Solar-Radweg erzeugt Strom für bis zu vier Einfamilienhäuser

In Erftstadt kann seit November (2018) der erste deutsche Solar-Radweg genutzt werden. Auf einer Strecke von rund 90 Metern rollen die Fahrräder über Solarzellen statt über Asphalt. Der erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und kann bis zu vier Einfamilienhäuser versorgen. Die Idee für das Projekt hatte Donald Müller-Judex von der Firma Solmove. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens mit Partnern wie der RWTH Aachen wurden ausreichend stabile, bruch- und rutschfeste Solarmodule entwickelt. Finanziert wurde das Vorhaben u. a. aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ sammelt Unterschriften

Die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ möchte erreichen, dass sich der Landtag in NRW mit Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs beschäftigt. Dazu werden Unterschriften gesammelt.

Wichtigstes Ziel ist die Erhöhung des Radverkehrsanteils von derzeit 8 auf 25 Prozent im Jahr 2025. Die Forderung umfasst die Umsetzung von neun Maßnahmen sowie die Verankerung in einem Fahrradgesetz NRW. Unter anderem sollen 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr geschaffen werden und die Fahrrad-Mitnahme im Nahverkehr kostenlos sein.

Auf der Kampagnenseite können sich Interessierte informieren. An sogenannten Sammelstellen können UnterstützerInnen unterschreiben und weitere Unterschriftenbögen für Sammelaktionen beziehen.

Pilz aus Asien macht Eschen weiterhin zu schaffen

In einigen Teilen Nordrhein-Westfalens sind mehr als 90 Prozent des Eschenbestandes von Pilzen befallen (Hymenoscyphus pseudoalbidus). Folge ist ein dramatisches Absterben der Bäume. Zunächst sind nur die Triebe befallen, danach breitet sich die Krankheit auf den gesamten Baum aus. In öffentlichen Bereichen müssen Bäume gefällt werden, damit sie nicht zum Sicherheitsrisiko werden.
Eine großflächige Bekämpfung der Pilze mit Fungiziden ist nicht möglich. Experten sehen die Nachzüchtung resistenterer Pflanzen als einzige Möglichkeit, dem Baumsterben zu begegnen. Es wird vermutet, dass sich das Problem in den kommenden Jahren noch verschärfen wird. Die Pilze stammen aus Asien und traten in Europa vor rund 30 Jahren zuerst in Skandinavien und Polen auf. Die schnelle Verbreitung der Pilze ist vermutlich eine Folge der Globalisierung.

Unglaublich, aber wahr: Flamingos in Deutschland

Flamingo

Flamingo – © Benjamin Grießmann

Nicht im Zoo, sondern in freier Wildbahn hat sich im westlichen Münsterland im Zwillbrocker Venn innerhalb der letzten 25 Jahre eine Flamingo-Kolonie etabliert. Und damit die nördlichste überhaupt; die nächsten Kolonien finden sich in der Camarque in Südfrankreich, in Spanien und Sizilien.
Wie es genau dazu kam, dass sich die subtropischen Vögel im kühlen Norden angesiedelt haben, ist unbekannt. Möglicherweise sind sie aus dem Zoo oder aus Privathaltung entkommen.
Fest steht, dass sie sich im Zwillbrocker Venn so richtig wohl fühlen und eine stabile Kolonie bilden. Forscher der Biologischen Station haben Jungvögel identifiziert, die als Erwachsene wiederkommen und selbst Junge großziehen. Im Winter wechseln die Tiere in ihre nahe gelegenen Quartiere an der niederländischen Küste und kehren Ende März zurück.

22. bis 25. Februar 2018: ADFC auf der „Fahrrad Essen“

Vom 22. bis 25. Februar 2018 findet die wichtigste Fahrradmesse in Nordrhein-Westfalen – die „Fahrrad Essen“ statt. Auch der ADFC Nordrhein-Westfalen ist mit einem eigenen Stand vertreten und informiert unter anderem über die Lastenradinitiative in Essen.

ADFC enttäuscht: Keine Fahrradstraße in Niederkassel

Die ADFC-Ortsgruppe Niederkassel zeigt sich enttäuscht über die Ablehnung einer Fahrradstraße am Mondorfer Rheinufer. „Man bekommt den Eindruck, dass Niederkassel einfach keine Fahrradstraße kann“, äußerte sich der ADFC-Sprecher Peter Lorscheid. Die Kreispolizeibehörde hatte Bedenken gegen die Ausschilderung einiger Straßen als Fahrradstraße. Dieser Argumentation schlossen sich nun Stadtverwaltung und die im Ausschuss vertretenen Parteien, mit Ausnahme der Grünen, an. Bereits seit 1997 sieht die
Straßenverkehrsordnung als ein Mittel zur Förderung des Radverkehrs die Einrichtung von Fahrradstraßen vor.

Relaunch: Umweltportale NRW und Bayern

Screenshots der Umweltportale NRW und BayernNach einem Relaunch erstrahlen die Umweltportale Nordrhein-Westfalen und Bayern in neuem Glanz. Neben einem überarbeitetem Design bieten die Angebote nun Möglichkeiten zur Personalisierung. So lässt sich eine Umkreissuche ausgehend vom festgelegten Wohnort starten. Beim Umweltnavigator Bayern lassen sich zusätzlich Einstellungen zu Luft- und Pegelmessstationen sowie zu Warnungen vor Lawinen und  Pollenflug vornehmen. Im Zentrum der Anwendungen steht eine intelligente Suchfunktion, die abhängig vom Suchbegriff eine Kartenansicht und Messergebnisse liefert. Das Umweltportal NRW verfügt über eine direkte Anbindung an das Informationssystem für gefährliche Stoffe (IGS) und die Vorschriftensammlung Technischer Umweltschutz (VTU).

Petition „Aufbruch Fahrrad: Verkehrswende für NRW“

Tausende machen sich auf zur Berliner Fahrradsternfahrt 2012Das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad NRW fordert neun Maßnahmen zur Unterstützung der Fahrradmobilität und hat eine Petition ins Leben gerufen. Die Initiatoren fordern zum Beispiel 1000 Kilometer Radschnellwege bis 2030 oder die kostenlose Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr. Ziel ist, dass die Maßnahmen in einem Radverkehrsgesetz NRW verankert werden. Bis 2025 soll der Radverkehrsanteil in NRW auf 25 Prozent erhöht werden.