Wolfprävention Baden-Württemberg: Ab Juni Elektrozäune Voraussetzung für Entschädigungen von Nutztierhaltern

Laut einer Pressemitteilung des Umweltministeriums Baden-Württemberg werden aktuell noch Eigentümer, deren Nutztiere Opfer eines Wolfes wurden, unbürokratisch entschädigt; auch wenn ihre Tiere unzureichend geschützt waren.

Das Umweltministerium weist nun darauf hin, dass eine Entschädigung bei unzureichend geschützten Tieren nur noch bis Ende Mai 2019 gezahlt wird. Ab diesem Zeitpunkt ist eine lückenlose Elektroumzäunung in einer Höhe von mindestens 90 Zentimetern Voraussetzung für Entschädigungszahlungen.

Verhaltenstipps bei Begegnung mit einem Wolf

Eine direkte Begegnung zwischen Mensch und Wolf ist sehr unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat auf seiner Homepage Verhaltenstipps bei Begegnungen mit einem Wolf zusammengestellt. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad Wölfen begegnet, sollte auf sich aufmerksam machen und sich langsam entfernen.

Wolf erschossen – Jäger vor Gericht

Ein Jäger steht heute in Montabauer vor Gericht, weil er im Westerwald nahe Hartenfels einen Wolf erschossen hat. So berichtet die Rheinzeitung. Der Mann hat die Schüsse zugegeben, will das Tier aber für einen Hund gehalten haben. Die Staatsanwaltschaft lastet dem Jäger an, dass er trotz schlechter Sicht und ohne genaue Revierkenntnisse schoss. Davon abgesehen habe er auch keine Erlaubnis gehabt, wildernde Hunde zu töten.
Die Rückkehr des Wolfes in deutsche Wälder ist 150 Jahre nach seiner Ausrottung ein großer Erfolg für den Artenschutz. Um den fragilen Bestand zu schützen, steht der Wolf unter strengem Schutz (Bundesnaturschutzgesetz § 10 Abs.2 Nr.11 a). Er ist dem Anhang A der EU-Artenschutzverordnung von 1997 (VO (G) 338/97) zuzuordnen.
Erschossener Westerwald-Wolf: Jäger vor Gericht (Meldung der Rheinzeitung vom 14.12.2012)

NABU-Projekt “Willkommen Wolf”