EU-Behörde ECHA: Glyphosat nicht krebserregend

Die für Chemikalien zuständige EU-Behörde ( ECHA, European Chemicals Agency) stuft Glyphosat in einer heute veröffentlichten Studie als nicht krebserregend ein. Durch diese Einschätzung könnte die Zulassung für das Unkrautvernichtungsmittel in der EU verlängert werden. Die Wirkung von Glyphosat ist hoch umstritten. 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend” ein. Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen wie Greenpeace werfen der ECHA vor, die Gefahren unter den Teppich zu kehren.

Frankreich verbietet Verkauf von Glyphosatprodukten

Frankreich geht bei der Pestizidbekämpfung voran und verbietet den Verkauf von Glyphosatprodukten (bekanntestes Produkt „Roundup“), wie Tagesschau.de berichtet. Laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) ist Glyphosat „wahrscheinlich“ krebserregend. In Deutschland wird ein Verbot weiterhin geprüft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine schädliche Wirkung von Glyphosat auf den Menschen bisher nicht belegen können. Wenig begeistert von dem Verbot in Frankreich ist der Hersteller Monsanto. Bei der Bewertung seien Studien außer Acht gelassen worden, die eine Unbedenklichkeit von Glyphosat für den Menschen attestierten.