationen des NABU
Konikpferde auf der Schmidtenhöhe (Youtube)

Imagefilm des NABU Baden-Württemberg

Startbildschirm Imagefilm NABU Baden-Württemberg

Quelle: NABU Baden-Württemberg

Der Imagefilm des NABU Baden-Württemberg berichtet in 100 Sekunden über die Arbeit des Naturschutzbunds im Südwesten. Hier engagieren sich rund 80.000 Mitglieder in 250 Gruppen für den Erhalt der einzigartigen Natur im Ländle. Als Highlights werden das schwäbische Meer und der Nationalpark Schwarzwald präsentiert.
Die ganze Welt im Ländle! Der NABU Baden-Württemberg produziert seinen ersten Film

Stunde der Wintervögel – Mitmach-Vogelzählung ist wertvoller Beitrag zum Naturschutz

HaussperlingVogelfreunde können vom 8. bis 10. Januar 2016 wieder einen Beitrag zum Naturschutz leisten. Bei der vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) ins Leben gerufenen Aktion „Stunde der Wintervögel“ sind alle Menschen aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten oder Park zu zählen. Über mehrere Jahre hinweg ergibt sich so ein wertvoller Datenschatz, den die Naturschützer auswerten können. Im Winter stehen Vogelarten im Mittelpunkt, die entweder bei uns ausharren oder aus dem Norden bei uns überwintern. Die Zählungen können erste Warnzeichen über den Rückgang bestimmter Arten senden. Auch können Trends in der Bestandsentwicklung, die durch den Klimawandel verursacht werden, abgeleitet werden.
Wie die Teilnahme an der Vogelzählung funktioniert, erfahren Sie auf der NABU-Website

NABU verleiht Dino des Jahres

Der Naturschutzbund Deutschland NABU hat den “Dinosaurier des Jahres” gekürt. Die Wahl fiel dieses Mal auf Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Der NABU-Präsident Olaf Schimpke kritisierte die Politik der Ministerin als rückwärtsgewandt. Der Einsatz von Gentechnik werde gefördert und der ökologische Landbau behindert. Auch werde ein effektiver Tierschutz und ein modernes Jagdrecht verhindert. Aigner wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete den NABU als “blinde Nuss des Jahres”.
Die Naturschutzorganisation NABU verleiht den Dinosaurier seit 1993. Im letzten Jahr erhielten ihn AIDA und TUI Cruises. Der NABU wollte damit auf den Schadstoffausstoß der Kreuzfahrtschiffe hinweisen.
Mehr Informationen zum Dino des Jahres – NABU